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Angels On The Freeway [Crosses On The Road]

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CoraZong Records
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CMM
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All Music Guide (englisch)

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Angels On The Freeway
Angels On The Freeway, CoraZong Records, 2003
Kevin Bowe Vocals, Guitar, Banjo, Harp, Mandoline, Bass
Andy Dee Guitar, Vocals, Lap Steel, 12 String, Slide, 6 String Bass, Percussion, Sitar
Marv Gohman Mandoline, Vocals, Fiddle
John Haga Drums, Percussion
Dik Shopteau Bass, Knobs(?)
Gäste:  
John Wright Bass (Tracks 1,4,7,9,10,11 & 13)
Jonny Lang Guitar (Leaving To Stay)
Shannon Curfman Vocal (Leaving To Stay)
Bruce McCabe Organ (Sweeter World), Piano (Leaving To Stay)
Donnie LaMarca Piano (No Riders, Liquid Confidence, Coulda Shoulda Woulda)
Cynthia Johnson Vocal (No Riders)
Produziert von: Kevin Bowe/Andy Dee Länge: 54 Min 45 Sek Medium: CD
1. Sault Ste. Marie8. Soon Enough
2. No Riders9. The Horrible Truth About Annie
3. The Land Of Cain10. Lonesome Angel
4. Sweeter World11. The Heart Of Everything
5. Liquid Confidence12. Coulda Shoulda Woulda
6. Permanently Temporary13. Which Way The Wind Blows (inkl.)
7. Leaving To StayHidden Track (Tight Fittin' Jeans)

Aufmerksame Leser werden sich erinnern: Im März 2001 gab's an dieser Stelle eine Review von Kevin Bowe and the Okemah Prophets mit ihrem Album "Restauration". Und sieben Songs, also 40% dieser neuen (?) CD stammen dann unverändert von diesem Album. Warum dies so ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Kevin Bowe ist ein gestandener Songschreiber, dessen Songs von einer Menge Kollegen aufgenommen wurden (u.a. hatten Jonny Lang und Kenny Wayne Shepherd je einen seiner Songs auf ihren Debutalben), danach konnte er bei den legendären Produzenten Leiber & Stoller unterschreiben.

Kevin Bowe selbst nennt die REPLACEMENTS, Steve Earle und die BYRDS als seinen Einfluss. Den gekonnten Pop der Byrds höre ich auf dieser CD nicht so ganz heraus, aber ganz weit entfernt ist er natürlich auch nicht. Warum er nicht auch Tom Petty und John Mllencamp genannt hat... keine Ahnung, aber manche Songs könnten deren Einfälle sein und sie wären mit Recht stolz drauf.

Wer seine Band nach dem Geburtskaff von Woody Guthrie (Okemah, Oklahoma) nennt, wird wohl sicher eine bestimmte Assoziation haben und so verwundert es kaum, dass Kevin Bowe und seine Okemah Prophets ihren musikalischen Nektar auch von der traditionellen amerkanischen Folkmusik beziehen, perfekt vermischt mit Roots- und Heartland-Rock, schön abgeschmeckt mit bluesigen Einlagen, ohne dass man in simplen Blues abdriften würde.

Was diese Truppe so alles im Mix unterbringt mag schon ein Blick auf die Instrumentation andeuten, obwohl das nicht das Selbsterleben ersetzen kann. Hier ist das Ganze mehr ist als Summe der Einzelteile, es ist spannend und selbst nach mehrmaligen Hören entdeckt man immer wieder neue Details.

Treibend (oft mit Slide, Fiddle und Mandoline), rhythmisch zwingend, mal rockend, mal eher poppig leicht - die Platte macht eine Menge Spass. Gerade weil man nicht stur in einem Americana/Alt. Country/Roots-Schema bleibt, stellt sich auch keinerlei Langeweile ein. Sicher eine Platte mit Langzeitfaktor.

Nur der Hidden Track findet nicht meinen Geschmack, dieses Tight fittin' Jeans hat sicher im Studio eine Menge Spass gemacht, aber warum man so was banales auf die CD gepresst hat ist mir unbegreiflich. Eine Schülerband wär sicher von sich angetan den Takt so gut halten zu können. Nicht dass dieser Ausklang das Gesamtwerk entwerten könnte, man kann ja einfach auf die Stop-Taste drücken...

Die Produktion bewegt sich auf höchstem Standard, der Klang ebenso. Das mehrseitige Booklet gibt eine Menge Informationen. Hier gibt es also nix zu meckern, wer allerdings das erste Album "Restauration" schon im Regal stehen hat, muss wohl nicht unbedingt auch diese CD kaufen. Vielleicht auch, weil auf dem Debut einige tolle Songs sind, die hier fehlen und man bei Erwerb des neuen Werks dann doch zu viele Songs doppelt hat. Ich möchte allerdings diejenigen, die das Debut noch nicht haben ausdrücklich zum Kauf animieren, wer auf solche Musik steht wird begeistert sein.

Manni Hüther, (Impressum, Artikelliste), 15.02.2004

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