| Perpetual, Frontiers Records, 2004 |
| Lenny Wolf |
Vocals, Alle Instrumente |
| Eric Foerster |
Guitar solos |
| Produziert von: Lenny Wolf |
Länge: 59 Min 51 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Gotta move on | 7. King of nothing |
| 2. Hang 'em high | 8. Borrowed time |
| 3. Crown of Moscow | 9. Connecting pain |
| 4. Time to realign | 10. Watch the dragon fly |
| 5. Silhouette paintings | 11. Inhaling the silence |
| 6. With the sun in mind | |
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Lenny Wolf hat mit seiner Band KINGDOM COME eine ganze Menge erreicht, mehr als viele Künstler und Musiker jemals
erreichen werden. 1988 startete man mit Debüt geradezu sensationell durch und satte Verkaufszahlen, Chartsnotierungen
und Edelmetallauszeichnungen waren genauso an der Tagesordnung wie umjubelte Auftritte in rappelvollen Arenen.
Und welchem Künstler wird schon zu Lebzeiten die Ehre zuteil, dass
Ozzy Osbourne und
Gary Moore sich zu einem Duett zusammenfinden
und dieses ihm widmen. Gut, Led clones, erschienen auf Gary Moores Album "After the war" war eher ein bissiger
Seitenhieb, denn eine echte Homage, aber wie heißt es so schön: Any promotion is good promotion.
Lenny Wolfs größtes Kapital ist zugleich auch seine schwerste Bürde, ja fast schon ein Fluch. Der gebürtiger Hamburger
hat nun mal eine ähnliche Stimme wie
LED ZEPPELINs
Robert Plant und was immer auch Lenny
bisher in seiner Karriere eingesungen hat, war mit diesem Hauch LED ZEPPELIN durchsetzt. Dafür lieben ihn die einen, die
andern kanzeln ihn als Stimmenimitator ab und die Wahrheit liegt sicher mal wieder irgendwo dazwischen.
Man kann KINGDOM COME viel vorwerfen, allerdings nicht, dass sie irgendwelchen Mist auf den Markt werfen würden. Jedes
Album hatte bisher seine Qualitäten, wenngleich natürlich nicht alle gleichermaßen stark waren. Da macht auch der
jüngste Streich "Perpetual" keine Ausnahme.
Natürlich darf man von KINGDOM COME nichts sensationell Neues erwarten. Die Band spielt klassischen Hard Rock, der seine
Wurzeln in den Siebzigern hat, versteht es aber diesen zeitgemäß darzubieten. So findet sich auf "Perpetual" auch wieder
der auf seinem Vorgänger "Idependent" eingeführte wuchtige und gleichermaßen klinisch sterile Drumsound, an dem sich
schon vor zwei Jahren die Geister schieden, der aber nicht unwesentlich dazu beiträgt, der Scheibe ihren modernen
Anstrich zu verpassen.
Ansonsten klingt "Perpetual" wieder mal - sorry - verdammt nach LED ZEPPELIN, allerdings mit deutlicher Fokussierung auf
deren epische, mystische Seite. Wo sich in den Siebzigern bei Page und Plant im Nebel bewusstseinserweiternder
Substanzen Hobbits, Elben und die übrige Bevölkerung der Tolkinschen Sagenwelt tummelten, da inhaliert Lenny Wolf mit
der Sonne im Sinn die Stille und beobachtet fliegende Drachen während sich der 'König des Nichts' in Moskau eine Krone
aufsetzt.
Ihr versteht nur noch Bahnhof? Macht überhaupt nichts. "Perpetual" ist ein stimmungsvolles, atmosphärisches Rockalbum im
gewohnten KINGDOM COME-Sound, bei dem die ruhigen und melancholischen Momente dominieren. Wenn einem nicht gerade der
Sinn nach exzessivem Headbangen steht kann man als gestandener Rocker mit der Scheibe wenig falsch machen.
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