| Follow the reaper, Nuclear Blast NB 560-2, 2001 |
| Alexi Laiho |
vocals, guitar |
| Alexander Kuoppala |
guitar |
| Janne Warman |
keyboards |
| Henkka Blacksmith |
bass |
| Jaska Raatikainen |
drums |
| Produzent: Peter Tägtgren |
Länge: 41 Min 14 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Follow the reaper | 6. Caste of my scythe |
| 2. Bodom after midnight | 7. Hate me! |
| 3. Children of decadence | 8. Northern comfort |
| 4. Evertime I die | 9. Kissing the shadows |
| 5. Mask of sanity | 10. Hellion |
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Kennt ihr das CHILDREN OF BODOM-Syndrom, unter dem ich leide? Eine ganz böse Geschichte! Es dauert keine
fünf Sekunden nachdem sich bei mir eine ihrer CDs im Player dreht, und meine Hand fühlt sich
unwiderstehlich vom Lautstärkeregler angezogen. Da ist jeder Widerstand zwecklos. Ich kann nicht anders... ich
muss einfach... Jaaaaaa! Power! Lärm! Gib ihm!
Als ich 1998 das Debut "Something wild" das erste Mal hörte, war es um mich geschehen. Ich wusste sofort: Das
ist einzigartige Musik, Heavy Metal in einer Qualität und Intensität, wie man ihn seit Jahren nicht mehr zu
Ohren bekommen hatte.
Nun haben die arbeitswütigen Finnen bereits ihr viertes Album nach "Hatebreeder" und "Tokyo warhearts" (live)
vorgelegt.
"Follow the reaper" bietet nichts überraschend Neues. Die Rhythmussection sorgt dafür, dass das Tempo
überwiegend hoch gehalten wird. Die Keyboards beeindrucken mit mächtigen Soundteppichen, die ihre
Inspiration aus den Kompositionen klassischer Großmeister beziehen. Da setzen die Gitarren wahnwitzige
Läufe und Soli dagegen, bei denen ein Herr Malmsteen sicher anmerken würde, dass ihm das alles von seinen
eigenen Scheiben furchtbar bekannt vorkommt. Ich bin mir aber nicht sicher ob der alte Schwede diese Passagen
nachspielen könnte, ohne sich die Finger zu verknoten.
So weit - so gut und man könnte die Band als eine komplexe Variante von RAINBOW on speed mit
vernünftigen Gitarren, oder als progressive Ausgabe von ANGEL DUST anpreisen. Da ist aber noch der Gesang, der
bei Karle Normalrocker sicher einiges an Bauchschmerzen verursachen wird. Alexi Laiho grollt in finsterer Death
Metal-Manier. Mir persönlich gefällt es ausgesprochen gut, wie auf diese Weise Kontraste zum sehr
melodischen Sound der restlichen Band gesetzt werden, weiß aber auch, dass damit die Toleranz von vielen, die
nicht ab und an Extremmetal konsumieren, überfordert sein wird.
Vom Songmaterial her lässt "Follow the reaper" keine Wünsche offen und überzeugt durchweg.
Einziger Schwachpunkt das WASP-Cover Hellion. Hier kommen die Keyboards quasi gar nicht zum Einsatz und damit
beraubt sich die Band eines ihrer Markenzeichen.
Für Fans ist die Scheibe ohnehin Pflicht, allen anderen mit einem Faible für harte und anspruchsvolle
Musik, sei die CD wärmsten empfohlen. Aber Vorsicht vor dem CHILDREN OF BODOM-Syndrom. Zu Risiken oder
Nebenwirkungen befragen Sie den Home-Of-Rock-Redakteur ihres Vertrauens.
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