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| Not My Enemy, Music Area Records, 2004 |
| Stephan Küchler |
Drums |
| Torsten Pitz |
Bass |
| Conny Schmitt |
Vocals |
| Marius Schött |
Guitar |
| Martin Zienke |
Guitar |
| Produziert von: Ricolf Cross & G(e)nom |
Länge: 56 Min 13 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Soldier's Song | 7. Destroy The Wall |
| 2. Not My Enemy | 8. Light My Fire |
| 3. No Excuse | 9. Devil's Dice |
| 4. Rock Hard | 10. Purgatory Blues |
| 5. Freedom Fighter | 11. Bonus Track |
| 6. Angel Dust | |
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Liebe Band G(E)NOM, die Vorlage habt Ihr mir selbst gegeben, und da ich der Gerd Müller (nur Kölner denken eher an Lukas Podolski) unter den Rock & Roll Schreiberlingen bin, muss ich sie verwandeln.
"... melodischer Hardrock in breiter Vielfalt fernab aktueller Klischees" steht im Info zur CD. Fein, also keine aktuellen Klischees, nehmen wir eben alte.
Hat geklappt, "Not My Enemy" ist melodischer Hardrock und erfüllt großzügig beinahe jeden Wunsch stilbewusster 80ies-Metal-Fans. Da kreischt der Trendsetter entsetzt auf und zieht sich die Kopfsocke über die Ohren, aber es hilft kein Zetern und kein Flehen, das musikalische Genom der Band aus Millowitsch-City wurde eindeutig in der Zeit zwischen 1980 und '88 geprägt und zur Entschlüsselung benötigt der Schreib-Gnom allerhöchstens 10 Minuten. Es braucht keinen Speichel- oder Vaterschaftstest, es ist ein Rock'n'Roll-Bastard, verschiedene Väter können einwandfrei identifiziert werden (für Unterhaltszahlungen ist es jedoch zu spät). Auf der einen Seite sind diverse Briten verantwortlich - selber haben die bekanntlich nur eiserne Jungfrauen - und darüber hinaus haben sich die Teutonen metallisch verewigt. An Verhütung hat niemand gedacht.
Apropos Teutonen. Der Sänger war mal bei der mittelmäßig bekannten Kapelle CUTTY SARK und die klangen so anders nicht.
Sagte doch der Chef des Männermagazins GQ in einem Interview, dass sein Käseblatt alle Ebenen des Mannes abdecke (er meinte damit Mode, Sex und sonstigen Lifestyle). Als Macher dieses schicken Musikmagazins können wir behaupten, alle Bedürfnisse des Rock-Junkies zu befriedigen. Mit Mode (zum Glück) und Sex (leider) hat das in den wenigsten Fällen zu tun, mit Lifestyle schon. Allerdings meinen wir wahrscheinlich nicht das gleiche.
G(E)NOM haben ihren, wenigstens musikalischen, Lifestyle gefunden und wer will, darf Spott und Häme über einer solchen Band ausschütten, wir tun es nicht.
Keine Ahnung, wen sie mit "Not My Enemy" meinen, Heavy Metal und dessen Umsetzung ist auf jeden Fall nicht ihr Feind. Trotz aller Wiedererkennungsfaktoren hat die Band aus Köln auf ihrer zweiten Platte einen guten Job gemacht.
Nennen wir es doch beim Namen. IRON MAIDEN und sämtliche Nachfolger, die SCORPIONS, WARLOCK, RUNNING WILD und alles was danach kam, sind bei den Herren ausgiebig auf der Heimhöreranlage gelaufen und G(E)NOM haben einen astreinen Mix, mitsamt Kraut- und epischen Einflüssen (der Purgatory Blues ist schon ziemlich dick aufgetragen) plus ein paar Spritzern Neu-Metalllegierung daraus gerührt. In Ermangelung eines weiteren Wortes mit drei l, nennen wir es also einfach schlicht "melodischer Hardrock in breiter Vielfalt".
Glücklicherweise beschränken sich G(E)NOM auf handelsübliche Werkzeuge und verzichten auf Synthesizer und Studiofirlefanz, zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und ein Schreihals genügen.
Aufsehen erregt man wahrscheinlich mit dieser Mucke heutzutage keines mehr, für ein knappes Stündchen hart rockenden Spaß zuhause langt es allemal. Well done!
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