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| Rosa Armee Fraktion, Lawine/Blanko Musik/Virgin, 2002 |
| Hannes "G.Laber" Holzmann |
Gitarre, Stimme |
| Vito C. |
Gitarre, Stimme |
| Wolfram Kellner |
Schlagzeug, Stimme |
| Ralph Bach |
Bass, Stimme |
| Gäste: |
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| Igor Loboda |
Violine (Ich will Lärm!, Ich bin der Hit & Du bringst mich um) |
| Zurab Schamugia |
Cello (Ich will Lärm!, Ich bin der Hit & Du bringst mich um) |
| Götz Widmann |
Stimme (Sensenmann auf Faulheit siegt) |
| Jenny Vexer |
Chor (Ich vermisse meine Hölle) |
| Produziert von: Christoph Beyerlein, Hannes "G.Laber" Holzmann & Vito C. |
Länge: 66 Min 09 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Wem nutzt das schon | 9. Weichspüler |
| 2. Arschloch und Spass dabei | 10. Enthusiasmierte Harmonielehre |
| 3. Ich will Lärm | 11. Du bringst mich um |
| 4. Faulheit siegt | 12. Ich vermisse meine Hölle |
| 5. GirlsGirlsGirls | 13. La Ichobein |
| 6. 1001 Nacht | 14. Tschibum |
| 7. Rosa Armee Fraktion | 15. Ich bin der Hit |
| 8. Ich lebe für Schafskäse | |
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Ich lebe für Schafskäse.
Da kannst Du den ganzen Billigkram von Aldi und Tengelmann vergessen, den richtigen Schafskäse gibt es nur auf dem Balkan. Und mancher Bauer in Griechenland hat auch guten. Ich mag auch Ziegenkäse. Für Interessierte hätte ich da eine Adresse von einem italienischen Feinkostladen.
Guten Schafskäse gibt es schon viel länger als J.B.O. Und schlechten Industriekäse gibt es genau so oft wie schlechten Humor.
Immer seltener kann ich wirklich lachen, wenn ich mal in den Fernseher gucke. Die "Titanic" war mal witziger, Dieter Hildebrandt ist mir zu altersweise, Effenberg ist weg aus München und der letzte echte Realsatiriker Bayerns, Stoibers Ede, kriegt am Schluss noch einen Vierjahresvertrag in Berlin als Brillenmodel bei Schielmann (wird Beckstein dann der Friseur von Thierse?). Das Ende allen Frohsinns?
Alle Jahre wieder kommen die Erlanger J.B.O. und beglücken mich mit einem neuen Album. Ich hock mich mit den Scheiben der Band tagelang ins Eck und lach mir einen. Auch nach Jahren funktioniert das noch. Ähnlich wie bei Filmen wie dem "Kleinen Arschloch" oder den alten Schinken mit Louis De Funes.
Jetzt also das neue Album "Rosa Armee Fraktion". Macht man denn mit solchen Namen Witze? Ja, denn die CSU nennt sich schließlich auch christlich und sozial.
Wenn man die CDs "Meister der Musik", "SEXSEXSEX" und jetzt "R.A.F." hintereinander hört, hat man zuerst den Eindruck, dass sich nur wenig geändert hat. "Rosa Armee Fraktion" schließt vordergründig relativ nahtlos an; ein wilder Kreuzüber von Metal in allen Variationen, Verarschung diverser Randgruppenmusiken wie Volksmusik, Schlager, HipHop etc., ein paar Coversongs (GirlsGirlsGirls, der alte Schlager von SAILOR ist super), haarsträubender Wortwitz, völliger Blödsinn, der eine oder andere gut versteckte kritische Unterton (gut versteckt nur, wenn man beim PISA Test im unteren Drittel gelandet ist). Und natürlich die bewährt fette und druckvolle Produktion.
Und trotzdem hat sich einiges geändert. Grade im Vergleich zu "SEXSEXSEX". Erstens sind die Metal-Bezüge etwas stärker, es wird schlicht mehr gerockt. Zweitens klingt die Band noch tougher als vorher - speziell das Drumming haut mich reichlich um. Und drittens werden einige aktuelle (politische) Themen aufs Korn genommen. Da ist eine kleine Gefahr dabei, denn der Bezug zur Aktualität geht irgendwann verloren. Obwohl, wer glaubt ernsthaft, dass Arbeitslosigkeit in 8 Monaten nicht mehr aktuell ist?
Insgesamt klingt die CD "geschlossener", es sind keine Nummern dabei, die ich nicht versteh oder mag.
Ach doch, 20 Minuten Stille nach dem letzten Track bis zur Schlussansage ist unnötig.
Ich kann erstmals bei einer J.B.O.-CD keine Favoriten ausmachen. Das ist ein Lob.
Blast!
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