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| Performing Pink Floyd, Demo, 1998 |
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| Pofter Bauerfeind |
Vocals, Guitar, Synthesizer, Gong |
| Matze Brück |
Vocals, Guitar, Bass |
| Tobi Untucht |
Vocals, Keyboards, Synthesizer |
| Rainer Weimar |
Bass, Synthesizer,Guitar,Tape Effects, Vocals |
| Frederik Ehmke |
Drums, Percussion, Vocals, Flute |
| Markus Thurn |
Saxophone, Guitar, Percussion |
| Produziert von: Interstellar Overdrive |
Länge: 47 Min 36 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Astronomy Dominé (5:07) | 4. Let There Be More Light (4:31) |
| 2. Us And Them (8:16) | 5. Echoes (22:34) |
| 3. Time (7:03) | |
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Ich bin grad auf dem Pink Floyd- und Psychedelic-Trip. Bisschen spät vielleicht, aber man hat halt solche Phasen.
Nach dem sehr schönen Tribute Album "More Relics", den Newcomern von THE AMBER LIGHT und der Band LIQUID VISIONS aus Berlin nun also der vierte Streich aus der Abteilung "Vorgestern & Heute".
Hier wird es etwas schwieriger, denn INTERSTELLAR OVERDRIVE (ein Song der ersten Pink Floyd LP "The Piper At The Gates Of Dawn") sind eine reine Coverband.
Ich habe bei einer Led Zeppelin-Coverband Verständnis, wenn sie die Songs des Originals weitestgehend originalgetreu nachspielt. Songs wie Kashmir sind Statements, Berge die man beinahe nicht verändern darf.
Bei einer Floyd-Coverband muss das meines Erachtens nach nicht sein. Die Musik von Pink Floyd bietet so viele Möglichkeiten eigene Ideen, Jams, irgendwelche Eskapaden etc. einzubringen, dass ich es für beinahe sklavisch halte, wenn eine Band am Original klebt, ohne auch nur ein klein wenig zu versuchen, den alten Werken einen eigenen Stempel zu verpassen.
INTERSTELLAR OVERDRIVE sind eine erfolgreiche und gute Coverband. Handwerklich gibt es nichts zu mäkeln, ganz im Gegenteil, öfter mal staunt man über die Perfektion der Musiker. Und sie spielen in der Regel vor vollen Häusern und das auch häufig. Das sei jeder Band vergönnt. Aber an dieser Stelle erhebt sich für mich die Frage, warum die Menschen lieber zu einer Coverband pilgern, anstatt sich so manche Band mit eigenem Material anzuschauen? Das ist aber ein anderes Thema.
Das vorliegende Demo ist beeindruckend. Weder an der Songauswahl, noch an der Ausführung oder am Sound ist irgend etwas zu bemängeln. Höchstes Niveau. Trotz Proberaumaufnahme.
Der Opener Astronomy Dominé stammt vom ersten Album, findet sich nochmals auf "Ummagumma", verschwand dann im Archiv und tauchte 1995 auf dem Livealbum "Puls" überraschend wieder auf. Der alte Syd Barrett-Schinken klingt auch heute noch gut.
Us And Them und Time sind natürlich vom Jahrhundertwerk "Dark Side Of The Moon" (das übrigens nächstes Jahr auch schon 30 wird), Let There Be More Light ist 34 Jahre alt und kommt von "A Saucerful Of Secrets".
Kernstück dieses Demos ist natürlich Echoes. Es nahm schon auf "Meddle" 1971 die komplette zweite LP-Seite ein und ist ein Monster. Interstellar Overdrive haben Echoes um eine ganze Minute verkürzt und somit dauert der Freiflug in die Abgründe einer damals noch innovativen Band nur noch knapp 23 Minuten. Space pur.
Ich kann es mir gut vorstellen, dass auch ich bei einer Show von Interstellar Overdrive Spaß hätte. Aber ich glaube, ein bisschen mehr Eigenständigkeit und vielleicht der eine oder andere eigene Song wäre angebracht. Die Band ist viel zu gut, um immer nur zu kopieren.
Vielleicht tue ich den Jungs auch Unrecht. Denn das Demo ist 4 Jahre alt. Unter Umständen werden inzwischen auch eigene Ideen eingebracht?
Fred Schmidtlein, (Impressum, Artikelliste), 14.07.2002
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