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Julie Miller:

Blue Pony

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Cover Blue Pony
Cover Blue Pony
Blue Pony, Hightone Records, 1997
Julie Miller Guitar (13)
Buddy Miller Guitar (bis auf 13), Mandoguitar (1, 10, 11),
Bass (3, 4, 11), Vocal (2, 4, 9), Melodica
(3, 4 + 8)
Donald Lindley Drums (1, 4, 6, 9, 10)
Paul Griffith Drums (2), Percussion (7, 8)
Steve Hindalong Percussion (9, 11)
Allison Prestwood Bass (1, 6, 9, 10)
Byron House Bass (2, 7, 8, 9, 10)
Bill Maloney Harmonica (1)
Phil Madeira B3 (1, 6), Pump Organ (12)
Tammy Rogers Fiddle + Mandolin (2, 10)
Steve Earle Vocal (9)
Karen Peris Vocal (3)
Larry Campbell Bouzuki (3), Banjo (10), Fiddle (11)
Emmylou Harris Vocal (11)
John Andrew Schreiner Piano (5)
Matt Slocum Cello (5)
Produzenten: Buddy & Julie Miller at Dogtown Länge: 46 Min 08 Sek Medium: CD
1. A Kiss on the Lips
[Julie Miller] (5:13)
8. Letters to Emily
[Julie Miller] (4:28)
2. Take Me Back
[Julie Miller] (3:53)
9. I Call on You
[Julie Miller] (4:28)
3. By Way of Sorro
[Julie Miller] (2:52)
10. Face of Appalachia
[Lowell George / John Sebastian] (4:17)
4. Dancing Girl
[Julie Miller] (4:05)
11. Forever My Beloved
[Julie Miller] (2:25)
5. Give Me an Ocean
[Julie Miller] (3:16)
12. Blue Pony
[Julie Miller] (3:27)
6. All the Pieces of Mary
[Julie Miller] (3:43)
13. Last Song
[Bill Mallonee / Julie Miller] (0:58)
7. The Devil Is an Angel
[Julie Miller] (3:05)

1997, zwei Jahre nach Buddys "Your Love And Other Lies", erschien "Blue Pony", Julies erstes Album, das nicht christlicher Musik gewidmet war - lese ich beim Allmusic-Guide. Die beiden zuvor werden unter "Gospel" eingereiht, einem Musikstil, dem ich nicht ganz so viel abgewinnen kann.

Dafür ist "Blue Pony" ein Volltreffer.
Die CD bietet ein gelungene Mischung aus

  • relaxten, leicht rockigen Songs, wie "A Kiss on the Lips" oder "All the Pieces of Mary"und "Letters to Emily", in diesem fließenden Rhythmus, den ich so liebe, und "Dancing Girl", das etwas langsamer ist
  • folkigen Songs, wie "Take Me Back", bei dem Buddy Miller die zweite Stimme singt oder
  • akustischen Liedern, wie "By Way of Sorrow", das durch die zweite Frauenstimme Karen Peris und die Melodica eine ganz eigene, wunderschöne Stimmung besitzt und "The Devil Is an Angel", das bluesige und leicht jazzige Elemente vereint
  • langsamen Songs, wie "I Call on You", bei dem ausser Buddy Millers auch Steve Earls Stimme zu hören ist
  • Balladen, wie "Give Me an Ocean", bei dem das Piano das dominierende Instrument ist
  • einem Ausflug in die englisch-irische Folklore ("Forever My Beloved") beim Duett mit Emmylou Harris (mit Fiddle- und Trommel-Begleitung), das mit zwei sehr unterschiedlichen Stimmen glänzt.

Bleiben noch drei Songs: "Face of Appalachia" aus der Feder von Lowell George und John Sebastian, der Titelsong "Blue Pony" und "Last Song", ein kurzes Gebet (this is my prayer for you), mit dem Text von Bill Mallonee und ihr selbst an der Gitarre.
"Face of Appalachia", ein langsamer Song, ist die einzige Fremdkomposition und besticht durch die Steigerungen. Banjo, Mandoline, Fiddle und Gitarre treiben Julies Stimme, die den Song ganz famos vorträgt.
"Blue Pony" könnte ein Kinderlied sein, was sicher großteils der Pump Organ (Blasebalgorgel) zu verdanken ist. Aber auch die verspielte Melodie, der gehauchte Gesang und die sparsame Akustik-Gitarre tragen dazu bei, es, dank dem Refrain, zu einem Ohrwurm zu machen.

Mit "Blue Pony" beweist Julie Miller eindrucksvoll, welch Ausnahmekünstlerin als Singer/Songwriter sie ist. Bei den ersten Hördurchgängen habe ich mit ihrer (manchmal Klein-Mädchen-) Stimme noch nicht so viel anfangen können. Sie singt jeden Song auf etwas andere Art und so ist auch beim x-ten Male Hören noch Neues zu entdecken. Ihre Text sind pure Poesie, soweit ich dies als Nicht-Englischsprachig-Geborener beurteilen kann.
Dass die Produktion erstklassig ist und Buddy Millers Gitarren perfekt auf die Songs und die jeweilige Stimmung passen, versteht sich von selbst. Anhören, und wenn die Stimme einigermaßen gefällt, sofort zuschlagen und kaufen. Es lohnt sich.

Ausser der Domain von Julie und Buddy gibt es auch die Domain www.buddymiller.com. In einem Posting im dortigen Messageboard wird darauf hingewiesen, dass diese Site mit den Millers nichts zu tun hat.
Bei Julie und Buddy gibt es u.a. Soundfiles. Und nett gemacht sind die Seiten auch.

Werner Saumweber, (Impressum, Artikelliste), 24.11.2001

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