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Place Vendôme

Streets Of Fire

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Streets Of Fire
Streets Of Fire, Frontiers Records, 2009
Michael Kiske Vocals
Uwe Reitenauer Guitars
Dennis Ward Bass
Günter Werno Keyboards
Kosta Zafiriou Drums
Länge: 53 Min 24 Sek Medium: CD
1. Streets Of Fire7. Valerie (The Truth Is In Your Eyes)
2. My Guardian Angel8. A Scene In Reply
3. Completely Breathless9. Changes
4. Follow Me10. Surrender Your Soul
5. Set Me Free11. Dancer
6. Believer12. I'd Die For You

Michael Kiske, mit 17 Jahren bereits ein ambitionierter und talentierter Shouter, der mit seiner Band ILL PROPHECY erste Erfahrungen sammelte und sich wenig später mit HELLOWEEN anschickte, die absolute Metal-Welt zu erobern. Es folgten in den Jahren 1987 und 1988 die oftmals gelobten und hoch gepriesenen Werke "Keeper Of The Seven Keys Part 1 + 2". Dem gnadenlosen und unverwüstlichen Metaller bleiben die vokalistischen Sirenen von Kiske in den Ohren und seit dem er die nicht mehr abliefert, ist er bei dem einen oder anderen unten durch. Nun, wir sind keine Yellow-Press und interessieren uns für diverse Nebenkriegschauplätze nur am Rande, wenn überhaupt.
Fakt ist, Michael Kiske hat sich bei HELLOWEEN über einen längeren Zeitraum zu einer echten Nummer entwickelt, die man von seinen früheren Alben heute noch kennt. Mit seinen Solo-Sachen hat sich Kiske allerdings mehr dem melodischen Hard Rock verschrieben. PLACE VENDÔME (mit ordentlicher Label-Beteiligung) nennt er das Projekt und liefert nun mit "Streets Of Fire" die zweite Scheibe unter diesem Banner ab.
Und genau wie das Debüt aus 2005 ist es eine echte Überraschung. Die Leadstimme ist mehr als angenehm, die Produktion ist dermaßen satt und druckvoll, dass alles zu spät ist. Hier wird also, auch ohne Metal, zünftig und melodisch gerockt. Für die guten Kompositionen dürften die namhaften Mitstreiter mit verantwortlich zeichnen. Als da wären: Die PINK CREAM 69-Boys Dennis Ward, Kosta Zafiriou und Uwe Reitenauer. Alles sehr gute Musicians, ohne Frage. Na ja, und Gunter Werno von den Prog-Metallern VANDEN PLAS spielt an den Tasten eh über jeden Zweifel erhaben. Letzterer ist es mit seinen Klaviernoten, der "Streets Of Fire" an vielen Stellen eine ganz besondere Note verleiht. Nur zu oft leitet er in die Tracks ein, verursacht beim Hörer geschlossene Augen, bevor dann die gesamte Formation mit dem Rocken anfängt. Ich vernehme wenig bis gar keinen Kitsch. Das ist der Unterschied zu den vielen aus diesem Genre angebotenen Scheiben.

Von Beginn an brennt sich der Titelsong in die Gehörgänge, was für ein geiler Drumsound!!! In Set Me Free sind es breite Keyboardflächen, die das Salz in der Suppe ausmachen. Nein, bitte jetzt nicht glauben, dass hier ein symphonisches Werk vorliegt. Absolut nicht, aber das ist ein phänomenaler Teppich, auf dem sich die anderen Jungs, an vorderster Stelle natürlich Kiske, austoben können. Und dann wagt man sich auch an die ganz Großen ran. Valerie (The Truth Is In Your Eyes) offenbart uns das, was auch JOURNEY seit ihrem letzten Output endlich wieder intus haben. Dass man dabei noch ein wenig in Richtung TOTO schielt, macht die Angelegenheit noch interessanter.

Spätestens bei A Scene In Reply wird klar, dass hier alles glatt ist. Aber hier ist auch alles ohne Fehl und Tadel. Ich muss zugeben: Lange nicht mehr so einen Burner gehört, der von Anfang bis zum Ende brennt. Ein Feuerwerk melodischen Hard Rocks, ohne Ausfälle und deswegen eine unbedingte Empfehlung! Ich bin nachhaltig beeindruckt.

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 20.02.2009

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