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| Tribute To Guns N'Roses - Uncivil Wars, Mausoleum Records, 2004 |
| Tracii Guns |
Guitars |
| Gilby Clarke |
Guitars |
| Kyle Kyle |
Bass |
| Randy Castillo |
Drums |
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Länge: 52 Min 20 Sek |
Medium: CD |
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| 1. You're Crazy - Stevie Rachelle (Tuff) | 7. Mr. Brownstone - Joe Leste (Bang Tango & Beautiful) |
| 2. It's So Easy - Fred Coury (Cinderella) | 8. You Could Be Mine - Mitch Malloy |
| 3. Welcome To The Jungle - Kevin Dubrow (Quiet Riot) | 9. Used To Love Her - John Corabi (Mötley Crüe, Union & Ratt) |
| 4. My Michelle - Phil Lewis (L.A. Guns) | 10. Don't Cry - Spike (The Quireboys) |
| 5. Sweet Child Of Mine - Jizzy Pearl (Ratt & Love/Hate | 11. Patience - John Corabi |
| 6. Paradise City - Kory Clarke (Warrior Soul) | 12. Civil War - Christina Kartsonakis |
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Erklär mir doch mal einer den Sinn von Tribute-Alben. Also den wirklichen Sinn!
Der Name macht's zwar eigentlich schon deutlich, aber meistens geht es doch eher darum, einigen abgehalfterten Musikern noch mal ein Gnadenbrot zu erwirtschaften.
Anderseits - wenn der Eric Clapton ein Tribute-Album nach dem anderen veröffentlichen darf, warum nicht die hier versammelte Riege...
Wenn man die Liste der Sänger überfliegt, sind da durchaus klingende Namen dabei (zumindest unter den Bands). Nahezu alles Vorläufer, Mitschlurfer oder Nachzügler jener legendären Guns N'Roses. Die "Hausband" steht in nichts nach und hat sogar zwei Originalmitglieder unter sich! Dazu den langjährigen Ozzy-Drummer Randy Castillo; und der Bassist stammt von den Sleaze-Rockern BANG TANGO. Durchaus fähige Leute und so klingt es dann auch: Mehr oder weniger wie das Original.
Musikalisch tut sich somit wenig neues und die Songs kennt man ja sowieso von vorn bis hinten. Selbst dann, falls es jemand geben sollte der die Original-LPs nicht im Schrank hat.
Die Sänger sollen die Geschichte also spannend machen.
Steve Rachelle von TUFF gibt eine überzeugende Kopie der Axel W. Rose-Quäke. Na ja, der Castillo geht mir etwas mit seinem Getrommel auf den Geist, der Rest passt.
Fred Coury war seines Zeichens eigentlich der Drummer von CINDERELLA, hat aber bei denen schon immer hinter Tom Keifer fleißig und durchaus hörbar mitgesungen. Tja: Gut gesungen, aber It's So Easy gehört nicht wirklich zu den am schwersten zu singenden Liedern und den Drive der Vorlage schafft die Band auch nicht.
Ähnlich ergeht es Welcome To The Jungle. Die QUIET RIOT-Plärre Kevin DuBrow wäre auf einem AC/DC Tribute besser aufgehoben, aber man gewöhnt sich daran und am Schluss ist es ganz reizvoll.
Ich will jetzt nicht nur lästern und es ist ja auch ganz lustig, dieser Karaoke-Veranstaltung beizuwohnen und die Songs mal von jemand anderem zu hören - allein mir fehlt das Verständnis. Die Songs sind möglichst nahe am Original gehalten, womit jeder Aha-Effekt fehlt und zudem schneidet die Band im Vergleich, was die Power angeht, schlechter ab.
Weiter im Text: Etwas anderes als ein schlampig gesungenes My Michelle hätte man vom L.A. GUNS-Sänger Phil Lewis auch nicht erwartet. Da wird doch kein Alkohol im Spiel gewesen sein?
Ganz gut kommt RATT-Frontmann Jizzy Pearl durch Sweet Child Of Mine.
WARRIOR SOUL hatte ich, aus irgendeinem Grund, in guter Erinnerung, aber wenn ich Kory Clarke hier singen höre - mein lieber Mann, da fällt man aber aus allen Wolken. Entweder macht er einen auf Verarsche, oder er hing beim Einsingen an einer Herz-Lungen-Maschine. Dermaßen dünn und schwachbrüstig, da könnte ja selbst FASTER PUSSYCAT-Sänger Taime Downe dagegen glänzen. Den hat man uns hier allerdings erspart.
Die nächsten Songs folgen wieder dem gleichen Muster wie die ersten. Die Lichtblicke kommen gegen Ende. John Corabi (das war der, der bei MÖTLEY CRÜE singen konnte) hat sich zweier Songs aus dem Album "Lies" angenommen. Used To Love Her hat sogar mehr Schmiss als das Original, ein paar zusätzliche Verzierungen hat John untergebracht und er singt auch wirklich gut, ohne partout auf Axl-Kopie zu machen. Patience ergeht es ähnlich und man merkt wieder mal, wie gut diese Ballade eigentlich ist. Vielleicht die beste, die die Gunner gemacht haben - absolut würdig von John Corabi gesungen, auch wenn er den Schlusstext verkürzt.
Gewinner der Scheibe ist, ganz klar: Spike. Ich bin ja sowieso ein QUIREBOYS-Fan, aber umso skeptischer war ich. Mit seiner von Nikotin und Alkohol gezeichneten Stimme, verpasst er Don't Cry eine Rauheit, die dem Original vollkommen abgeht. Zudem klingt die Produktion, wenn auch nicht perfekt, nicht so aufgeblasen. Leider klimpert das nachträglich eingespielte Piano im Vordergrund. Hätte man dahin die Gitarren, die gut fetzen, gestellt, wäre eine richtig geile Nummer herausgekommen. Trotzdem: Das erste Mal, dass mir dieser Song gefällt!
Mein Lieblings GUNS N'ROSES Song kommt ganz am Ende. Leider kann die Christina Kartsonakis zwar ganz gut trällern, aber diesem Song wird sie einfach nicht gerecht. Bei so einem Thema gehört einfach eine gehörige Portion Aggressivität rein. Die bringen ein paar Einspielungen der Originalstimme nur bedingt, aber natürlich bleibt trotzdem ein genialer Song. Allerdings, wenn schon, dann im Original. Die Dame ist übrigens zusammen mit Fred Coury (s.o.) in der Band EEFCEE, deren Debütalbum vor kurzem erschien. Warum die Band auf dieser CD nicht vermerkt wird - keine Ahnung.
Ein Wort noch zum Booklet: Völlig unsinnig wird die Geschichte von GUNS N'ROSES noch mal heruntergebetet (als wenn jemand, der diese Scheibe kauft, das nicht alles wüsste!), statt dass man etwas Information über die hier beteiligten Musiker oder über die Aufnahmesessions rüberwachsen lässt. Na ja, vielleicht war's ja auch nicht sonderlich spektakulär. So wie das Ergebnis.
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