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| Instinct, Organic Mountain Records, 2004 |
| Peter Barton |
Lead & Backing Vocals, Guitars |
| John Williamson |
Guitars, Lead & Backing Vocals, Keyboards |
| Dave Rowberry |
Keyboards |
| Mickey Gallagher |
Keyboards |
| John Steel |
Drums & Percussion |
| Rick Wakeman, Rod Argent, Don Airey, Rob Woodward, Steve Millington |
Keyboards, Piano, Hammond |
| Jerry Donahue, Aziz Ibrahim, Eric Bell, Graham Oliver, Nick Marland |
Acoustic & Electric Guitars |
| Jim Rodford, Craig Fletcher, Noel Redding, Simon Crumley, Scott Whitley |
Bass |
| Bev Bevan, Aynsley Dunbar, Clive Bunker, Pete Spencer, Gerry Conway, Leon Parr, Steve Bartley, Kevin Whitehead |
Drums & Percussion |
| Paul Jones, Benjamin Ruth, Mat Walklate |
Harmonica |
| Snake Davis, Pete Zorn, Barry Bleasdale |
Brass |
| Mik Kaminski, Vicki Brown |
Violins |
| Rob Woodward |
Banjo |
| Simon Brady |
Mandolin |
| Minstrel's Gallery |
Medieval Instruments |
| Paul Jones, Jerry Donahue, Cliff Stocker, Jaquie McShea, Alan Silson, Kelly Groucutt, Geoff Brown, Pete Spencer, Jim Rodford, Simon Hough, Chris Allen, Steve Bartley, Vicki Brown, Craig Fletcher, Chloe Fenton, Tim Baxter, Faye Hewitt, Charlotte Ginn, Adeela Mir, Sarah Priestner |
Backing Vocals |
| Produziert von: Jerry Donahue, John Williamson & Peter Barton |
Länge: 69 Min 18 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Why | 9. Looking For The Light |
| 2. Its Always Raining Inside (E piovre sempre dentro) | 10. Rock & Roll Dream Part II |
| 3. Jumper | 11. What I'm Feeling Tonight |
| 4. Silver Horses | 12. Life |
| 5. Incommunicado | 13. I Don't Know |
| 6. Raggetty Rag | 14. Justify My Life |
| 7. Bed Of Lies | 15. Cotton And Coal |
| 8. Xpect The Unexpected | |
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Theoretisch könnte man an dieser Stelle über die Berechtigung der Verwendung des Namens ANIMALS diskutieren. Wer darf diesen Namen tragen? Gibt es Animals ohne Burdon? Es ist müßig, letztendlich geht es nur um ein gewisse Aufmerksamkeit für diese CD und die käme unter anderem Namen nicht zustande. Das wäre schade.
ANIMALS & FRIENDS nennen sich die Urheber dieser CD und es sind immerhin Drummer John Steel als Originalmitglied der 60ies-ANIMALS, Keyboarder Dave Rowberry (1965 Nachfolger des legendären Alan Price und leider im Juni 2003 verstorben) und die damalige Tasten-Interimslösung Mickey Gallagher beteiligt. Gallagher ist bekannt als Keyboarder von u.a. IAN DURY & THE BLOCKHEADS, CAMEL ("Frampton's Camel", 1973) und hat bei diversen Platten von THE CLASH mitgewirkt ("London Calling", "Sandinista"). Zusammen mit dem Sänger Peter Barton und dem Gitarristen John Williamson bilden Steel und Gallagher die heutige Inkarnation der ANIMALS und touren mit den alten Hits durch die Welt.
Über mehr als 2 Jahre zogen sich die Aufnahmen zu diesem Album hin, treibende Kraft ist Sänger Peter Barton, der zusammen mit Williamson, Rowberry, Steel und Jim Rodford (ARGENT, THE KINKS, ANIMALS II) die Songs schrieb.
Wer eine gähnend langweilige Ansammlung angestaubter 60er-Jahre Rip-Offs erwartet liegt vollkommen falsch. Selbstverständlich wird keine nervöse Teeniemucke geboten, selbstverständlich liegen die Roots in weiter Vergangenheit, aber die Umsetzung ist den Herrschaften ausgesprochen zeitgemäß, oder besser zeitlos, gelungen. Mehr als an Swingin' London des Jahres 1964 fühlt man sich an britische Folk-, Rhythm & Blues- und Pub Rock-Tradition der Siebziger erinnert. Und an Zeiten in denen Pop noch kein ehrenrühriges Schimpfwort war. Nimmt man dann noch die illustren Namen der Gästeliste hinzu, erhält man ein gelungenes Paket Retro-Musik in bis heute gültiger Form.
Es seien nur die bekanntesten Gäste genannt: Paul Jones (Manfred Mann, BLUES BAND), Rick Wakeman (YES), Rod Argent, Don Airey (derzeit DEEP PURPLE), Eric Bell (THIN LIZZY), Graham Oliver (ex SAXON), Aziz Ibrahim (kurzzeitig STONE ROSES und ansonsten gefragter Session-Gitarrist), Noel Redding (JIMI HENDRIX EXPERIENCE, ebenfalls 2003 verstorben), Bev Bevan (THE MOVE, E.L.O., BLACK SABBATH u.v.a.), Aynsley Dunbar (Schlagzeuggott), Clive Bunker (u.a. JETHRO TULL) und und und. Glücklicherweise nutzt keiner dieser Einzelkönner die Gelegenheit zur Selbstbeweihräucherung, die gesamten 70 Minuten spielen sich im entspannten und unaufgeregten Rahmen ab.
"Instinct" ist eine ausgesprochen gelungene Sammlung schöner Songs. Balladen ohne Schmiereffekt, Rhythm & Blues den man nicht bereits hunderttausendfach gehört hat, ein wenig Skiffle (Raggetty Rag), eine Portion Rock & Roll. Die Musiker sind selbstverständlich über jeden Zweifel erhaben, herausragend sind die Leistungen der jeweiligen Rhythmusabteilungen und Gitarristen und der Gesang von Peter Barton ist losgelöst vom großen Meister E. Burdon ein Genuss. Wenn dann noch dezente und dennoch messerscharfe Bläser in einigen Fällen dazustoßen (Jumper) ist die Freude an der CD noch größer. Am größten dann, wenn die unvergleichliche Vicki Brown in Incommunicado im Hintergrund singt.
Würden SMOKIE (von denen Drummer Pete Spencer hier mitmischt) heute neue Songs schreiben, sie würden klingen wie Looking For The Light. Und es wäre ein Hit. Was für eine Melodie, was für ein Zusammenspiel zwischen Piano und Gitarre. Mensch, warum kriegen die Plastikproduzenten so was heutzutage nicht mehr hin. Oder warum keinen Funky-Groover wie Rock & Roll Dream Part II?
Aufgenommen wurde im Studio von Lisa Stansfield und die hat offenbar auf Qualität in ihren Räumen gesetzt. Selten eine CD mit so vielen Mitwirkenden in so organischem Sound gehört. Natürlich ist Produzent Jerry Donahue daran auch nicht unschuldig, der ist schließlich nie für schäbigen Sound bekannt gewesen. Man kann nachhören auf vielen Platten von FAIRPORT CONVENTION, HEADS HANDS & FEET, Chris Rea, Ralph McTell, Gerry Rafferty und unzähligen anderen, auf denen er als Gitarrist tätig war. Manche Menschen haben das Ohr, andere nicht.
Die schönste Überraschung einer Ansammlung gesetzter Herren seit längerer Zeit.
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