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| Land Of The Crimson Dawn, SPV, 2012 |
| Chris Bay |
Vocals, Guitar |
| Lars Rettkowitz |
Guitars, Backing Vocals |
| Samy Saemann |
Bass, Backing Vocals |
| Klaus Sperling |
Drums, Backing Vocals |
| Produziert von: Chris Bay,Stephan Ernst |
Länge: 63 Min 05 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Age Of The Phoenix | 8. Valley Of Kingdom |
| 2. Rockstars | 9. Killer Gear |
| 3. Crimson Dawn | 10. Rockin' Radio |
| 4. 66 Warriors | 11. Terra Liberty |
| 5. Back Into The Land Of Light | 12. Eternity |
| 6. Sun In The Dark | 13. Space Legends |
| 7. Hero On Video | 14. Power & Glory |
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FREEDOM CALL gehören für mich zu der Spezies Band, die irgendwie nicht richtig wahrgenommen werden. Der Dunstkreis in dem sie sich musikalisch bewegen ist einfach von anderen, größeren Namen belegt. HELLOWEEN, GAMMA RAY, IRON SAVIOUR (um nur mal ein paar Bands zu nennen, die man mit der fränkischen Rasselbande in Verbindung bringen kann) schwirren in ihrem eigenen Kosmos und es ist schwer, in diesen einzudringen.
Das erste Mal wurde ich von FREEDOM CALL beim PINK CREAM 69-Gig in der Zeche Bochum vor einigen Jahren überrumpelt, und es gelang dem sympathischen Quartett, mehr Alarm in der Zeche zu verbreiten als der nachfolgende Hauptact. Das hatte schwer Eindruck auf mich gemacht. Das zweite Mal begegneten wir uns wieder in der Zeche, diesmal im Vorprogramm zu GAMMA RAY und wieder konnte man einiges an Applaus einfahren, musste sich dem Hauptact an dem Abend aber doch geschlagen geben.
Dabei hat FREEDOM CALL alles, was die anderen Bands auch haben: sehr versierte Musiker, einen sympathischen (und für die Frauenwelt auch attraktiven) Frontmann, Melodien, die trotz der Geschwindigkeit im Ohr kleben bleiben, eine Liveperformance, die nicht von schlechten Eltern ist - bleibt die Frage nach dem Warum! Ist es der breiten Masse an Metalhörern dann doch zu kitschig? Zu eintönig? Oder einfach doch nicht packend genug?
Sagen wir's mal so: Einen Kai Hansen hat halt nicht jeder in seiner Band und der macht im direkten Vergleich schon mal den Unterschied aus. Der Mann ist einfach in der Lage aus einem Song einen sehr guten bis guten Song zu machen (wenngleich auch zugegebenermaßen die beiden letzten Alben nicht zu den besten des Hanseaten und seiner Mannschaft gehören!). Und zwei absolute Meilensteine wie "Keeper I & II" haben FREEDOM CALL halt auch nicht im Gepäck. Damit bin ich dann mindestens einem - in meinen Augen - Übel schon auf die Schliche gekommen. Bei allem durchdachten Songwriting, fehlt es auf die Länge der CD dann doch an Abwechslung. Geht es mit Age Of The Phoenix richtig gut los, folgt mit Rockstars schon eher eine Nummer zum Fremdschämen. Das schielt mehr nach ZDF-Fernsehgarten als nach Metal Universe. Crimson Dawn könnte man auch hoch auf dem gelben Wagen singen und ich weiß nicht ob dieser We are the once-Wandermelodieteil tatsächlich ernst gemeint ist. 66 Warriors ist ein typisches "Faust-in-die-Luft-und-Matte-schütteln"-Lied, kann einigermaßen mitreißen, allerdings geht mir dieses permanente Warrior! Oh Warrior!-Mitsing-Gedudel schnell auf die Nerven.
Und so geht es munter, fröhlich weiter. Manchmal nach wie vor hart an der Grenze dessen, was ich mag, manchmal ins Schwarze treffend, manchmal stirnrunzelnd und mit Fragezeichen versehen, dann wieder kleine Ausrufezeichen setzend, … - "Land Of The Crimson Dawn" wird die Franken meiner Meinung nach auch wieder nicht in den Olymp schießen, weil es dafür zu wenig richtig gute Songs auf einem Album vereint. Was nach wie vor zweifellos anerkannt werden darf, ist die Livepräsenz dieser bajuwarischen Metal Combo, denn auf der Bühne sorgen sie für Stimmung, was bei dem Mitsing-Potential der Songs nicht weiter verwundert.
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