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| Tsunami, Rügencore Records, 2006 |
| Friedemann | Gesang |
| Pilse | Gitarren |
| Matze | Bass |
| Johannes | Schlagzeug |
| Produziert von: Madze Preis & COR |
Länge: 47 Min 51 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Aufstehn | 10. Stein |
| 2. Attitüde | 11. Ein Mann verlässt die Stadt |
| 3. 10000 Volt | 12. Tsunami |
| 4. Kämpft | 13. S.A.U. |
| 5. Definition | 14. Baltic sea for life |
| 6. Verlust | 15. Freunde des Wortes |
| 7. Jeder liebt Dich | 16. Gelassen |
| 8. Sound der Strasse | 17. Mein Huhn hat Grippe (Video) |
| 9. Penner ist tot | 18. 10000 Volt (Video) |
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Auf geht's zur nächsten runde Rüpel. äh. Rügencore. Um die Anhänger des Krawall-Commandos von der Ostsee gleich zu beruhigen: Stilistisch knüpft "Tsunami" nahtlos an die bisherigen Veröffentlichungen der Band an und überzeugt mit der
bekannten urwüchsigen Mischung aus Punk 'n' Roll, Hardcore und Metal.
Besonders positiv fällt dabei auf, dass COR aus diesen Zutaten einen erstaunlich abwechslungsreichen Cocktail mixen, der weitaus vielschichtiger und unterhaltsamer ausfällt, als man es zunächst vermuten möchte.
Wonach einem auch in diesem musikalischen Spannungsfeld der Sinn steht, sei es trockenes Hardcore-Geballer, bisweilen an MOTÖRHEAD erinnernder groovender Heavy Rock oder schlichter, eingänger Deutsch-Punk in bester NORMAHL-Manier, auf "Tsunami" wird man fündig.
Dabei präsentieren sich COR kompositorisch reifer und erwachsener als beispielsweise auf dem Vorgänger "Freistil, Kampfstil, Lebensstil", bewahren sich aber jederzeit ihren rauen Charme und ihre Bissigkeit. Stücke wie Verlassen (Tribute für Dimebag)
oder Gelassen verfügen sogar über ein gewisses Hitpotential und könnten COR einige Aufmerksamkeit in Hörerkreisen mit gemäßigteren musikalischen Vorleiben bescheren. Dennoch läuft die Band nie in Gefahr ihr rebellisches Publikum, das
auf den ungeschliffenen 'Sound der Straße' schwört, zu vergraueln.
Spätestens bei den Texten gibt es ohnehin keinerlei Kompromisse mehr. COR sind direkt und gesellschaftskritisch wie eh und je, legen ihre Finger schonungslos in offene Wunden und konfrontieren uns mit unangenehmen Wahrheiten. Dass die Band dabei bisweilen für meinen Geschmack zu phrasenhafte vulgär-populistische Parolen von sich gibt und sich in naiv-romantischer Anarcho-Lyrik verliert, dürfte in erster Linie ein Generationenproblem sein. Jede Wette, in zehn oder mehr Jahren dürften sicher auch COR eine andere Ausdrucksweisen pflegen.
Ob die Band dann noch im Geschäft sein wird? Solange sie überzeugende Alben in der Qualität von "Tsunami" abliefert, muss man sich deswegen keine Sorgen machen.
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