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| Hearts & Bones, Rude Records, 2003 |
| Jörg Wesenberg |
Vocals |
| Markus Großkopf |
Bass |
| Roland Feldmann |
Guitars |
| Karsten Kreppert |
Drums |
| Stefan Aurel |
Guitars |
| Ansas Strehlow |
Hammond Organ |
| Gäste: |
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| Jean-Jaques Kravetz, Pascal Kravetz & Lothar Brandes |
Keyboards |
| Ela & Mel |
Background Vocals |
| Produziert von: Markus Grosskopf & Stefan Aurel |
Länge: 43 Min 13 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Run For Your Life | 8. Call My Name |
| 2. Be My Lady | 9. Smile Smile Smile |
| 3. To Hell And Back Again | 10. Child Of Love |
| 4. Secretary Blues | 11. Wild Emotions |
| 5. Madhouse | Bonus Track: |
| 6. Bye Bye Bye | 12. I Don't Know |
| 7. Hearts & Bones | plus CD-R Bonus Track |
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An Musik kann man mit unterschiedlichen Methoden herangehen. Analytisch, also Takte zählen und immer schön den neuesten Output mit dem stilprägenden Frühwerk von 1971 vergleichen. Weiters haben wir den so genannten Innovationsforscher, dem unverzüglich speiübel wird, wenn er auf einer neuen CD einen bereits 1993 gespielten Ton wiedererkennen sollte (diese Methode führt bisweilen in ganz besonders finstere Abgründe zeitgenössischer Musik). Oder didaktisch, das sind die Oberlehrer, die beim Konzert manchmal ekstatisch mit den Fingern schnippen und ansonsten mit verschränkten Armen rumstehen und sich wundern, dass der 63jährige Gitarrist noch so agil ist. Dann gibt es die Heldenverehrer, die jeden gespielten Witz ihres Idols zum genialischen Meisterwerk verklären, vollkommen egal, dass der Meister (wahlweise Boss oder Slowhand) seit 20 Jahren keinen einzigen neuen/spannenden Ton mehr von sich gegeben hat. Und letztlich gibt es noch die Partytiere. Ich zähle mich da jetzt einfach mal dazu und bin seit mehr als 25 Jahren eigentlich nicht schlecht damit gefahren (die Platten- und Getränkeindustrie auch nicht...).
Das Partytier (Anglisten nennen es auch P.-animal) zeichnet sich durch erhöhte Körper- und Kopfschüttelbewegungen nach Einnahme der berüchtigten 3B-Stimulanzen (Bier, Boogie und Barbusige - in beliebiger Reihenfolge) und massiven Ausstoß bestimmter Laute (i.d.R. "geil", "yeah", "Rock & Roll", "Zugabe") aus.
Leider ist das Partytier nicht besonders aufgeschlossen neuen Dingen gegenüber (was u. U. den Erfolg von Bands wie STATUS QUO, AC/DC oder den ZILLERTALERN erklärt) und so geschah es, dass der jugendliche Schreiber dieser Zeilen die Band KICKHUNTER beinahe übersehen hätte.
Es war im letzten Sommer beim wunderschönen Open-Air-Konzert von LYNYRD SKYNYRD und DEEP PURPLE im hessischen Bad Arolsen.
Meine Grundkenntnisse: Am Bass ist der Gro?kopf von HELLOWEEN. Thema durch, wieder eine spaßfreie Metalkapelle, die uns 60 Minuten die Originaleisenkugel von Alcatraz um die Ohren prügelt und möglicherweise auch noch mit Pappschwertern rumfuchtelt und was von "True Metal" erzählt. Ja ja, das brauch ich an einem heißen Sommertag unbedingt. Es kam ganz anders und nun ist auch endlich die CD der Band bei mir gelandet.
Die Kritik zuerst. Wer ein Projekt mit solch P.-Tier tauglicher Musik wie KICKHUNTER startet und dabei die oben genannten Bands supportet, der könnte auch gerne eine Schippe ernsthafter an die Angelegenheit rangehen und sich mittels Clubkonzerten besser präsentieren. Die Öffentlichkeitsarbeit im letzten Jahr war lausig. Mag ja sein, dass die Angelegenheit just for fun ist, aber deswegen muss man doch nicht - abgesehen von besagten Gigs - unsichtbar sein. Mag auch sein, dass der Spaß der beteiligten Musiker im Vordergrund steht. Aber WIR wollen den auch! Also Herrschaften, bisserl mehr Initiative und nicht nur ein paar Unplugged-Gigs in Hamburg, bitteschön.
Das Lob.
Wer auf alte WHITESNAKE, AC/DC, QUO oder ROSE TATTOO steht, der muss diese CD im Schrank haben! In diesen knapp 45 Minuten (inkl. Video) ist kein einziger Hänger, Langweiler oder NuMetal-Anflug zu entdecken. No ballads! KICKHUNTER rocken, rollen und shuffeln durch ihr Programm, scheuen jegliche Experimente (dafür gibt's eine gepflegte Hammond) und lassen kein einziges Klischee des guten alten Rock'n'Boogies aus. Recht so.
Wir reden also von Good Time Music, just what the Doctor ordered, die Jungs geben den Leuten was sie brauchen und es ist tausendmal scheißegal, dass man jeden Ton und jede Textzeile auf irgend einer anderen vergleichbaren Partyscheibe schon gehört hat (Run For Your Life, Wild Emotions, na ja, To Hell And Back Again, hmmm). Rock & Roll is here to stay - und das ist was zählt.
100 Punkte und Freibier vom Partyanimal.
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