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Frank Carillo

Bad Out There

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Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

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Bad Out There
Bad Out There, Jezebel Records, 2004
Frank Carillo Electric, Acoustic & Slide Guitars, Vocals, Harmonica, Baldwin Fun Machine, Tanpura
Karl Allweier Upright & Electric Bass
Norman Del Tufo Percussion
Eddie Seville Drums
Gäste:
Chris Cubeta Additional Guitar, Piano, Backing Vocals, Bass & Drums
Tony Novarro Additional Acoustic Guitar (Delilah)
John O'Reilly Drums (Wrong #)
Paul Orofino Banjo (Wrong #)
Produziert von: Frank Carillo & Paul Orofino Länge: 51 Min 29 Sek Medium: CD
1. Bad Out There8. Blame All My Trozbles On The Moon
2. Red Queen9. Wrong #
3. Chapel Street10. With Her Pajamas On
4. Last Plane11. The Bluebird Is Gone
5. Watcha Gonna Do (When The Levee Breaks)12. All In Chains
6. Just A Photograph13. Delilah
7. Tail That Wagged The Dog14. If You Don't

Hier aufzuzählen, mit wem Frank Carillo seit mehr als 30 Jahren aufgenommen hat oder aufgetreten ist, wäre pure Platzverschwendung. Es sind Legionen ganz großer Namen. Sucht Euch die Infos bitte selbst zusammen, zum Beispiel im All Music Guide oder auf Franks Homepage.
Die Plattenveröffentlichungen unter eigenem Namen lassen sich seltsamerweise an einer Hand abzählen und seine aktuelle Band FRANK CARILLO AND THE BANDOLEROS gibt jetzt ihr Debut.
Erwähnen muss man allerdings, an welche Zielgruppe "Bad Out There" gerichtet ist. Just to name a few: Freunde von LITTLE FEAT, Sonny Landreth, Joe Grushecky, Tom Petty, John Mellencamp oder Bruce Springsteen und natürlich Bob Dylan müssen jetzt aufmerken.

Bei den genannten Namen sind nur zwei dabei, die im Jahr 2005 noch für nennenswerte kreative Ergüsse in Frage kommen - Grushecky und Landreth. Die anderen sind Vergangenheit, und auch wenn es wieder einmal zu lautem Wutgeschrei führt, Springsteens Genialität ist seit vielen Jahren in seinem kommerziellen Erfolg begründet und nicht in seinen Songs und Tom Petty hat seit Ewigkeiten nichts außer gepflegter Langeweile zustande gebracht.
Diese Lücke füllt Frank Carillo mit seiner CD, mehr noch, er drängt mit "Bad Out There" einige Fossile für den Moment ganz weit nach hinten. Für den Moment, weil zu bezweifeln ist, dass ihm der Erfolg so lacht, dass er für immer mietfrei im Heartland-Roots-Americana-Himmel wohnen darf. Wahrscheinlich werden ihm einmal mehr nur die Kenner und Musiker Beifall spenden, die große Kohle wird wieder bei der nächsten Stadiontour eines hemdsärmeligen Möchtegernarbeiters gemacht werden. Doch auch vollbesetzte Fußballarenen können irren! [Der Kritiker hingegen nie...]

Ob elektrisch gerockt wird oder akustisch gebluest, ob Songperlen aus der ganz großen Americana-Schule oder folkiges Liedgut zum (intensiven!) Zuhören kredenzt werden, Frank Carillo hat sage und schreibe 14 Highlights geschaffen, die er mit brüchiger Stimme, grandioser Gitarre, wunderbar zurückhaltender Band und lange nicht mehr gehörter Intensität dem Musikfreund anbietet.
Man darf gespannt sein, was Magazine wie der Rolling Stone zu diesem Meisterwerk sagen werden, vermutlich ist Carillo einfach zu alt und zu traditionell (im positivsten Sinne), um die Jäger des verschollenen Liedguts aus ihren feuchten Ryan-Adams-Träumen zu reißen. Dabei kann dieser Mann (den LED ZEPPELIN als Support haben wollten, was an sich eine Sensation ist, denn Zep ließen auf ihren U.S.-Tourneen nie jemanden vor sich auf die Bühne), all das, was die meisten Jungspunde nur erahnen lassen: Melodie mit handfester Musik und riesigem Aufmerksamkeitsfaktor verbinden.

"Bad Out There" ist ein Roots-Referenzwerk für die nächsten Jahre!

Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 07.06.2005

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