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| Poem without rhyme, Goodlife (Eigenproduktion, Demo), 2002 |
| Dominic Martin | Lead vocals |
| Thorsten Unger | Bass, Vocals |
| Alexander Weiss | Keyboards, Vocals |
| Björn Martin | Guitars, Vocals |
| Roman Schmidt | Drums, No vocals |
| Produziert von: Marcus Rutz |
Länge: 22 Min 10 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Poem Without Rhyme | 3. Impression |
| 2. Warring minds | |
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Manche Bands machen es den Kritikern auch wirklich einfach. Das ansprechende Cover könnte durchaus auch von FATES
WARNING oder RUSH stammen. Drei Songs, jeder über sieben Minuten lang und mit Titeln wie Impression oder Poem
without rhyme und auch der Bandname DRAMATIC IRONY und die Instrumentierung verstärken den Verdacht. Das ist
vermutlich weder Bluesrock, noch Country oder gar Reggae, sondern mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
Progressive Rock oder Metal.
Siehe da, auf die Newcomer aus der Pfalz ist Verlass. DRAMATIC IRONY setzen stilistisch da an, wo DREAM THEATER leider
Gottes vor zehn Jahren mit "Images and words" aufhörten.
Schon mit dem Opener Poem without rhyme lassen DRAMATIC IRONY Merkmale aufblitzen, die zu meinem großen Bedauern
bei den amerikanischen Proggöttern wohl endgültig der Vergangenheit angehören.
Verdammt! Das ist ja trotz aller
Komplexität ein echter Song, mit nachvollziehbarem Aufbau. Klar, ein paar mal hören muss man das Ding schon, bis es
einem richtig reinläuft, aber wir haben hier ja auch keinen stumpfen 4/4-Riffrock. Trotzdem ist die Komposition auch
ohne Musikstudium und gleichzeitigem Verfolgen in der Partitur nachvollziehbar.
Okay, kommen wir mal wieder auf den Boden der Tatsachen. Natürlich sind DREAM THEATER auch heute noch eine der
genialsten und innovativsten Bands dieses Erdballs. Genauso klar ist, dass man einem Newcomer wie DRAMATIC IRONY keinen
all zu großen Gefallen tut, wenn man sie (jetzt schon) mit den Größten der Großen auf eine Stufe stellt. Wir müssen,
glaube ich, auch nicht weiter diskutieren, dass die Herren Portnoy, Myung, LaBrie, Petrucci und Rudess in einer ganz
anderen Liga spielen, wie die Brüder Martin, Unger, Weiß und Schmidt.
Trotzdem steht für mich außer Frage, dass DRAMATIC IRONY - übrigens, die beiden anderen Songs sind auch richtig gut -
das Zeug dazu haben, richtig groß in Progkreisen rauszukommen. Zumindest bei denen, die so wie ich, immer noch auf
"Images and words" schwören oder auf Bands wie ENCHANT oder EVERON abfahren.
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