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| Dierks Bentley, Capitol Records Nashville, 2003 |
| Dierks Bentley |
Lead Vocals |
| Steve Brewster |
Drums |
| Steven Sheehan, Bran Sutton, Del McCoury |
Acoustic Guitars |
| J.T. Corenflos, James Mitchell |
Electric Guitars |
| Jimmy Carter, Mike Bub |
Bass |
| Glen Duncan, Shad Cobb, Jason Carter |
Fiddle |
| Mike Johnson, Russ Pahl, Rusty Danmyer |
Steel Guitar |
| Randy Kohrs, Mike Johnson |
Dobro |
| Bryan Sutton, Russ Pahl, Rob McCoury |
Banjo |
| Bryan Sutton, Ronnie McCoury |
Mandolin |
| Terry Eldredge, Russell Terrell, Wes Hightower, Lona Heins, Del McCoury, Ronnie McCoury |
Background Vocals |
| Produziert von: Brett Beavers |
Länge: 46 Min 17 Sek |
Medium: CD |
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| 1. What Was I Thinkin' (4:20) | 8. My Love Will Follow You (3:21) |
| 2. Wish It Would Break (3:43) | 9. How Am I Doin' (3:47) |
| 3. Forget About You (3:03) | 10. Distant Shore (3:06) |
| 4. I Can Only Think Of One (3:56) | 11. I Bought The Shoes(3:26) |
| 5. My Last Name (3:30) | 12. Whiskey Tears (3:30) |
| 6. Bartenders, etc. (2:47) | 13. Train Travellin' (4:38) |
| 7. Is Anybody Loving You These Days (3:23) | |
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Eine der großen Entdeckungen des Jahres 2003, die ich unserer geliebten HoR-(New-)Country-Leserschaft nicht vorenthalten möchte, ist sicherlich Dierks Bentley.
Der blasse Lockenkopf sieht zwar aus wie eine Milchschnitte und würde sich rein äußerlich wohl eher als Werbeträger für Kinderschokolade eignen, als ein Typ, der im harten Nashville-Musik-Business Fuß fassen möchte. Aber Hut ab, was der Junge da bei seinem Auftaktwerk abliefert, kann man schon als ,erste Sahne' bezeichnen.
Beindruckend, wie Dierks es trotz relativ konservativ ausgerichtetem Stil schafft, den Songs eine zeitgemäße Würze zu verpassen.
Gründe für das Meistern des Balanceaktes zwischen neu und alt gibt es einige: Seine Stimme besitzt eine angenehm raue Wärme und ähnlich einem guten Tropfen schon viel Reife.
Capitol Records stellte dem Burschen mit Brett Beavers einen erfahrenen Musiker, Songwriter und Produzenten an die Seite und ließ die beiden ohne Druck ihr Menü zusammenstellen. So verwenden Beavers und Bentley in ihren Texten zwar alle genretypischen Klischees, schaffen es aber mit einem Schuss Selbstironie und der einen oder anderen klug gesetzten Pointe, jegliche Gefahr von fadem Beigeschmack aus den Stücken fernzuhalten.
Frei nach dem Spruch, dass zu viele Köche oftmals den Brei verderben, wurde hier der Kreis der Studiomusiker, deren Namen man auch nicht ganz so häufig in den Booklets der Szene findet, relativ klein gehalten (ja ja, nur so ungefähr 20...). Allen voran der überragend spielende Bryan Sutton, der im Stile eines Fünf-Sterne-Maitres seine instrumentalen Delikatessen frisch und stimulierend zelebriert.
So fällt es mir sichtlich schwer irgendwelche Songs herauszuheben. Irgendwie passt eine Zutat zur anderen. Stark natürlich der fetzige Opener What Was I Thinkin' mit tollem Dobrosolo, das auch relativ schnell zum Chartbreaker avancierte.
Ob Balladen wie Wish It Would Break, Distant Shore oder Whiskey Tears oder Uptempo-Nummern der Sorte Forget About You oder das spaßige Bartenders..., mit seinem lebhaften Honky-Tonk faszinieren schon nach dem ersten Probe-Happen. Und so serviert der junge Bursche auch das abschließende Bluegrass-Dessert mit der Del McCoury Band sehr peppig.
Alles in allem ein leckeres (New-)Country-Festmahl in dreizehn Gängen, ein wirklicher musikalischer Gaumenschmaus. Und sind wir doch mal ehrlich: Irgendwie schmecken Bier, Whiskey und Spareribs doch besser als Milch und Schokolade, oder nicht?
Zu bestellen, wie immer, bei unseren (New-)Country-Gourmets von Bärchen Records.
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