|
|
| Had To Cry Today, Provogue Records, 2004 |
| Joe Bonamassa |
Guitars, Lead Vocals |
| Eric Czar |
Bass |
| Kenny Krame |
Drums, Percussion |
| Benny Harrison |
Hammond B-3 |
| Jon Paris |
Harmonica |
| Produziert von: Bob Held |
Länge: 46 Min 10 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Never Make Your Move Too Soon | 7. When She Dances |
| 2. Travelin South | 8. Had To Cry Today |
| 3. Junction | 9. The River |
| 4. Reconsider Baby | 10. When The Sun Goes Down |
| 5. Around The Bend | 11. Faux Mantini |
| 6. Revenge Of The 10 Gallon Hat | |
 |
Mangelnden Fleiß kann man Joe Bonamassa wirklich nicht unterstellen. "Had To Cry Today" ist sein drittes Album innerhalb von zwei Jahren. Nach dem eher zwiespältigen Blues-Standard-Werk "Blues Deluxe" präsentiert Joe auf seiner neuen CD wieder größtenteils eigene Songs.
Gleich die ersten Sekunden der neuen CD machen den drögen Sound von "Blues Deluxe" vergessen. Man fühlt sich wieder im Jahre 2004 und nicht irgendwo auf einer verfallenen Farm im Missippi Delta in den 30er Jahren.
Never Make Your Move Too Soon präsentiert einen gewohnt souveränen Joe mit einem Saitenanschlag wie ein Hurrikan. Allein der alles beherrschende Gitarrensound lässt keine musikalischen Wünsche offen. Travellin' South fetzt noch ein paar Takte mehr. Joes voluminöse Slidegitarre hat den Song fest im Griff.
Joes Stimme klingt besser denn je. Das sollte sie auch. Schließlich muß er ständig gegen seine tosenden Gitarren ansingen. So tut eine sängerische Verschnaufpause auf dem Instrumental Revenge Of The 10 Gallon Head sicherlich ganz gut. Eine witzige, von flinken Gitarren und Drums vorangetriebene Nummer, mit dem unvergleichlichen Charme der guten alten DIXIE DREGS.
Steve Winwoods Had To Cry Today ist durch Joes Interpretation kaum wiederzuerkennen. Die imposanten Gitarren lassen den BLIND FAITH-Klassiker in neuem Glanz erklingen. Eine wirklich gelungene Covernummer, die durch die tollen Arrangements fast wie ein neuer Song anmutet.
Slidegitarren haben es Joe auf seiner neuen CD besonders angetan. Der beste Song, The River, bietet 'Slide satt' und rockt dazu tierisch ab. Das leichte CREAM-Feeling macht den Song zu einem der Glanzlichter auf "Had To Cry Today".
Auch die akustischen Nummern sind beileibe nicht zu verachten. When The Sun Goes Down swampt und rockt trotz minimierter Instrumentierung imposant und mächtig aus den Boxen und der Sound der Gitarren dürfte jedem Plek-Freak Tränen in die Augen treiben.
"Had To Cry Today" ist ein starkes Stück Rock- und Blues-Musik. Im Vergleich zu seinem mainstreamigen Vor-Vorgänger "So, It's Like That" klingt "Had To Cry Today" kantiger und vielleicht weniger radiotauglich. Aber wer hört heute noch Radio?
Gitarrenfreaks kommen bei dieser CD voll auf ihre Kosten. Und trotz aller Saitenakrobatik kommt die Musik auch nicht zu kurz.
|