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Eric Andersen:

Sweet Surprise

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Cover Sweet Surprise
Sweet Surprise, Arista, 1976
Eric AndersenAkustik Gitarre
diverse Musikeran diversen Instrumenten
Produzent: Tom Sellers Länge: 34 Min 59 Sek Medium: LP
1. Lost in a Song (2:49)5. Sweet Surprise (6:11)
2. How it goes (6:00)6. Down at the Cantina (4:31)
3. Dreams of Mexico (3:52)7. Crazy River (3:45)
4. San Diego Serenade (3:50)8. Love will meet again (4:63)

Ein Jahr nach "Be true to You" wurde "Sweet Surprise" eingespielt. Es ist deutlich besser als der Vorgänger, es gibt zwar Streichinstrumente in der Begleitung, aber deutlich weniger, was auch für die Backgroundvocals gilt. Eric Andersen steht als Mitarrangeur auf dem Cover, was dies wohl erklärt.
Schlagzeug und Gitarren sind besser zu hören, wie es sich einfach gehört.

"Lost in a Song" ist ein ruhiges Lied, nicht überragend, aber nett zu hören.
Die Nummer zwei, "How it goes", ist richtig schnell, mit Akustik, Pedal-Steel, Piano, folk-rockig.

Dass es "Dreams of Mexico" nicht zum Hit geschafft hat, mag man, selbst wenn man es heute erst hört, kaum glauben. Hätte es John Denver aufgenommen und als Single ausgekoppelt, es wäre ein Welthit geworden. Eine helle und doch sehr warme E-Gitarre (mit den Finger gezupft) spielt fast im Kanon eine Gegenstimme zu E.A.s Stimme, die eine Ohrwurmmelodie singt. Der Refrain ist kommerziell, aber nicht schnulzig. Das Solo bestreiten Akustik und E gemeinsam. Das Lied erinnert an Jackson Brownes The Pretender, das später kam.
Kein Frage, dass es das Beste der LP ist.

Zurück in die Pianobar führt uns "San Diego Serenade". Ab der zweiten Strophe bekämpfen Sax und Pedal-Steel die Streicher, aber ganz schaffen sie es nicht, diese zu unterdrücken. E-Gitarre und Saxofon wechseln sich beim Solo ab, alles ganz nett anzuhören.

Mit dem Titelsong "Sweet Surprise" wird die zweite Seite eröffnet. Wir hören eine richtige Folkband mit E-Gitarre als Begleitung, Pedal-Steel, E-Solo, Piano, Schlagzeug und keine Streicher. Ein rundum gelungenes Lied.

Der Titel stimmt schon auf Mexico ein ("Down at the Cantina"), auch wenn die Akustiks nur leicht mexikanisch angehaucht sind. Ganz dezent bringen sich Piano und Akkordeon ein, die Akustiks spielen die Hauptrolle, zwar keine herausragenden Riffs, aber angenehme Melodien. Dies kann nur ein Liebeslied sein.

Die gezupfte Akustik eröffnett "Crazy River", ein langsames Lied. Im Refrain unterstützen Pedal-Steel und Piano. Auch der Bass ist gut zu hören. Ein etwas schnellerer Mittelteil, begleitet vom Gegenschlag der E-Gitarre, verleitet zum Mitwippen, bis das Tempo im Refrain wieder herausgenommen wird.

Mit "Love will meet again", einer Ballade endet das Album. Sie wird von der typischen Akustik begleitet, die aber laut Cover Jennifer Condes spielt und sie singt auch im Refrain mit. Ein Cello vertritt den Bass, das Fender Rhodes ist im Refrain zu hören. Sehr schön.

"Sweet Surprise" ist nach "Be true to You" eine deutliche Steigerung. Wem "Blue River" gefällt, der wird auch an diesem Album seine Freude haben.

Werner Saumweber (Impressum, Artikelliste), 3. März 2001

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