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The Songs Of Hank Williams Jr. -
A Bocephus Celebration

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The Songs Of Hank Williams Jr.
The Songs Of Hank Williams Jr. - A Bocephus Celebration, Curb Records / Warner Bros. Records, 2003
Länge: 63 Min 01 Sek Medium: CD
1. Young CountryBlake Shelton with Trick Pony & Darryl Worley
2. Women I've Never HadMontgomery Gentry
3. All My Rowdy Friends Are Coming Over TonightTrick Pony
4. Outlaw WomenTracy Lawrence
5. Born To BoogieLynyrd Skynyrd
6. A Country Can SurviveChad Brock
7. Heaven Can't Be FoundDusty Drake
8. Family TraditionAaron Trippin
9. The Blues ManAlan Jackson
10. Major MovesJohn Michael Montgomery
11. Eleven RosesTrace Adkins
12. Whiskey Bent & Hell BoundDan Baird
13. Old HabitsAndy Griggs
14. All My Rowdy Friends Have Settled DownThe Marshall Tucker Band
15. If It Will It Will38 Special
16. Outlaw's RewardHank Williams Jr. & Friends feat. Stevie Wonder

Da hab ich in meinem jugendlichen Leichtsinn mich doch auch mal von einem Kritiker zum Kauf einer Hank Williams Jr. LP verleiten lassen: "Hank Live" hieß die Scheibe (bzw. heißt, denn ich hab sie natürlich noch). War dann eigentlich auch nicht so schlecht, allerdings habe mir seine eigenen, bzw. die Country-Geschichten, besser gefallen als die Versionen von Workin' For MCA, Sweet Home Alabama, La Grange und (oh Gott) House Of The Rising Sun. Rock ist halt doch nicht so sehr das Metier von Herrn Williams...

Also schauen wir mal wie die "Rache" der (Country-) Rocker aussieht:
Reichlich flau, muss ich gestehen. Also, mir sind die Originalsongs ja nicht so geläufig, aber auf diesem Tribute-Album ist mir zu oft rührselige Redneck-Mentalität am Werke.

Das gilt für Blake Shelton, auch wenn ganz nette Zitate zu Van Halen, ZZ Top, Elvis, etc. in Young Country aufkreuzen, wie für Montgomery Gentry.
TRICK PONY bringt immerhin etwas mehr Schwung rein. Ihrer rauen Stimme glaubt man, dass ihre Rowdy Friends heut Nacht mal vorbei schauen.
Tracy Lawrence hat ganz gute Gitarren-Sounds und die Band spielt auch nicht schlecht. Trotzdem klingt's mir zu sehr, wie... na, sagen wir "Nashville-Blues".

Wenn Johnny Van Zant nicht wieder mit "...tell you a story..." reinplappern würde, hätte ich's echt nicht geschnallt, dass das LYNYRD SKYNYRD ist. Born To Boogie behaupten sie, jedoch mit einem eigenartigen Heavy-Sound, als wollten sie GOV'T MULE Konkurrenz machen. Trotzdem will's irgendwie nicht rocken - Enttäuschend.

So, was ist da jetzt für einer? Chad Brock hat sich sinnigerweise Hank Williams Jr. (tolle Idee bei ,nem "Tribute"-Album!) mit ins Studio geholt. Dazu noch John Anderson und George Jones. Die drei haben ihn wahrscheinlich letztlich davor gerettet bei A Country Boy Can Survive völlig abzuschmieren.
Dem setzt Dusty Drake (von dem Namen hatte ich mir auch mehr versprochen) noch einen drauf. Vielleicht geben ja auch die Songs nicht mehr her - was ich eigentlich nicht glaube - aber wie das alles instrumental zugekleistert und zahnschmelzzersetzend aus dem CD-Player tropft... Nee danke.

Bisschen mehr Stimmung kommt dann wieder bei Aaron Tippin auf: Der bringt Family Tradition wenigstens mit etwas Schwung und glaubhaft interpretiert rüber. Doch, das kann man sich anhören.
Die Freude währt nicht lange. Alan Jackson. Da gibt's ab und zu so komische Country-Sendungen im Fernsehen, mit Horden von Freizeit-Cowboys. Manchmal ist da auch mal eine richtig gute Band, oder Musiker, dabei. Meistens sind es jedoch Typen, die nicht mal in der Marlboro-Werbung eine Chance hätten. So gebügelt, frisch rasiert und sauber klingt denn auch deren Musik - und so auch Herr Jackson bei The Blues(!) Man.
Ich krieg die Krise: Major Moves ist die gleiche Chose! Und nicht dass jemand denkt, es würde beim nächsten Lied anders werden! Trace Adkins mit Eleven Roses - "ihre absolute Nummer 11!".

Langsam wird's bedenklich, schon über die Hälfte rum und kaum was gescheites dabei. Hatte ich doch recht damit, nur ein einziges Hank Williams Jr. Album zu besitzen reicht?

Gott sei Dank, endlich Dan Baird! Bei Whiskey Bent And Hell Bound reißt er zwar nicht den Rock'n'Roll runter wie sonst, aber er schleppt doch einen schweren Bluesstampfer an und seinen üblichen, dreckigen Gitarrensound, sodass wieder etwas "Leben" in diese CD kommt. Der Mix von Eric Ambel dürfte nicht ganz unschuldig daran sein.
Das reicht ja dann mal fürs erste, dacht sich wohl Andy Griggs und verfällt prompt wieder in Old Habits...
Etwas Aufschwung bringt die MARSHALL TUCKER BAND mit All My Rowdy Friends Have Settled Down. Auch wenn's natürlich nicht "abfetzt", zeigen die alten Herren doch einigen Leuten auf diesem Album, wie man so was doch einigermaßen vernünftig über die Bühne kriegt.

Die haben natürlich noch gefehlt: Die "Weihnachtsmänner" von 38 SPECIAL! Immerhin bleiben die einigermaßen bei ihren Wurzeln. Auch hatten sie offenbar ziemlich Spaß bei dem Boogie If It Will It Will und Spaß macht es auch ihnen dabei zu zuhören.
Weil das in der Summe dann doch nicht reicht, muss Hank Williams Jr. selber noch mal ran. Zusammen mit den meisten der vorherigen Interpreten wird die Ballade Outlaw's Reward zelebriert und quasi als "Messer aus dem Stiefel" spielt die Mundharmonika kein geringerer als Stevie Wonder. Kann man hören.

Hier sind schon ein paar gut Sachen drauf - für mich allerdings zu wenige.

Epi Schmidt, (Impressum, Artikelliste), 10.04.2003

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