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| Songs From The Road, Ruf Records, 2012 |
| Erja Lyytinen |
Vocals, Guitar |
| Davide Floreno |
Guitar, Backing Vocals |
| Roger Inniss |
Bass, Backing Vocals |
| Miri Miettinen |
Drums, Backing Vocals |
| Produziert von: Erja Lyytinen und Davide Floreno |
Länge: CD: 74 Min 38 Sek DVD: etwa 80 Min |
Medium: CD/DVD |
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| 1. The Road Leading Home | 9. Not A Good Girl |
| 2. Voracious Love | 10. Steamy Windows |
| 3. Don't Let A Good Woman Down | 11. No Place Like Home |
| 4. Crowes At Your Door (nur DVD) | 12. Crossroads |
| 5. Mississippi Callin' (nur DVD) | 13. Skinny Girl |
| 6. Everything's Fine | 14. Oil And Water |
| 7. Grip Of The Blues | 15. Soul Of Man |
| 8. Can't Fall In Love |
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Wer als Bluesmusiker in einem roten Petticoat auf die Bühne kommt und in seinem Namen fast so viele 'Y' hat wie LYNYRD SKYNYRD kann kein schlechter Mensch sein, oder? Nun spielt Erja auch keinen astreinen, schulbuchmäßigen Blues; sie flicht Elemente aus dem Pop und Jazz ein und serviert so ein abwechslungsreiches Menü für den, der gerne aus den 12 Takten ausbricht.
2011 im Savoy Theater in Helsinki aufgenommen und in Ruf's Reihe "Songs From The Road" veröffentlicht, bietet Erja hier hauptsächlich Songs Ihres Album "Voracious Love", aber eben in Live Umgebung, was den Songs und vor allem Davide Floreno zu Gute kommt, darf er doch bei Not A Good Girl zeigen, was er als Solo Guitarman drauf hat - und man muss ihm zugestehen, dass er Erja nicht nachsteht. Sollten Sie öfters einbringen, so ein Doppio. Denn auch Erjas Solo hier gehört mit zum Besten auf der CD/DVD. Ihr Slide Spiel (hier und bei den zahlreichen anderen Tracks, wo sie den 'Flaschenhals' über den kleinen Finger streift) ist sehr solide und einfühlsam; allerdings 'sticht' oder 'beißt' ihre Gitarre nicht. Auch in den wilden Momenten ist das alles sehr stimmig und wohlerzogen - das Publikum sitzt und genießt. Da Feedback Orgien aber nicht immer Freude bereiten, ist das hier eine CD anytime, anywhere, any place.
Einige Fremdkompositionen sind auch dabei, notabene Steamy Windows vom alten Swamper Tony Joe White; und … sagen wir mal so: bei Tony waren die Fenster schon eher beschlagen, und bei Tina Turner eh'. Das ist dann hier doch ein kleines bisschen zu brav, aber die Slide entschädigt für vieles, und wir sind ja nicht in einer Peep Show. Aber insofern passt der Higschool Petticoat schon eher zu Erja als zerrissene Jeans. Dennoch - wenn die Band dann das Tempo zurücknimmt, und Erja zu schwülen Slide Licks die Story von den Vorgängen im Auto erzählt, und da so am Mikro … ähem; und dann noch kurz "Like A Virigin …". Sehr nett.
Gut auch der kurze Akustikblues No Pla ce Like Home (und naja, es gibt schon einen anderen Platz als Helsinki, Finnland, Erja, um ehrlich zu sein). Robert Johnsons Crossroads geht nahtlos in Skinny Girl und einem Bad Marsch durchs Publikum über; gesittet bleiben sie sitzen, die Finnen; aber Erja stiefelt die Treppe zur Empore rauf, Bein auf die Balustrade und feuert eine Slide Breitseite ab - alles wirklich sehr gut, die Band steigt voll ein, und wir haben eine weiteres Highlight. Apropos Band - die steht stabil da und ist gut aufeinander eingespielt - auch hier ist die Musik ohne Fehl und Tadel.
Das Doppelpack CD/DVD lohnt den Kauf, denn wenn Erja und die Lyytiner auch keine Showband sind, ist das hübsch anzusehen und gibt einem ein gutes Bild der Bluesmusikerin Erja Lyytinen. Jetzt noch so einen richtigen, 'eigenen' Bluestrack der sie in die größere Öffentlichkeit katapultiert, und die Welt ist um zwei gute Y-Chromosomen reicher. Da sie am siebten Tages eines siebten Monats geboren wurde, musste sie ja Bluesmusikerin werden - jetzt sei ihr der Erfolg gegönnt.
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