| Force, Mausoleum Records, 2004 |
| Scott Featherstone | Vocals |
| Roman Singleton | Guitars |
| Joey Paciolla | Bass |
| Jeff Daley | Drums |
| Produzent: Neil Kernon |
Länge: 53 Min 22 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Time to go | 7. Hole in the head |
| 2. Messed up son | 8. Clearer |
| 3. Anything | 9. Withstand |
| 4. Secrets | 10. The sky is falling |
| 5. Bleed | 11. Gun |
| 6. Not alone | |
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Mir ist schon lange kein Album mehr wie "Force" von ENERTIA zwischen die Finger geraten, dass so charakteristisch für
das einsteht, was man heute gemein hin als Underground-Metal bezeichnet.
Es ist auch keine Überraschung, dass dieses Album von einer Band aus den USA stammt, einem Land in dem traditioneller
Heavy Metal mittlerweile ein kärgliches Schattendasein fristet und weitestgehend frei von europäischen Modeströmungen
altbekannte Einflussgrößen aufarbeitet.
So klingen ENERTIA über weite Strecken was das Riffing angeht wie frühe
METALLICA. Unüberhörbar hat man die Tempo- und
Stimmungswechsel früher IRON MAIDEN- oder
DIAMOND HEAD-Alben wie ein trockener Schwamm
in sich aufgesogen und vermischt das Ganze mit den Markenzeichen des US-Metals der Achtziger.
Die leicht angedeutete progressive Verspieltheit erinnert in Kombination mit der rohen Aggressivität an SANCTUARY
beziehungsweise deren Nachfolger NEVERMORE.
"Force" ist so herrlich altbacken, dass es in diesem Jahrtausend wie ein längst überlebter skuriler Anachronismus
wirkt. Gerade daraus aber schöpft das Album seinen nicht weg zu diskutierenden Charme. Es ist wie eine Zeitreise
zurück in ein längst vergessenes Jahrzehnt und dafür wird diese Band geliebt werden.
Natürlich ist dies nur Musik für einen kleinen handverlesenen Zirkel von Metal-Fans, der die Urwüchsigkeit und
Schroffheit der Songs, ihre Sperrig- und Widerborstigkeit zum Idealzustand erklärt und auch heute noch nach dem
Wahlspruch 'Heavy Metal or no Metal at all' lebt. Jene Klientel, die sich magisch von Festivals wie dem 'Keep it true'
angzogen fühlt um dort obskuren Szenenikonen einer längst vergessenen Zeit zu huldigen, die nie die Wertschätzung auf
breiter Basis erfuhren, die ihnen eigentlich zugestanden hätte.
Für diese Zielgruppe ist "Force" ein Hoffnungsfunke in einer trüben Zeit, in der sich der ursprüngliche Heavy Metal
weit von seinen eigentlichen Wurzeln entfernt und sich anderen Stilarten bereitwillig geöffnet hat. Die alten Helden
von damals werden schließlich auch nicht jünger und Nachschub in Form von neuen und unverbrauchten Bands hat noch
keiner Szene geschadet - nicht einmal einer durch und durch erzkonservativen
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