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ArtikelRockbitch![]() |
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Wer beim MOLLY HATCHET Album - »Kingdom of XII« genau hin hört, dem ist bestimmt die
markante Backgroundstimme aufgefallen und beim Durchblättern des Booklet wird man sicherlich
überrascht sein, die Stimme gehört Julie Worland, der Lead Sängerin der englischen
Performance-Rockband ROCKBITCH. ROCKBITCH, das sind Julie (voc), Babe (guit, voc), The Beast, dem einzigen männlichen Mitglied (lead guit),
Nikki (keyb), Jo (aka Epone) (dr), The Bitch (bass) und Luci (stage performance). Ihr provokatives Hardcoresex-Rocktheater, begleitet von Auftrittsverboten und staatlicher Zensur im In- und Ausland (z.B. dürfen ihre Videos nicht in die USA, Kanada, Japan, Australien oder UK eingeführt werden), erzielte zwar eine intensive Medienwirkung und eine weltweit wachsende Fangemeinde, ihre Kritiker vermuteten aber dahinter zumeist nur musikalische Unfähigkeit, andere einen reinen Marketinggag. Letzteres weist die Band vehement von sich und unterstreicht ihre gesellschafts- und sozialkritische Botschaft, die ihrer Philosophie zugrunde liegt und musikalische Unfähigkeit kann man Ihnen auch absolut nicht nachsagen, was jeder leicht selbst feststellen kann, der sie einmal live gesehen hat oder ihre sonstigen Veröffentlichungen kennt. Die »Hobbies« der Frauen, deren sie sich ja ungezwungen bekannten, stempelten sie in der männlich dominierten Rockszene jedoch zu Musikern zweiter Klasse und quasi zu Freiwild für verklemmte Veranstalter oder der Industrie ab, so dass ihre Gagen z.B. eher an irgendeinen Roadie gezahlt wurden als an die Frauen selbst, Agenten nicht mit weiblichen Managerinnen der Band verhandeln wollten, oder sogar männliche Support Bands ihre Auftritte sabotierten. Irgendwann hatte man von der ständigen Diskriminierung die Schnauze gestrichen voll und wollte nur noch mit einem großen Knall abtreten. Die Band, zu dem Zeitpunkt schon in ROCKBITCH umbenannt, aber immer noch
mit braver Performance, war für ein Harley Festival in Frankreich gebucht und nachdem man sich bereits hinter der Bühne mit den für Rockertreffs obligatorischen Stripperinnen »aufgewärmt« hatte,
ließ man es auch auf der Bühne so richtig krachen, und zwar mit allem, was zu einer deftigen Sexshow dazu gehört. Es folgten mehrere erfolgreiche Europatourneen durch meist ausverkaufte Säle mutiger Veranstalter, 4 VHS Videos - 1996 »A Day in the Live«, ein von der Band selbst erstelltes »Home«-Video (nicht mehr erhältlich), 1997 »Bitchcraft«, ein unzensierter Mitschnitt ihres richtungsweisenden '97er Zaandam Konzertes, von dem es auch eine limited edition Doppel-CD »Live at Amsterdam« (5 track audio plus extra video CD) sowie eine DVD gibt (DCD nicht mehr erhältlich), 1998 »The Bitch O'Clock News«, eine Selbstdarstellung und Protestnote im Stil einer Nachrichtensendung (beide VHS u.a. hier erhältlich: www.rockbitch.tv), 1999 das erste Album - »Motor Driven Bimbo« (u.a. JPC), nachdem man sich eine Zeit lang geweigert hatte, Studioaufnahmen zu machen und nur auf die unverfälschte Live-Performance setzte sowie 2002 »Sex Death Magik« (nicht mehr erhältlich). Mit der Auskopplung »Evelin« sind sie auch auf dem 99er HM-Sampler »Ladies,Queens & Sluts« (u.a. JPC) vertreten. Musikalisch bieten ROCKBITCH ein Crossover aus Prog, Metal und Industrial, u.a. eine Palette von Einflüssen wie z.B. SKID ROW, RUSH, MÖTLEY CREW, RAGE AGAINST THE MACHINE oder FAITH NO MORE, mit Tendenz zu
letzteren. Tour-Dates sind momentan nicht bekannt, zum einen wurden zahlreiche Gigs in letzter Zeit verboten, so dass man sich eine Weile von der Bühne zurückziehen wollte, um die Wogen zu glätten, zum anderen waren diverse Probleme mit ihrer Plattenfirma (Steamhammer/SPV) ausschlaggebend für diesen Schritt. Ein neues Album »Psychic Attack« (früher als »The Kali Yuga« angekündigt - im indischen Glauben eines der Herrschaftszeitalter der Göttin Kali - Die Red.) ist dafür lt. Pressemitteilung seit dem 31.01.2001 im Kasten und sollte "demnächst" in den Vertrieb kommen, dies ist bisher leider nicht geschehen und wird es wohl auch nicht, wenn man den weiteren Werdegang der Band verfolgt (siehe dazu auch "A Passion Play?"). Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 06.03.2001 (updated) |
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