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| Vegas Must Die!, Mascot Records, 2005 |
| Jizzy Pearl |
Vocals, Guitars |
| Pete Reveen |
Rhythm & Lead Guitars |
| Mark Dutton |
Bass |
| Dave Moreno |
Drums |
| Gäste: |
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| Michael Lardie |
Lead Guitar, Acoustic & Electric Guitar, Keyboards (How'd I Get So Lonely) |
| Stoney Curtis |
Lead Guitar (Only Wait So Long), Guitar (Hit And Miss), Lead & Rhythm Guitars (Good Girl) |
| Produziert von: Jizzy Pearl |
Länge: 42 Min 58 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Hit And Miss | 7. Long Time |
| 2. True Love | 8. You Don't Own Me |
| 3. Look At You Now | 9. Only Wait So Long |
| 4. Little Dancer | 10. Ball And Gag |
| 5. How'd I Get So Lonely | 11. Good Girl |
| 6. Lies | |
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Jizzy Pearl ist auch so eine Hollywood Szenefigur, die irgendwie jeder kennt, die irgendwie überall schon dabei war und die letztendlich in 20 Jahren doch nichts wesentliches zustande gebracht hat.
Das ist natürlich ungerecht, denn immerhin war er Sänger bei den vielbeachteten, wild gehypten und grandios gescheiterten LOVE/HATE und hat mit denen ein paar Platten eingespielt. Außerdem war er immerhin eine Weile Sänger bei den wild gehypten und prächtig gescheiterten L.A. GUNS, über die Kollege E. Schmidt vor zwei Jahren schrieb "Tja, irgendwie haben sie's nie ganz geschafft, oder?". Dann war er Sänger bei der wild gehypten Kapelle ADLER'S APPETITE, die aber aus irgendwelchen Gründen nie eine Platte aufnahm. Vielleicht weil Steven Adler, der früher mal bei der wild gehypten und seltsamerweise megaerfolgreichen Band GUNS N'ROSES getrommelt hat, so viel Kohle im Tresor hat, dass er gar keinen so großen Hunger mehr hat.
Und jetzt ist Pearl immerhin Sänger der vor ungefähr 20 Jahren wild gehypten und kurzzeitig ganz anständig berühmten und inzwischen größtenteils vergessenen Heavy Metal Band RATT und spielt mit denen in Amerika ganz viele Konzerte.
Nebenher hat er bei geschätzten 2.728 "Tribute to..."-Alben irgendwelche Songs von STYX, VAN HALEN, DEF LEPPARD, LED ZEPPELIN oder gar den SCORPIONS (wo ich ihn auch noch höchstpersönlich als Nicht-Sänger beschimpft hatte) eingeträllert. Merke: Singe nie Lieder entgegen deiner eigenen Profession, der Kritiker könnte es in den falschen Hals bekommen. Kollege Schmidt meinte nämlich zu seiner Version von Sweet Child Of Mine auf einem GUNS N'ROSES Tribute, dass der gute Jizzy da "ganz gut durchkäme". Schuster bleib bei deinen Leisten!
So wurde aus dem jungen und wilden Herrn Pearl ein Stückchen leicht gealtertes Hollywood-Glam-Inventar mit relativ wenig Aussicht auf den späten und großen Erfolg. In Los Angeles hat es ihm irgendwann im Jahr 2004 gestunken und er ging in die wunderschöne und ach so lebensnahe Stadt Las Vegas. Dort hat er sich hingesetzt, ein paar Songs geschrieben und die dann mit einer kleinen Band und der Unterstützung von Leuten wie Michael Lardie (ex-GREAT WHITE) oder Stoney Curtis (über den es demnächst separat mehr zu berichten gibt) auf CD gebrannt.
Aufregend klingt das nicht und weltbewegend ist "Vegas Must Die!" erwartungsgemäß auch nicht geworden. Aber! Wer meint, Jizzy Pearl sei einfach ein Verlierer, der Sänger wurde um nicht in der Fabrik buckeln zu müssen, und letztendlich unfähig ist etwas ordentliches auf die (eigenen) Beine zu stellen, irrt.
Das Plättchen ist guter, abgehangener, kräftig rockender, klassischer Hardrock mit allen Insignien seiner L.A. Herkunft und ohne nervende Versuche irgendwelcher Möchtegern-Gitarrenhelden (obwohl die CD in den Staaten bei Mike Varneys berüchtigtem Shrapnel Label herauskam). Jizzy Pearl selbst ist natürlich keine Nachtigall, röhrt sich mit seiner Raucherstimme durch die Tracks, trifft die Töne und klingt sympathisch.
Ein paar Mal sind ihm richtig hervorragende Songs entfleucht, Hit And Miss, True Love oder Long Time hätten durchaus das Zeug zu Genreklassikern. Kleine Verweise in Richtung GUNS N'ROSES dürfen natürlich nicht fehlen (Look At You Now, Lies) und mit How'd I Get So Lonely und You Don't Own Me gibt es zwei wirklich gelungene Balladen. Noch ein bisschen Sleaze-Blues (Only Wait So Long) und etwas Hollywood-Street-Punk (Ball And Gag) dazu und fertig ist eine gelungene kleine CD.
Good luck, Mr. Pearl!
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