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Danny Masters:

'Til The Moon Goes Away

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'Til The Moon Goes Away
'Til The Moon Goes Away, Hapi Skratch Records, 2000
Danny Masters Vocals, Guitar
Stone Cold Blues Band:
Michael Kleinman Guitar
Mike Marecak Bass
David Harms Drums
Gäste:
Kristen Lowe Background Vocals
Tami DePalma Background Vocals
Dan McGrew Guitar
Bill Janssen Tenor Saxophone
Tina Gugeler Hammered Dulcimer
Produziert von: Danny Masters Länge: 51 Min 04 Sek Medium: CD
1. The Gods Of War8. Isolation
2. Bad Heart Condition9. Red House
3. As The Years Goes Passing By10. Land Of The Free
4. Stone Cold Blues11. Stormy Monday
5. Baby, You're Too Late12. 'Til The Moon Goes Away
6. Mama Told Me So13. Around Midnight
7. A Matter Of Time

Danny Masters, hauptberuflich Gitarrist bei Bobby Barth's AXE, goes Blues.
Man hat seit einigen Jahren ein schlechtes Gefühl bei Bluesrock-CDs von so genannten Gitarrenhelden. Zu oft wird blutleeres, uninspiriertes, tausendfach gehörtes Gedudel geboten, oder die Protagonisten zerschmettern den Blues mit gnadenlos stupiden (Hard)Rock-Plattitüden.

"'Til The Moon Goes Away" erspart uns zum Glück dieserlei Getue. Natürlich, die Songs entsprechen nicht dem Mississippi Delta-Feeling und haben auch nicht den Sound der frühen Siebziger, als Peter Green noch bei Sinnen war und Muddy Waters, erfolglos aber genial, den Blues bereit machte für sein späteres Comeback mit Johnny Winter.
Danny spielt den Blues so modern, wie ihn ein Mensch spielt, der in den 80ern zur Musik kam. Das klingt manchmal etwas glatt, wie beim Gassenhauer Stormy Monday, manchmal etwas überflüssig, wie beim Gassenhauer #2 Red House (wer spielt das eigentlich nicht), aber zum allergrößten Teil ist es eine feine Melange aus Rock und Blues, so wie man das heute spielen muss, kann und darf.

Das schönste Beispiel für Danny's Gespür für echten Blues ist die Ballade 'Til The Moon Goes Away. Ein auf einfache Akustikgitarre reduzierter, traditioneller Song. Nicht mehr, nicht weniger. Das packt einen an.

Auffallend ist seine hohe, klare Stimme, die oft ins soulige driftet. Das gibt den modernen Gitarrensounds einen schön altmodischen Anstrich.
Die begleitende STONE COLD BLUES BAND macht einen absolut soliden Job, erlaubt sich keine unpassenden Soloausflüge und gibt den Songs den nötigen Drive.
Auffälliger sind die Gastmusiker. Die stechen immer wieder heraus. Sei es per Sax-Solo, oder via weiblichem Background Gesang.

Die heftigeren Nummern sind in der Unterzahl, Stone Cold Blues, Mama Told Me So (wo der - von Leuten wie Pat Travers beeinflusste - Hardrocker zum Vorschein kommt), der Ohrwurm A Matter Of Time, ebenfalls aus der Abteilung Travers/Derringer, nur frischer, und natürlich das tolle Land Of The Free. Ein hart rockender, leider nur dreiminütiger, Abgehsong. Dabei habe ich immer Ted Nugent im Hinterkopf.

Der Rest ist schöner Blues, manchmal sogar etwas jazzig, meistens aber traditionell, mit den genannten Soul Anklängen.
Der einzige Ausfall ist der wirklich langweilige Rausschmeißer Around Midnight.

Für Leute, die Gary Moore langweilig finden, eigentlich aber auf diese Art von Musik stehen, ist Danny Masters eine tolle Alternative. Für mich zum Beispiel...

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 09.04.2002

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