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| The Midnight Chase, GMR Music Group, 2012 |
| Mia Coldheart |
Vocals, Guitar |
| Ida Evileye |
Bass |
| Klara Force |
Guitar |
| Nicki Wicked |
Drums |
| Produziert von: Chips Kiesbye |
Länge: 45 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Crucifier | 7. Rock Me Like The Devil |
| 2. Shut Your Mouth | 8. Kid From The Upperclass |
| 3. Into The Fire | 9. The Midnight Chase |
| 4. Rules And Bones | 10. Count Me In |
| 5. Everything We Need | 11. Rise And Shine |
| 6. If I Hide |
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Wer in den letzten Jahren die Gastspielreisen von DORO, MOTÖRHEAD, WASP und SEPULTURA besucht hat, kam sicherlich auch in den Genuss dieses Schwedenhappens. Denn bei den genannten Bands durften die vier Rockerinnen schon die Crowd warmspielen. Bei uns im HoR haben sie leider bis auf ihr Debütalbum "In Distortion We Trust" und einer Erwähnung beim "Rock Hard 2007-Festivalbericht" keine weiteren Spuren hinterlassen. "Til Death Do Us Party" ging an uns genauso vorbei wie weitere Auftritte. Schade eigentlich, denn die vier Schwedinnen spielen eine richtig geile Mischung aus Sleeze, Glam und Hard Rock.
Komischerweise trauen wir machoverträumten Männer einer reinen Mädchenband nicht zwingend zu, dass sie auch richtig rocken und nach den Gesetzen der Rockmusik funktionieren können. Das sollte man aber gegenüber der gekreuzigten Barbara nicht zu laut äußern, es könnte sonst sein, dass die Damen genauso heftig reagieren wie in ihrer Musik. Auf "The Midnight Chase" lassen die vier es in bester Hardrockmanier krachen, geben den Songs schöne Hooklines, die sich gemeinsam mit Mia bestens mitgröhlen lassen, würzen ihre Songs mit extrem geilen Riffs und Solos und zeigen, dass man auch als Frauenband richtig "Arsch treten" kann. Stimmlich kann man es mit der deutschen Metalqueen DORO locker aufnehmen, dabei wirkt Mia insgesamt eine Stufe dreckiger als ihre Genrekollegin. Insgesamt geht der Scheibe auf die Länge der Zeit zwar leicht die Luft aus, aber das sei mal als Jammern auf hohem Niveau abgehakt, denn im Großen und Ganzen eignet sich diese Scheibe bestens für die nächste Open-Air-Party im anstehenden Sommer. Einziger richtiger Wehrmutstropen ist die Quotenballade Count Me In, die doch etwas gewollt wirkt und nicht zünden kann, was aber fast dann auch wieder egal ist, wenn man dafür mit einem Rausschmeißer wie Rise And Shine zum Ende beschenkt wird.
Play it loud!
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