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| Weather Systems, K Scope, 2012 |
| Wetle Holte |
Drums |
| Lee Helen Douglas |
Vocals |
| Christer-André Cederberg |
Bass,Piano |
| Vincent Cavanagh |
Bass, Guitar, Keyboards, Vocals |
| Jamie Cavanagh |
Bass |
| Daniel Cavanagh |
Bass, Acoustic Guitar, Guitar, Keyboards, Piano |
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Länge: 50 Min 54 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Untouchable, Part 1 | 6. The Storm Before The Calm |
| 2. Untouchable, Part 2 | 7. The Beginning And The End |
| 3. The Gathering Of The Clouds | 8. The Lost Child |
| 4. Lightning Song | 9. Internal Landscapes |
| 5. Sunlight |
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Blunt, James Blunt. Der kommt einem in den Sinn, wen man das neu, elegische Werk der Band ANATHEMA hört. Und die versammelte Musikpresse bekommt sich nicht mehr ein. So unisono voll des Lobes, ob Hard Rock Mag, Prog oder Pop hat man das selten erlebt. Einschüchternd. Nein, wir beim HoR lesen nicht erst alles, was schon erschienen ist, bevor wir uns eine Meinung bilden - aber das Label deckt uns mit einem Press Kit ein, der das alles (und ehrlich gesagt, sonst auch fast nix) enthält. Da kann man gar nicht anders, als nun mal zu lesen, was die Kollegen geschrieben haben. Schwieriger wird es dann, die Liste der Musikuse zu finden, die auch im www kaum auftaucht. Hier courtesy Allmusic, falls was verkehrt ist.
Und wieso James Blunt? Die Stimme ist's zum einen, ob male oder female vocals, die an ihn erinnert, und dann das den Bluntschen Songs unterliegende Pathos und die Melancholie - beides findet man auch hier. Große Gefühle. Damals, als ich noch Student war, hatte ich Kommilitoninnen, die bei solcher Art Musik in spitze Schreie ausbrachen, die in einem "Das ist sooooooooo schön!" gipfelten, und das wäre bei "Weather Systems" sicher auch der Fall. Bevor wir nun das Öl zum Überkochen bringen: ja, dem Herrn Cavanagh sind wünderschöne Melodien eingefallen. Ja, stellenweise wird es auch rockig, die Gitarren bauen wohlklingende Fronten auf, die sich vor die Geigenwände schieben und dem Hörer glauben machen, eine Rockband ist am Werk. Ja, die Stücke sind sehr elaboriert und ausgedacht, sorgfältig komponiert und meinetwegen großen Kunst. Und natürlich hört man hin, wenn am Ende des letzten Tracks jemand seine Nahtod Erfahrungen mitteilt. Große Kunst, der Mensch als Mensch, was macht ihn aus, was bewegt ihn …
Wer also den Stil Blunts mag (und das wird hier auch noch mehr aufgebohrt und in komplexere Strukturen gegossen) , nach Schönheit im Kommerz auf der Suche ist, wer Rockmusik (da, ich habe es gesagt!) mit einer 'attitude' sucht, wer gerne im weitesten Sinne schwelgt und etwa gerne Filme mit viel Herz und Schmerz lieber sieht als einen deftigen Krimi oder Actionstreifen - hic musica.
Die 70er Jünger denken an RENAISSANCE, an CURVED AIR vielleicht, an FLOYD (sowieso immer bei solchen Sachen) - die als Role Model gedient haben mögen - wo man so etwas dann auch noch mit wirklich vertrackten Songstrukturen oder längeren Instrumentalleistungen kombinierte, und überlegen, ob sich das für sie lohnt. Es schwelgt eben in ewig langen und großen Melodiebögen, so wie ein Ozean in Zeitlupe - schön, aber es passiert nicht viel - songwriterisch ist nicht gar so viel Abwechslung geboten, aber das kann man verschmerzen. Schönheit ist nun mal vor allem - schön.
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