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Bad For You Baby

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Bad For You Baby
Bad For You Baby, Eagle Records, 2008
Gary Moore Vocals, Guitar, Harmonica (Preacher Man Blues)
Sam Kelly Drums
Vic Martin Keyboards
Pete Rees Bass
Gäste:
Otis Taylor Banjo
Cassie Taylor Backing Vocals (Holding On & Preacher Man Blues)
Produziert von: Gary Moore Länge: 55 Min 50 Sek Medium: CD
1. Bad For You Baby7. Mojo Boogie
2. Down The Line8. Someday Baby
3. Umbrella Man9. Did You Ever Feel Lonely?
4. Holding On10. Preacher Man Blues
5. Walkin' Thru The Park11. Trouble Ain't Far Behind
6. I Love You More Than You'll Ever Know

Gary Moore got it "Bad For You Baby".
Nach nur etwas mehr als einem Jahr erwartet uns ein weiteres Album von Gary Moore. Langeweile scheint zumindest bei ihm nicht aufzukommen. Und wie sieht es bei den Hörern seiner neuen Scheibe aus?
In einem Interview vor Erscheinen des Albums sagte Gary Moore über sein neues Werk, dass dieses wieder abwechslungsreicher und gitarrenorientierter werden würde als der Vorgänger "Close As You Get". Das hörte sich ja schon einmal nicht schlecht an. Aber hielt der Meister der langen Soli auch was er versprach? Um dies herauszufinden hilft nur eines: Anhören!

Gesagt, getan. Das Album fängt mit dem Titelsong Bad For You Baby an. Oh ja! Man merkt, er meint es so. Der Gesang ist druckvoll bis aggressiv, die Gitarren passen sich diesem Stil an. Kein sehr außergewöhnliches Lied, aber trotzdem ein guter Start, der Lust auf mehr macht.
Weiter geht es mit Down The Line. Ein schneller Titel im Rockabilly-Style, der vom Rhythmus her an eine Zugfahrt erinnert. Darum geht es auch in dem Text. Ein Mann muss zusehen wie die Geliebte in einen Zug steigt und ihn verlässt. Down The Line ist einer meiner Favoriten auf dem Album.
Umbrella Man weicht ebenfalls vom Stil der vorangegangen CDs ab. Ein sehr grooviger Song mit interessantem Gitarrenspiel (erinnert ein wenig an die "Scars" Zeit (oder sogar etwas an THIN LIZZY mit Hendrix-Anleihen). Sehr gut.
Jetzt wird es Zeit für eines der langsamen Stücke auf dem Album, von denen vier vorhanden sind. Mit Holding On hört man seit langem mal wieder eine weibliche Stimme auf Garys Album im Background, die sich auch gut einfügt. Hier hätte meiner Meinung nach noch ein wenig mehr von Cassie Taylors schöner Stimme reingepasst.
Der wieder schnellere Walking Thru The Park ist einer von 3 Cover-Songs des Albums. Ein relativ schnelles Blues-Stück von McKinley Morganfield (aka Muddy Waters) geschrieben. Was bis jetzt immer noch fehlte, war ein Titel mit ausschweifendem Solo. So sind wir es gewohnt, so bekommen wir es auch. Mit I Love You More Than You'll Ever Know. Eine wunderschöne Ballade, komponiert von Al Kooper, die mit Garys gefühlvollem Gesang und dem ebenso emotionalem Gitarrensolo das Album bereichert.
Mojo Boogie lässt uns wieder aufspringen und mitwackeln. Dieser Slide-Gitarren Titel wurde von J.B. Lenoir geschrieben und gestaltet die Scheibe weiterhin abwechslungsreich.
Zwei weitere langsamere Blues Stücke sind Someday Baby und Did You Ever Feel Lonely. Bei beiden sind sehr die Peter Green Einflüsse zu hören und man hat auch den Eindruck, dass diese nicht wirklich ganz neu sind bzw. man hätte sie vorher schon einmal in ähnlicher Form gehört. So ist es wohl auch. Aber es ist eben Blues, und da ist nicht immer alles so ganz neu.
Kurz vor dem Ende überrascht uns noch einmal ein außergewöhnliches Lied mit dem Titel Preacher Man Blues. Wieder mit der schönen Stimme von Cassie Taylor sowie mit Otis Taylor am Banjo und sogar Gary an der Mundharmonika! Trotz des Banjos ist es kein Southern-Stil. Das Banjo ist auch nicht dominant, sondern meiner Ansicht nach genau richtig portioniert, genauso wie die Mundharmonika. Wirklich ein interessanter, grooviger Titel, den ich ebenfalls zu meinen Favoriten zähle und den man sich auch unbedingt anhören sollte.
Mit Trouble Ain't Far Behind schließt noch einmal eine schöne Ballade im Peter Green Stil, die an Need Your Love So Bad und Jumping At Shadows erinnert, das Werk ab. Ein passender Schluss für ein abwechslungsreiches, mit vielen Top-Songs gefülltes Blues Album, rockig, druck- und gefühlvoll gespielt und gesungen.

Definitiv besser als sein Vorgänger, und diesmal auch nicht mit ganz so vielen Cover-Stücken, ein sehr gelungenes Werk von Gary Moore. Mindestens also einmal reinhören, sonst könnte man etwas verpassen!

Petra Sprindt, (Artikelliste), 28.09.2008

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