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Henry McCullough:

Hell Of A Record &
Cut

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Hell Of A Record
Cut
Hell Of A Record & Cut, Line Music, 1978-1983 & 1984 (Wiederveröffentlichung 2000)
Hell Of A Record:
Henry McCullough Vocals, Guitar, Mandolin
Shelby Eicher Fiddle
John French Piano
Jimmy Karstein Percussion
Troy Klontz Pedal Steel
Dick Simms Organ
Casey van Beek Bass
Chuck D'Walt Drums
Debbie Campell, Mike Brown, Casey Vocals
Cut:
Henry McCullough Vocals, Guitar, Mandolin
Tim Hinkley Piano
Boz Burrell Bass
Poli Palmer Fairlight C.M.I.
Carol Grimes Vocals
Paul Carrack, Chrissie Stewart, John Cooper u.a.
Aufgenommen: 1978-1983 (Cut)
und 1984, Eiffel Studios,
Tulsa, Oklahoma (Hell Of A Record)
Länge: 60 Min 58 Sek
& 37 Min 51 Sek
Medium: CD
Hell Of A Record:
1. Here We Go Again7. Foolish Hearts
2. Tears On Your Face8. Too Upset To Say Goodbye
3. Can't Help Falling In Love9. Just Because
4. Shining Star10. Cold Cold Heart
5. Whispering Love11. Couldn't Sleep For Thinking Of Hank Williams
6. Down In The Amusements
Cut:
1. Gone With Another9. Mandolin Song
2. Same Damn Thing10. I Wouldn't Treat A Dog The Way You Treated Me
3. All Shook Up11. Dead Flowers
4. John Henry12. Can't Help Falling In Love (With You)
5. Shining Star13. The Flea
6. Am I To Be The One14. It Don't Really Matter
7. If I Could Write A Book15. Can't Help Falling In Love (With You) Dub-Version
8. Rock Me Woman

Hell Of A Record:
Manchmal wundert man sich schon, warum Plattenfirmen überhaupt Schallplatten auf CD wiederveröffentlichen. Denn bei den zwei Alben des (nord)irischen Rockhaudegens, die im November 2000 auf den Markt kamen, lief in punkto Promotion absolut gar nichts. Nur durch einen Zufall stieß ich auf diese beiden akustischen Perlen.
In der Tat ist es um den exzellenten Gitarristen und Songwriter, der einst (als einziger Ire!) 1969 JOE COCKER beim "Woodstock"-Festival begleitete (als Mitglied der legendären GREASE BAND) und dann bei Paul McCartney's WINGS seine Brötchen verdiente, recht still geworden.
Seine Solokarriere verlief unspektakulär, und ein folgenschwerer häuslicher Unfall, bei dem er sich Sehnen seiner Spielhand mit einem Messer durchtrennte, beendete beinahe seine Musikerlaufbahn.
Inzwischen arbeitet Henry an einem bescheidenen Comeback, weshalb ein bisschen Aufmerksamkeit durch entsprechende CD-(Wieder)Veröffentlichungen nicht schaden könnten.

1984 hatte er sich ins ferne Oklahoma begeben und dort mit den BROTHERS OF THE NIGHT, der renommierten Backing Band von "Rockin' Jimmy" ein stark country-gefärbtes Album aufgenommen. Es enthält hauptsächlich Eigenkompositionen, meist sehr laid back, mit Liebe/Triebe-lyrics, aber auch verschmitzten Songtexten, z. B. in der seinem Idol Hank Williams gewidmeten Ballade "I Couldn't Sleep For Thinking Of Hank Williams".
Und lange vor UB40 münzte Henry den Elvis-Presley-Klassiker in eine pfiffige Slow-Reggae-Version um.

Alles in allem eine wunderschöne, relaxte Scheibe für laue Sommernächte.

Cut:
Nach dem Ende der GREASE BAND-Reunion 1975, verdingte sich Henry bei diversen Solisten und Bands als Sessiongitarrist, u. a. bei ROY HARPER, DR. FEELGOOD und RONNIE LANE.
In den Jahren 1978 und 1983 versuchte er sich immer mal wieder Soloprojekten, die aber nicht sehr erfolgreich verliefen. 1987 veröffentlichte Line Music erstmals eine Compilation mit diesen Soloausflügen, diversen out-takes und mixes. Einige Stücke reichen gar in die GREASE BAND-Ära zurück ("Mandolin Song"), geben Alternativversionen von "Hell Of A Record" wieder oder dokumentieren rare EPs, z. B. die "All Shook Up"-Maxi von 1982.
Bei den anderen Songs handelt es sich wohl um Studio-out-takes, u. a. einer country-lastigen Version des STONES-Klassikers "Dead Flowers", dem fingerbrechenden Gitarristenschreck "The Flea" oder der knackigen Neufassung von "If I Could Write A Book", einem Song aus der Feder seines Freundes NICK LOWE.

Trotz der zusammengewürfelten Stücke wirkt das Album wie aus einem Guss. Schade nur, dass man nicht genau weiß, wer auf welchem Song letztlich zu hören ist.
Gegenüber der LP-Ausgabe hat die CD zum einen, einen (eher überflüssigen) Bonustrack (Nr. 15), zum anderen ausführliche liner notes zu Henrys von ups & downs gespickten Karriere.

Roland Schmitt, (Artikelliste) 02.06.2001

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