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Jeff Scott Soto

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One Night In Madrid

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One Night In Madrid
One Night In Madrid, Frontiers Records, 2009
Jeff Scott Soto Lead Vocals, Guitar, Keyboards
BJ Rhythm Guitar, Acoustic Guitar, Keyboard & Vocals
Edu Cominato Drums, Vocals
Fernando Mainer Bass, Vocals
Jorge Salan Lead Guitar, Vocals
Nobi Suppinger Vocals
Länge: 92 Min 13 Sek Medium: Do-CD
CD 1:
1. Intro8. Funky Jam
2. 21st Century9. Jorge Guitar Solo
3. Colour My XTC10. Mountain
4. Soul Divine11. Eyes Of Love
5. Our Song12. Testify
6. Drowning13. Band Intros
7. Edu Drums Solo14. Broken Man
CD 2:
1. Hey6. I'll Be Waiting
2. Frozen / Crazy7. Encore: Stand Up
3. Medley: If This Is The End/Holding On/Nobody Said It Was Easy/4 U/Just Between Us8. Funky Medley: We Will Rock You/I Love Rock & Roll/Play That Funky Music/Jungle Boogie/The Roof Is On Fire/Brick House/Shake Your Booty/Kung Fu Fighting/Yo Baby Yo/Macho Man/The Right Stuff/Ice Ice Baby/Stayin' Alive/Another One Bites The Dust/Walk This Way
4. Gin & Tonic Sky9. Outro: My Love, My Friend
5. JSS & Jorge Workshop

Das Chamäleon der Rockmusik hat wieder die Augen gerollt und die Farbe gewechselt - diesmal kommt er livehaftig ganz bunt daher. Unterstützt von einer kompetenten Band rockt er sich durch einen Set von Solo-, TALISMAN- und Coversongs, dass es nur so eine Freude ist.
Zu meinem Erstaunen fügen sich auch die Songs von "Beautiful Mess", die ja doch eher popnah sind, in dieses rockige Gefilde ein. Gib dem Gitarrenaffen die Sporen, und schon wird aus dem auf der Studio-CD eher verhalten rockenden 21st Century ein knalliger Opener, aber auch Our Song und etwa Testify kommen entschlackt und direkt gut rüber, Mountain ist sowieso ein Knaller.
Viel Spaß machen auch der Funky Jam und das Funky Medley auf der zweiten CD, wo man erkennt, wie gut die Band aufeinander eingespielt ist, und wie das Publikum mitgeht. Überhaupt, die Interaktion von JSS und dem Publikum klappt ganz wunderbar, zumal die Band in der Mehrzahl aus Leuten aus dem Ibero/Latino-Umfeld besteht, und der Leadgitarrist Jorge Salan und der Basser Fernando aus Madrid kommen (was Jorge dann Sprechchöre einbringt). JSS bemerkt, dass er, seit er vor sechs Jahren seinen ersten Auftritt als Solokünstler in Madrid hatte, hier immer eine Live-CD aufnehmen wollte. Wohl getan, ein besseres Publikum hätte er nicht finden können.

"We played some heavy, we played some soft", sagt er, und genau das umreißt die Spannbreite dieses Albums - Pop, Funk, Hard Rock - you name it, und er bringt's. Es gibt wohl kaum einen Künstler, der JSS im Augenblick in Sachen Vielseitigkeit das Wasser reichen kann. Ganz davon ab, dass er natürlich eine Stimme hat, die ihresgleichen sucht.
Und was die Cover angeht: wer covert als 'Rock'-Sänger schon Frozen von MAdonna (!) und Crazy von Seal? Und zwar so, dass man sich das auch als Hörer eines Rockalbums gut antun kann, etwa von wegen dem schönen funky Fett-Bass, Drum-Geballer im Mittelteil und dem guten Solo von Jorge. Daran schließt sich eine intensive Piano/Vocals-Session an. Wunderbar.

Bleibt nochmal zu bemerken, dass Brian May sicherlich einen Fehler gemacht hat, als er Rodgers ansprach, und nicht JSS (mal ins Funky Medley hören!). Dumm, aber so ist das halt manchmal.
Die Live-Tracks bei MySpace sind sicher stellvertretend für die ganze Doppel-CD - wem die gefallen, sollte sich das auf den Weihnachtswunschzettel schreiben. Leider lag mir die DVD, die es wohl auch gibt, nicht vor.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 04.12.2009

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