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John Mayall & The Bluesbreakers

Road Dogs

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Road Dogs
Road Dogs, Eagle Records, 2005
John Mayall Vocals, Electric Piano, Piano, Synthesizer, Keyboards, Harmonica, Flute, Horn Synthesizer, Guitar
Buddy Whittington Guitars
Joe Yuele Drums, Congas
Hank Van Sickle Bass, Upright Bass
Tom Canning Organ, Piano, Electric Piano
Gäste:
Dale Morris, Jr. Violin
Eric Steckel Guitar
Produziert von: John Mayall & The Bluesbreakers, Bill Cooper Länge: 70 Min 25 Sek Medium: CD
1. Road Dogs9. Beyond Control
2. Short Wave Radio10. Chaos In The Neighbourhood
3. So Glad11. You'll Survive
4. Forty Days12. Awestruck & Spellbound
5. To Heal The Pain13. With You
6. Burned Bridges14. Brumwell's Beat
7. Snake Eye15. Scrambling
8. Kona Village

Nach seinen CD-Veröffentlichungen rund um seinen 70. Geburtstag, "Stories" (2002) und "70th Birthday Concert" (2003), nun John Mayalls neueste Studio-CD.
John Mayall hat immer noch etwas zu erzählen, ob es nun um das Tourleben (Road Dogs), seine Erfahrungen mit dem Blues im Radio, was er vermisst, wenn er vierzig Tage von zu Hause weg ist (Fourty Days) oder Erinnerungen an Peter Green, die plötzlich wieder aus einer Schublade hervor kommen (Awestruck And Spellbound). So hat jeder neue John Mayall Song auch eine interessante Geschichte zu erzählen.

"Road Dogs" bietet neben Songs im bekannten John Mayall Gewand aber auch einige Überraschungen.
So geht es bei Road Dogs, dem Opener, direkt mit einer Überraschung los: Buddy Whittington an der Slide-Gitarre. Joe Yueles fette Drums, ein kompakter Mayall-Song in modernem Blues-Outfit. Van Sickles Upright Bass verleiht dem Song eine weitere besondere Note.
In Short Wave Radio klingt Whittingtons Gitarre wie die der BLUESBREAKERS der 60er/70er Jahre.
So Glad beeindruckt durch die relaxte Stimmung. Schönes Mayall Piano und ein herrliches Whittington Solo im Mittelteil. Die Rhythmusarbeit von Yuele macht diesen Song zu einem ersten Highlight.
Fourty Days, im Duo vorgetragen. Mayall, Vocals, Piano, Harp und Joe Yuele, Drums. Der Song klingt fast nach Country-Blues.

Auf Fourty Days folgt dann die nächste Überraschung. To Heal The Pain, das sich mit der Gewalt dieser Welt auseinander setzt, ist getragen von Dale Morris' Violine und Whittingtons akustischer Gitarre. Bei diesem Song werden Erinnerungen aus den John Mayall And The Bluesbreakers-Zeiten der 60er/70er wach. Natürlich in der heutigen Zeit moderner produziert, aber To Heal The Pain würde auch als Song auf "Back To The Roots" passen.
Ebenso Kona Village mit Flute von Mayall und You'll Survive wieder mit Dale Morris, Jr. an der Violine. Wieder ein sehr Laid-Back-Song, getragen von Piano und Violine.
In die gleiche Richtung geht Burned Bridges, das auch einen hohen Wiedererkennungswert mit früheren Mayall Songs hat. Viel Harp von Mayall in diesem Song. Joe Yuele bedient die Felle seines Schlagzeugs mit dem Besen, was dem Song sehr dienlich ist.
Mit Snake Eye zeigt John Mayall wie moderner Blues klingen sollte.
Beyond Control, mit Mayall-Brass-Section, wohl aus der Konserve. Auch nicht von schlechten Eltern, Mayall mit Horns-Sound.
Auf Chaos In The Neighbourhood dann das Eric Steckel-Gastspiel an der Lead-Gitarre. Da ist doch deutlich der Unterschied zu Whittingtons Gitarrenarbeit zu hören. Der Song ist bluesrockiger.
Auf Awesome And Spellbound (Whittington/Yuele) ist John Mayall Begleitmusiker am Piano. Buddy Whittington übernimmt den Gesang. Zitate von Nix' Song Going Down und Greens Oh Well frischen den Song auf.
Brumwell's Beat, ein Instrumental aus der Feder der Bluesbreakers, mit einem klasse Organ-Sound von Tom Cunnings, wird gefolgt vom letzten Song dieser randvollen CD, Scrambling, das zum Abschluss wieder typische Mayall-Songlinien beinhaltet.

Man kann also ohne Probleme mit "Road Dogs" auf einen abwechslungsreichen Blues-Cruise gehen. Eine angenehme Fahrt mit einigen Überraschungen links und rechts der Straße.

Joachim P. Brookes, (Artikelliste), 20.06.2005


 
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