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| The Tiki Bar Is Open, Sanctuary Records, 2001 |
| John Hiatt |
Guitars, Bass, Harmonica, Piano, Vocals |
| Sonny Landreth |
Slide Guitars, Vocals |
| Ken Belvins |
Drums, Percussion |
| Jay Joyce |
Guitars |
| David Bianco |
Piano |
| Julie Miller |
Background Vocals |
| Produziert von: Jay Joyce |
Länge: 44 Min 55 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Everybody went low | 7. Rock of your Love |
| 2. Hangin' round here | 8. I'll never get over you |
| 3. All the Lilacs in Ohio | 9. The Tiki Bar is open |
| 4. My old Friend | 10. Come home to you |
| 5. I know a place | 11. Farther Stars |
| 6. Something broken | |
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John Hiatts Qualitäten als Musiker und vor allem als Songschreiber hervorzuheben, kommt fast dem Versuch gleich, Eulen nach Athen tragen zu wollen.
Dass dies nicht gleichbedeutend mit kommerziellem Erfolg ist, ist eine betrübliche Tatsache, blieb ihm der grosse Durchbruch bisher verwehrt. Allerdings kann John Hiatt auf eine treue Fangemeinde blicken und Musikerkollegen waren sowieso schon immer von seinen Songs angetan und haben sie interpretiert.
So gibt es sogar eine Tribute-CD ("Rollin' into Memphis - The Songs of John Hiatt"), das neueste Beispiel ist Ridin' with the King, letztes Jahr von B.B. King und Eric Clapton eingespielt, all dies sichert John saftige Tantiemen, so dass er sich dem Diktat der Strategen und Trendscouts (?) diverser Plattenfirmen entziehen kann und kompromisslos das macht, was ihm selbst wichtig erscheint.
"The Tiki Bar Is Open" ist seine 17. Platte und nach seiner letzten, rein akustischen Veröffentlichung "Crossing Muddy Waters" scheint als Motto nun zu gelten: "Vorwärts, Leute, wir müssen zurück!" Zurück ins Jahr 1988 zur Musik seines Meisterwerkes "Slow Turning", und so spielen hier seitdem erstmals wieder seine GONERS, dieses eingespielte, brilliante Musiker-Team um Sonny Landreth.
Und wie! Der bekannte lässige Groove, die vertrackten Songstrukturen, die athmosphärische Dichte werden atemberaubend sicher ins Hirn des Zuhörers transportiert.
Viele Sounds sind zeitgemäss modern produziert, aber keine Sorge, Hiatt und seine Band haben das Rocken nicht verlernt, manche Songs gehören zum Besten, was er je gemacht hat (My old Friend), die Koordinaten sind zwischen hartem Rock, R&B, Bluegrass-beeinflusstem Rock'n'Roll und natürlich Balladen klar abgesteckt.
Einzig das letzte, fast 9-minütige Farther Stars geriet mir als psychedelisches, mit orientalischen Unterklängen verziertes Soundgemälde etwas zu langatmig. Aber das kann natürlich nicht vom postitiven Gesamteindruck ablenken. John Hiatt war und ist eine sichere Bank für anspruchsvolle Rockmusik.
Die alten Fans freut's, die neuen haben noch eine angenehme Entdeckungsreise in John Hiatts Backkatalog vor sich.
Produktion und Klang sind ohne jeglichen Tadel.
In John Hiatts Tiki Bar, sag ich Euch: "Prost Leute, das schmeckt mir!"
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