| Krachmaschine, Teuton Records, 2005 |
| Henny Wolter | Gesang, Gitarre |
| Ole Hempelmann | Gesang, Bass |
| Curt Dörnberg | Schlagzeug |
| Produziert von: Henny Wolter |
Länge: 44 Min 29 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Sie muss weg | 7. Meine Gedanken |
| 2. Ich Godzilla (Du New York) | 8. Weil ich Bock drauf hab |
| 3. Der Hammer | 9. Augen zu |
| 4. Kein Gesicht | 10. Heroin |
| 5. Krachmaschine | 11. Guerilla Mädchen |
| 6. 10 kg negativ | 12. Kalaschnikow |
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Harter Rock und deutsche Texte hat eigentlich schon immer recht gut zusammengepasst. Dabei haben in den letzten Jahren die
Neue Deutsche Härte mit ihren Elektroeinflüssen und Deutsch-Punk, beziehungsweise was alles so dafür gehalten wird wenig
Raum für schlichten, bodenständigen Rock 'n' Roll mit Ecken und Kanten gelassen.
Um so erfreulicher, wenn dann aus heiterem Himmel eine Band wie DONNERKOPF auftaucht um das verwaiste Erbe von Legenden
wie BAUR, GARN & DYKE, FRANZ K, ZELTINGER, BEL AMI, BRESLAU, K.O., LÜDE & DIE ASTROS und wie sie alle heißen
anzutreten.
Ein Vergleich mit diesen verdienten Vertretern deutscher Rockgeschichte muss sich allerdings auf den kleinsten gemeinsamen
Nenner 'deutsche Texte' und 'harter Rock im Sinne des zu den jeweiligen Hochzeiten der Bands herrschenden Zeitgeists'
beschränken. Eigentlich versteht es sich von selbst, dass DONNERKOPF anno 2005 ein ganz anderes Pfund wuchten, als
beispielsweise MORGENROT Anfang der Achtziger.
Am ehesten lassen sich DONNERKOPF stilistisch mit einer explosiven Mischung aus
MOTÖRHEAD, THE ALMIGHTY und THUNDERHEAD
vergleichen, die vor allem live hervorragend funktionieren müsste.
THUNDERHEAD? DONNERKOPF? Herzlichen Glückwunsch! Der Kandidat hat 99 Punkte. Die treibende Kraft hinter DONNERKOPF sind
tatsächlich die beiden ehemaligen THUNDERHEAD-Musiker Henny Wolter und Ole Hempelmann. (Anm: Mittlerweile ist mit Alex
Scoti (Schlagzeug) auch der dritte Ehemalige in die Band eingestiegen).
Nach Henny Wolters SINNER-/
PRIMAL FEAR-Intermezzo erfolgt nun also die
Rückbesinnung auf die eigenen Wurzeln und dadurch, dass Ole und Henny sich selbst um den Gesang kümmern und die Texte in
deutsch sind, gleichzeitig der Schritt in die Zukunft.
"Krachmaschine" - der Titel des Albums ist Programm und es lebt von der Ästetik, dass Rock 'n' Roll etwas mit Spaß, aber
auch mit Aufruhr und Schmutz zu tun hat. DONNERKOPF sind gefährlich, roh, wild, ungezügelt und agressiv. Kurz: Eine Band
vor der uns unsere Eltern gewarnt hätten.
Wir aber, die einst für lange Haare und enge Jeans kämpfen mussten, sollten "Krachmaschine" zu unserem Werkzeug machen, um
denen die uns nachfolgen aufzuzeigen, dass man sein Leben nicht unbedingt als frustrieter Kopfsockenträger oder pöbelnd in
Schlabberhosen fristen muss.
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