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Rebel Souls

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Rebel Souls
Rebel Souls, Phoenix Records, 2005
Bruce Brookshire Vocals, Guitar, Dobro
Eddie Stone Keyboards, Vocals
Daniel Bud Ford Bass, Vocals
John T. Samuelson Guitar, Vocals
Danny 'Cadillac' Lastinger Drums
Gäste:
Ron Pierce Harmonica
Rob Walker Acoustic Slide Guitar
Produziert von: Bruce Brookshire Länge: 48 Min 42 Sek Medium: CD
1. Run For Your Life [Lennon/McCartney] (originally recorded by The Beatles in 1965)6. Melissa [Gregg Allman] (The Allman Brothers Band, 1970)
2. Fire On The Mountain [George McCorkle] (Marshall Tucker Band, 1975)7. Statesboro Blues [Willie McTell] (Taj Mahal, 1967)
3. Corinna [J.E. Davis, III] (Tay Mahal, 1968)8. Heard It In A Love Song [Toy Caldwell] (Marshall Tucker Band, 1977)
4. Midnight Rider [Gregg Allman] (The Allman Brothers Band, 1970)9. The Ballad Of Curtus Loew [Collins/Van Zant] (Lynyrd Skynyrd, 1974)
5. One After 909 [Lennon/McCartney] (The Beatles, 1969)10. Bad Company [Paul Rodgers] (Bad Company, 1974)


PRÄSENTIERT:

13.07.06, REICHENBACH, Die Halle (mit LIZARD)
14.07.06, VERVIERS (B), Spirit of 66
15.07.06, UNNA, Lindenbrauerei (mit MODERATE PACE)
16.07.06, HAMBURG, Harley Days
17.07.06, LÜBECK, Funambules
18.07.06, LORSCH, Rex
19.07.06, ASCHAFFENBURG, Colos-Saal (mit LIZARD)
20.07.06, NÜRNBERG, Hirsch (mit LIZARD)
21.07.06, BERLIN-JÜTERBORG, BTBW Harley Jamboree (Open Air)
22.07.06, HANNOVER-ISERNHAGEN, Blues Garage
23.07.06, HAMBURG, Rock'n'Roll Warehouse

Lieber Freund und Glaubensverfechter Bruce Brookshire, für dieses Album hattest Du sicherlich Gründe. Im, freundlich ausgedrückt übersichtlichen, Booklet schreibst Du "These recordings are our tribute to these artists who are each 'Rebel Souls' in their own right." Lassen wir das gelten. Aber es muss Dir schon bewusst sein, dass "Rebel Souls" ein paar Deiner Fans möglicherweise vor den Kopf stoßen wird. Die warten nämlich händeringend auf heulende Gitarren von links und rechts und auf den großen Shouter Bruce Brookshire, nicht unbedingt auf ein weiteres Cover-Album mit sattsam bekannten Songs aus der Rockgeschichte. Dir, Bruce, will ich an dieser Stelle sagen, dass es mir persönlich vollkommen egal ist, ob Du Dixie auf dem Kamm bläst oder die x-te Version des Statesboro Blues zu Gehör bringst, und den an diesem Album interessierten Lesern sage ich: "Rebel Souls" ist ein wunderschönes Album geworden!

10 Songs plus Amazing Grace zum Schluss, allesamt aus den Jahren 1965 bis 1977 (außer Amazing Grace natürlich, das hat John Newton, der im übertragenen Sinne möglicherweise als Seelenverwandter von Bruce bezeichnet werden kann, bereits 1779 verfasst) und es ist sicher kein Zufall, dass genau diese 12 Jahre auf dieser Platte abgedeckt werden. Sind sie nicht die vielleicht wichtigsten, kreativsten und prägendsten für die Rockmusik gewesen?
Ob die ausgewählten Nummern dem Anspruch der Wichtigkeit genügen und wirklich so einflussreich für die Welt gewesen sind, oder "nur" einen nachhaltigen Eindruck auf B.B. gemacht haben, sei dahingestellt. Den erstens ist nur wichtig was man selbst mag und zweitens muss ein Künstler viel Mut und Können aufbringen, sich im Jahr 2006 ohne Peinlichkeit und üblen Geruch der Abzocke an solche Lieder heranzumachen. Selbstverständlich ist es kreativer, wenn auf einer CD eigene Kreationen enthalten sind, ABER: Wer eine solche Sammlung ohne Widerwärtigkeiten interpretieren kann (siehe bitte Ozzy Osbourne mit seiner aktuellen Publikumsverarschung "Under Cover"), ist auf seine Weise ohne jeden Zweifel kreativ.

Eine neue Hymne haben DOC HOLLIDAY sicherlich mit Bad Company von, natürlich, BAD COMPANY im Repertoire. Nach zähem Beginn folgt eine unglaubliche Guitarbattle, die keinem Southern-Klassiker nachsteht. Das möchten wir bitte bei der nächsten Tour in voller Lautstärke hören! Die Lautstärke ist auf "Rebel Souls" nämlich insgesamt deutlich heruntergefahren. Viele akustische Gitarren, kein Hardrock der Marke Last Ride, dafür entspannte Musik für einen sonnigen Abend auf der Veranda mit Grill und Bier. Nicht der schlechteste Platz, oder?
THE BEATLES, THE ALLMAN BROTHERS BAND und LYNYRD SKYNYRD gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Bands überhaupt. Nur folgerichtig, dass denen gehuldigt wird. Melissa beispielsweise ist zum Heulen schön gelungen, The Ballad Of Curtis Loew ist die perfekte Alternative zu den sonst üblichen SKYNYRD-Tributes, John Lennon hat ausschließlich bedeutende Songs geschrieben - McCartney davon profitiert - und es spielt praktisch keine Rolle, welchen man für ein solches Projekt auswählt. DOC HOLLIDAY gebührt ein großes THANK YOU für die geschmackvolle Umsetzung all dieser Perlen, auch wenn ganz bestimmt der eine oder andere Fan leicht enttäuscht etwas von gepflegter Langeweile brummeln wird.

Schön auch, dass Rob Walker (STILLWATER) mal wieder als Gast zu hören ist. Der spielt eine tolle akustische Slide und unterstreicht den Gesamteindruck dieser CD: Keinesfalls eine spektakuläre Angelegenheit, ein intimes, beinahe privates Album, organisch, gut produziert, überragend gespielt und gesungen.

Zum Schluss, lieber Bruce, noch eines. Einmal noch gibst Du uns den Rocker, ja? Auf der nächsten Platte mit neuen, eigenen Songs, die so richtig knallen. Bitte!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 13.02.2006

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