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TAAB2

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TAAB2
TAAB2, Ian Anderson Group of Companies, 2012
Ian Anderson Vocals, Flute, Acoustic Guitar
John O'Hara Hammond Organ, Piano, Glockenspiel
David Goodler Bass, Glockenspiel
Florian Opahle Guitar
Scott Hammond Drums, Percussion
Ryan O'Donnell Additional Vocals
Pete Judge Trumpet, Flugelhorn, Tenor Horn, E-flat Tuba
Produziert von: Ian Anderson Länge: 53 Min 54 Sek Medium: CD
DIVERGENCE: Interventions, Parallel PossibilitiesGerald The Chorister
Pebbles Thrown10. Power And Spirit
1. From A Pebble Thrown11. Give Till It Hurts
2. Pebbles InstrumentalGerald: A Most Ordinary Man
3. Might-Have-Beens12. Cosy Corner
Gerald The Banker13. Shunt And Shuffle
4. Upper Sixth Loan SharkCONVERGENCE: Destiny, Fat, Karma, Kismet
5. Banker Bets, Banker WinsA Change Of Horses
Gerald Goes Homeless14. A Change Of Horses
6. Swing It Far22 MUlberry Walk
7. Adrift And Dumbfounded15. Confessional
Gerald The Military Man16. Kismet In Suburbia
8. Old School SongWhat-Ifs, Maybes, Might-Have-Beens
9. Wotton Bassett Town17. What-Ifs, Maybes, Might-Have-Beens

Einige Bemerkungen zu "TAAB2 ":
- Ein neues JETHRO TULL Album - heureka. Tatsächlich ist es eine Ian Anderson und Road Band Album - kein alter TULLER ist dabei außer dem Mastermind. Daher heißt es ja auch ganz genau: "Jethro Tull's Ian Anderson / TAAB2 / Thick as A Brick 2"
- Es ist ein gutes neues Album. Kein langweiliges Aufwärmen wohlbekannter Songstrukturen und Riffs, wie man fürchten könnte. Aber es klingt so typisch TULL wie man erwarten darf.
- Es hat mit "TAAB" nur insofern etwas zu tun, als die Geschichte des vermeintlichen Songpoeten Gerald Bostock aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird: Was wäre, wenn Gerald ein Soldat geworden wäre, ein Banker, ein Penner (also "Aqualung", der Zweite), ein ganz einfacher Mann … und Ian führt das dann zusammen und reflektiert über unser aller Leben als solches - was wäre wenn, vielleicht, könnte doch …
- Das Album rockt angenehm, ohne heftig zu sein und es fehlt ihm somit die Kraft und Brillanz des TAAB Albums - aber das ist ja nun auch 40 Jahre her.
- Für einen so alten Knacker (ich darf das sagen!) ist es ein verdammt gutes Stück Musik geworden - abwechslungsreich, gut gespielt, clever geschrieben - und gehört sowieso in jede Classic Rock/Retro/Prog Rock Sammlung - das ist von JETHRO TULL, Mann!
- Verschiedentlich werden frühere TULL Werke zitiert (natürlich TAAB, "Aqualung", …), ansonsten ist das eigenständig und erinnert vielleicht am ehesten noch an "Catfish Rising", mit einem gerüttelt Maß an Flöte, akustischer Gitarre, Orgel, Glockenspiel und sogar Trompete und andere Blasinstrumente.
- Der Sound ist gut, die Drums klingen so knackig wie auf keinem früheren TULL-Werk.
- Man vermisst … ich vermisse Martin Barre - die Gitarrensolos sind gut, aber eben nicht Martinesk.
- Ab und an klingt es etwas beliebig, fast so als, könnte man jetzt zwar diese Variation spielen, aber eben auch eine andere - das formal und musikalisch Zwingende von TAAB ist nicht in diesem Maß vorhanden.
- Es kann aber sein, dass das alles jetzt nur so erscheint, weil TAAB eben so lange im System ist, so oft gehört und verdaut wurde, so geliebt wird - das muss TAAB2 natürlich erst mal erreichen.
- Kann man, soll man das kaufen? Meine Güte: das ist nicht irgendein Murks, das ist ein JETHRO TULL Album! Und als solches hat sich Old Man Ian mehr als achtbar geschlagen, sind ihm doch jede Menge gute Melodien und Songs eingefallen (Pete Townsend, hörst Du das?) , die komplex sind, rockig sind, melodiös sind, sanftmütig sind - TULL sind. Die Anwort auf diese Frage erübrigt sich also.
- Die unausweichliche Frage: Ist es legitim, sich auf TAAB aufzusatteln und von dem Ruhm dieses Albums zu profitieren? Die Antwort: Ian wäre schön blöd, wenn er den Anlass des 40. Geburtstags von TAAB nicht nutzen würde, aber er tut das eben höchst achtbar. Aber bitte erwarte keiner einen reinen TAAB Aufguss.
- Mal wieder TAAB anhören! Aber ganz, auch die zweite Seite!

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 05.05.2012


 
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