| Get on with it live, Edel Records, 2006 |
| Boff Whalley | |
| Lou Watts | |
| Jude Abbot | |
| Neil Ferguson | |
| Produziert von: ??? |
Länge: 47 Min 48 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Buy nothing day | 8. Homophobia |
| 2. A stitch in time | 9. William Francis |
| 3. Song on the times | 10. Learning to love |
| 4. Hard times of old England | 11. Digger's song |
| 5. By & by | 12. On eBay |
| 6. Jacob's ladder | 13. Hanging on the old barbed wire |
| 7. Timebomb | 14. Bella ciao |
 |
CHUMBAWAMBA... Wer denkt da nicht unweigerlich an ihren Partykracher Tubthumping, mit dem die Band die Charts
stürmte und der heute weder auf einer Faschingsveranstaltung, noch bei einer Apres-Ski-Hüttenfeier und schon gar nicht am
Ballermann fehlen darf. Mir kommen zudem auch noch die Elektro-Remixe für die
OYSTERBAND (u.a. One green hill) in den
Sinn, ansonsten aber ging ich relativ unbelastet an "Get on with it live" heran.
Um so größer ist dann die Überraschung. "Get on with it live" bietet den Mitschnitt einer Akustikshow, eine Ausdrucksform
der sich CHUMBAWAMBA in ihrer jüngeren Vergangenheit verstärkt gewidmet haben. Das heißt, weder eingängige Pop-Hymnen zum
Mitgröhlen, noch elektronische Beats, die einem in die Magengrube fahren, dafür aber eine künstlerische Facette, die
zumindest ich den Briten nicht unbedingt zugetraut hätte.
CHUMBAWAMBA reihen sich in die Tradition großer britischen Folkbands wie PENTAGLE oder FAIRPORT CONVENTION ein, erinnern
bisweilen an die WHISKEY PRIESTS oder gar THE MAN THEY COULDN'T HANG und präsentieren uns spartanisch, aber einfallsreich
und originell arrangierte Folksongs, beziehungsweise bekannte CHUMBAWAMBA-Stücke wie Jacob's ladder,
Timebomb oder Homophobia im Folkgewand.
In diesem Kontext überzeugt vor allem der mehrstimmige Gesang der vier CHUMBAWAMBAs und gerade die zurückhaltendenden
Arrangements schaffen noch mehr Raum, um die politischen und gesellschaftskritischen Botschaften der Band eindringlich zu
transportieren.
Fans von CHUMBAWAMBA und der genannten Bands können ihre Sammlung mit "Get on with it live" jedenfalls guten Gewissens um
ein weiteres unterhaltsames Album bereichern.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:

|