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Bon Jovi

This Left Feels Right

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This Left Feels Right
This Left Feels Right, Island Records, 2003
Jon Bon Jovi Vocals
Richie Sambora Guitar, Background Vocals
David Bryan Keyboards
Tico Torres Drums & Percussion
Hugh McDonald Bass
Produziert von: Pat Leonard, Jon Bon Jovi & Richie Sambora Länge: 51 Min 16 Sek Medium: CD
1. Wanted Dead Or Alive8. Everyday
2. Livin' On A Prayer9. Born To Be My Baby
3. Bad Medicine10. Keep The Faith
4. It's My Life11. I'll Be There For You
5. Lay Your Hands On Me12. Always
6. You Give Love A Bad Name13.The Distance (live)
7. Bed Of Roses

Nach fast zwanzig Jahren im Business wurde es aber auch Zeit für einen leichten, dennoch deutlich hörbaren Wandel innerhalb des Bon Jovi-Imperiums. Zu lange ruderten die Herren in sicheren und entsprechend bequemen Fahrwassern, wobei der immense Erfolg ihnen letztendlich Recht gab.
Mit Hilfe des gewitzten Produzenten und Arrangeur Patrick Leonard (Madonna/Elton John) gelingt es Bon Jovi, ein Dutzend Songs aus allen Schaffensperioden ihrer Karriere auf ihre jeweilige Basis zu reduzieren, um sie anschließend mit neuem Leben zu erfüllen. Rhythmus, Tempo, Instrumentierung und zeitweise sogar die Melodieführung der Lead-Vocals wurden neu überdacht und hie und da mit einer zeitweilig völlig anderen Emotionalität versehen. Richie Samboras E-Gitarre, als auch seine Back-up-Vocals nehmen zudem eine untergeordnete Rolle ein. Songs wie z.B. Lay your hands on me, Livin' on a prayer oder auch Keep the faith zeigen sich mit einem ganz anderen Charakter und werden den eingefleischten Alt-Fan womöglich etwas ratlos zurücklassen.
Einem Hörer wie mir, der die Band in seichten und eher belanglosen Mainstream-Gefilden versauern sah, gibt dies allerdings die Zuversicht, dass selbst so alte Recken wie diese, mit der entsprechenden Hilfe und dem unerlässlichen Eigenantrieb, verkrustete Strukturen aufbrechen können und sich selbst und die Fans auf eine spannungsgeladene Entdeckungsreise schicken. Ein so ausgelutschter, durch medialen Overkill ausgereizter Song wie It's my life schafft es in dieser reduzierten, pianogetragenen, mollverhangenen Variante durchaus zu berühren und bekommt in der Interpretation eines mittlerweilen auch schon über vierzigjährigen Jon Bon Giovi eine ganz andere Wertigkeit.
Betrachtet man dieses Konzept als Experiment, scheint es für dieses eine Mal gelungen. Was die Zukunft bringt, bleibt abzuwarten. Vielleicht überraschen uns die Jungs noch ein weiteres Mal. Dann aber mit völlig neuem Material...
Keep the faith jedenfalls wird in dieser Version in meinen Top-Ten-Song-Charts des Jahres auftauchen.
Note: Gut (minus) / 2-.

Frank Ipach (Craving Hands), (Impressum, Artikelliste), 10.11.2003

Gegen von MTV und Viva protegierte Bands hatte ich, bis auf wenige Ausnahmen, schon immer was. So konnte ich mich für Bon Jovi auch eigentlich nie begeistern.
Obwohl ich durchaus ein Vertreter der ruhigeren Töne bin, kann mich dieses mit Weichspülgang versehene Best-Of Album auch zu keiner anderen Meinung umschwenken.
Am ehesten sprechen mich noch die eigenwilligen Arrangements von Keep The Faith und Living On A Prayer an. Ansonsten gähnende Langeweile. Was für den Bon Jovi-Fan sicherlich ein Muss ist, dürfte alternativ dem Rest der Rockmusikfangemeinde höchstens als Beschleuniger für den sonntäglichen Mittagsschlaf auf der Couch dienen.
Note 4.

Daniel Daus, (Artikelliste), 10.11.2003

Allein bei dem Gedanken dreht sich dem einen der Magen um, andere dagegen werden leicht feucht im Schritt.
Kuschel-Pop-Rocker Bon Jovi verpackt 13 seiner alten Kamellen zusätzlich in halbakustische Zuckerwatte und heraus kommt ein schwülstiges Konglomerat Beischlafuntermahlung für die Wechseljahre.
"Pop(p)-Musik" in seiner ureigensten Bedeutung.
Note 4.

Ralf Frank, (Impressum, Artikelliste), 10.11.2003

Ich finde das Album wirklich sehr gewöhnungsbedürftig.
Die Idee, den Sound völlig neu zu arrangieren, ist zuerst einmal sicherlich nicht schlecht, zumal, wer Bon Jovi schon live gesehen hat, dem wird dieser oder jener Song in der auf der CD vorgestellten Art und Weise bereits bekannt vorkommen. Ich denke da an Wanted Dead Or Alive zum Beispiel.
Aber dieses Teil als Akustik-Album zu bezeichnen, ist vermessen: Es wurde lediglich das Tempo verändert, die Songs mit Weichspüler verrührt und herausgekommen ist ein, in letzter Zeit eh schon Bon Jovi-typischer Pop-Sound.
Manche Songs kommen mir mehr oder weniger "falsch oder daneben interpretiert" vor, was ich nur noch mit dem Prädikat "grauenvoll" versehen kann. Einen Großteil der Titel würde ich z.B. nie als solche erkennen, wenn ich nicht die Trackliste vorher gelesen hätte.
Das ist wirklich nur was für Hardlinerfans, die wirklich alles, aber auch alles in ihrer Bon Jovi-Sammlung haben müssen.
Einige eh schon als Balladen bekannte Stücke sind die einzigen Highlights auf der Scheibe, wie z.B. Bed Of Roses oder Always. Aber da konnte wenigstens nichts versaut werden, somit ist die Scheibe gerade noch an der Bezeichnung "Schrott" vorbeigeschrammt und bekommt von mir die Note 5.

Ilka Czernohorsky, (Artikelliste), 10.11.2003

Oh weh, was kommt denn da aus den Lautsprechern? Sorry, Jon, aber nach den neuen DVDs von den ALLMAN BROTHERS und GOV'T MULE, die sich bis vor Deiner Scheibe hier drehten, hast Du eh' einen denkbar schlechten Stand.
Doch auch ohne dieses Handicap sieht es böse aus. Ich war noch nie ein Bon Jovi Fan. Aber da Deine Band ja sehr oft auch im "Hausfrauenradio" gespielt wird (warum wohl?), weiß ich, dass Ihr schon ein bisschen rocken könnt. Gegen "unplugged" habe ich im Allgemeinen auch nichts - gab es doch schon schöne Konzerte in dieser Reihe.
Aber This Left Feels Right ist sooo seicht. Da passt rein gar nichts. Mir ist es echt zu sülzig. Und selbst der Wiedererkennungswert fehlt.
Wie gesagt: Ich kenne Euch aus den Frauensendern, aber ich schalte den Sender nicht weg, wenn ihr aufgelegt werdet (Du hörst also Hausfrauensender, aha - die Red.). Ihr wart immer zu ertragen - besser als vieles, was sonst dort läuft. Aber dieses "Werk" ist so was von unnötig und penetrant süß - so schwul kann nicht mal 'ne Frau sein.
Mir fällt jetzt gerade so ein Begriff ein: Zahnspangenmusik. Feuchte Teenieträume wird es bei Eurer CD sicher geben, aber erstens bin ich kein Teenie mehr und wer mich feucht kriegen möchte, muss schon ordentlich in die S(e)aite greifen............(oioioioi - die Red.)
Klare 5- und schnell was richtiges zum kuscheln: Soulshine - GOV'T MULE

Ulli Heiser, (Artikelliste), 10.11.2003


Tja, was soll man da sagen?
Ist ja sicher eine ganz lustige Idee, die Songs mal so aufzunehmen, aber braucht die (Musik-) Welt das wirklich?
Klar, Wanted Dead Or Alive klingt, als wenn das die Original-Aufnahme sein könnte, irgendwann 1950 durch ein Röhrenradio gesungen. Auch You Give Love A Bad Name kommt noch ganz gut weg. Obwohl - es ist ja nix anderes als der Versuch auch mal einen Stray Cat Strut wie die STRAY CATS hinzukriegen.
Gewinner dieser Scheibe ist wohl die Live-Aufnahme von The Distance, das, weniger "aufgeblasen" als auf "Bounce", direkt ungeahnte Qualitäten entwickelt. Die Streicher hätt's allerdings nicht gebraucht...
Bon Jovi lebt davon, das Jon Bon Jovi ein Klasse-Shouter und Richie Sambora ein hervorragender Gitarrist und perfekter Sangespartner des ersteren ist. Nachdem von beidem hier nicht viel zu hören ist und Knaller wie Lay Your Hands On Me, Bad Medicine oder auch Born To Be My Baby in einer Art "drunken-sleep" Version dargeboten werden, wird dieses Album wohl auch bestenfalls Die-Hard-Fans interessieren und selbst bei denen nach einmaligem Hören im Regal verstauben.
Vielleicht bereitet sich Jon Bon schon mal darauf vor, wenn die Stimme eines Tages nicht mehr so strapazierfähig ist, oder er hofft, nach mehreren erfolglosen Schauspiel-Versuchen, seine Songs in ein "Soundtrack-Gewand umzustricken.
Wie auch immer: This Right Feels Left. Note 5.

Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 10.11.2003

Oh Scheisse, meine Frau wird mit mir schimpfen....schon 3 Handtücher versaut um all den Schmalz unter dem CD-Player aufzuwischen. Also wirklich, was sich Bon Jovi hier leistet ist einige Grade seichter als der Kram, den sie in der deutschen Volkshitparade abliefern.
Nach der HoR-internen Bewertung eine klare 6

Manni Hüther, (Artikelliste), 15.11.2003

Ich mag akustische Musik. Ich mag Jon Bon Jovi (im Gegensatz zu anderen Mitgliedern unseres Haushaltes). Ich höre auch gern seine Lieder aus den letzten Jahren, nicht nur die alten, als er noch lange Haare hatte. *gg*
Aber: WAS HAT ER SICH BLOSS DABEI GEDACHT? Jetzt hat er es geschafft, auch mich zu enttäuschen!
Als ich gehört habe, wir haben eine Akustik-CD von Bon Jovi im X-Check, dachte ich "nett, wird bestimmt angenehm anzuhören sein". Ja Pustekuchen! Es ist nicht angenehm, es ist (sorry, Jon) langweilig. Und anstrengend. Ja, anstrengend, 13 Lieder immer auf Druck und Power zu warten, wie es in den Songs normalerweise zu hören ist. Am qualvollsten war es bei It's My Life weil ich die Nummer sehr mag und immer hab ich auf den druckvollen It's My Life-Schrei gewartet und nur ein fast weinerliches Murmeln gehört. Und dann die Streicher... Ich mag klassische Musik, aber bitte separat.
Warum, Jon? Hast Du es denn wirklich so nötig?
Apropos nötig, Note 4 weil es wirklich banal ist.

Adelina Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.11.2003

Der Weihnachtsmann ist ein faules Stück. Anstatt schwerer Küchengeräte für Mami wird er dieses Jahr leichte Musik in Form von Hunderttausenden Bon Jovi-Unplugged-Einschlafhilfen für die ganze Familie austragen. Die Weihnachtsgans wird jämmerlich im Ofen verschmoren und bis alle aus dem Wachkoma wieder erwacht sind, dürfte auch der Schoko-Osterhase seinem traurigen Schicksal entgangen sein.
Unplugged als Synonym für "langweilig". So weich bin ich nicht in den sentimentalsten Momenten, dass dieses Machwerk irgendwie funktionieren könnte.
Da fällt mir gar nix mehr ein, außer: Setzen, Klassenziel verfehlt, diesen Schmus kriegt man nicht mal bei potentiellen "Ball der einsamen Herzen"-Besucherinnen mit massivem Hormonüberschuss in der Last-Chance-Phase an den "Mann". Note 5.

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 10.11.2003

Wasndasn? BON JOVI unplugged? Nee, das Band lief auf halber Geschwindigkeit! Watt? Ist gewollt? Welche Rentner wollen sie den mit dem Gesulze in den Schlaf singen?
Wenn man BON JOVI unplugged kennt (und das tue ich), kann ich mich nur fragen was Jon und Richie sich bei der Sache gedacht haben!? Auf diversen Singlerückseiten und der "MTV Unplugged" haben sie doch bewiesen, dass (und wie es geht)!
Anspieltipps zur Abschreckung: Born To Be My Baby oder It's My Life. Welch Greueltaten an den sonst klasse Songs.
Wer das dennoch gut findet, sollte sich lieber mal die Steve Schuffert Band unplugged reinziehen... da weiß man was man hat!
Note 5.

Jörg Litges, (Impressum, Artikelliste), 10.11.2003

Auweia. Was für ein musikalisches Schmankerl. Passend zu Halloween erscheint diese wahrhaft gespenstische Scheibe.
Der gute Jon Bon Jovi klingt wie Ricky Shayne auf Koks. Die instrumentalen Arrangements, wenn man denn von solchen sprechen darf, erreichen mit Mühe und Not untersten Flippers Standard. Die Gitarren klingen so manches Mal wie Stefan Mross an der Trompete.
Was gutes kann ich beim besten Willenn nicht finden. Mein Schrank hat sechs Schubladen. Diese Scheibe kommt in die unterste. Note 6. Aber nur weil es nichts schlechteres gibt.

Joachim Domrath, (Impressum, Artikelliste), 10.11.2003

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