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| Lost In The Translation, Frontiers Records, 2004 |
| Jeff Scott Soto |
Vocals, Bass, Keyboards |
| Glen Sobel |
Drums |
| Gary Schutt |
Guitar |
| Howie Simon |
Guitar |
| Neal Schon |
Guitar |
| Produziert von: Jeff Scott Soto |
Länge: 48 Min 35 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Believe In Me | 7. High Time |
| 2. Soul Divine | 8. Beginning 2 End |
| 3. Drowning | 9. On My Own |
| 4. If This Is The End | 10. Find Our Way |
| 5. Lost In The Translation | 11. Sacred Eyes |
| 6. Doin' Time | |
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Meine Vorbehalte gegenüber Jeff Scott Soto im Speziellen und Vielsängern im Allgemeinen hatte ich schon im letzten Jahr anlässlich der tollen "Live At The Gods 2002"-CD dargelegt. JSS bestätigt sie mit seinem neuen Studioalbum "Lost In The Translation" alle und fügt noch ein paar neue hinzu. Es ist wirklich ein Kreuz mit solchen Ausnahmesängern.
Bitte, eines will ich nicht hören: Dass Soto austauschbar wäre nämlich. Der Mann hat eine so wunderbare und markante Stimme, dass sich sicher 95% aller Genre-Bands die Finger nach ihm lecken. Und darüber hinaus noch eine Menge anderer Kapellen. So einer kann nämlich vom Schlager über Werbespots für Windeln bis hin zu Todesmetall alles singen. Er hat sich aber nunmal dem melodischen Hardrock verschrieben und das ist auch ganz okay so. Weil er kein ganz schäbiger Songwriter ist, darf sich die Welt folgerichtig alle paar Jahre an einem Album unter eigenem Namen erfreuen. Wäre immer noch völlig korrekt, wenn nicht, ja wenn nicht... Was passt eigentlich nicht an "Lost In The Translation"?
11 Songs sind auf der CD und immer wenn es richtig fetzt, kriegt die Scheibe die Kurve. Knaller wie Drowning und Hymnen wie High Time reißen das Ruder herum. Aber: Da sind auch einige Totalausfälle zu vermelden, Balladenschmus wie If This Is The End mit seinen synthetischen Spinett-Gruselkeyboards etwa. Mehr Melodic-Kitsch-Klischee geht nicht. Oder die Produktion. Mal klingt es leicht muffig (Believe In Me - ausgerechnet der Opener), dann hat man offenbar das Aufnahmeprogramm gewechselt, denn der nächste Song klingt glockenhell, jedoch leider ohne jeglichen Groove. Mal springen einen die Effekte an, dann wieder tönt es furztrocken und aus- und eingeblendet wird mit dem Holzhammer. Bei Beginning 2 End ist man sogar versucht den Klavierstimmer zu alarmieren. Ein bisschen mehr Sorgfalt im Studio wäre hübsch.
Dennoch, alleine diese begnadete Stimme macht das Album hörenswert und, wie gesagt, immer wenn es rockt, hat man ein gutes Gefühl. Oder hat man das Gefühl, das alles bestens zu kennen? Egal, denn diese Stimme... Hatte ich bereits erwähnt, oder?
Einmal, bei der wie erwähnt leicht muffigen Single Believe In Me (macht mal den Kopfhörertest!), ist Neal Schon (JOURNEY) mit von der Partie, ansonsten dürfen sich die Malmsteen-Lehrlinge Gary Schutt und Howie Simon an den Gitarren austoben. Das tun sie auch flächendeckend und mit reichlich Wiedererkennungswert - im Sinne von "alles schon gehabt". Den Rest, Bass und Keyboards, besorgt Soto alleine.
Wir mäkeln im Home of Rock schon längere Zeit an der momentanen Melodic Rock Schwemme herum (Wohlgemerkt: Damit ist nicht nur das Melodic-Genre gemeint, gleiches gilt für etliche andere Stilarten genau so!). Schade, dass es nun ausgerechnet Jeff Scott Soto erwischt hat und er eine leicht schlampige CD abliefert. Denn eigentlich zielt er bei 7 von 11 Songs genau ins zentrale Nervensystem eines jeden nicht verweichlichten 80ies-Fans, und die übrigen 4 gehen durchaus als potentielle Waffe bei der Frauenjagd durch, auch wenn mir diese Elaborate partout nicht gefallen wollen.
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