|
|
| Fassade, Hall Of Sermon, 2001 |
| Tilo Wolff |
Gesang, Programming, Klavier |
| Anne Nurmi |
Keyboards, Gesang |
| Gäste: |
|
| Jay P. |
Gitarren, Bass |
| AC |
Schlagzeug |
| Manne Uhlig |
Schlagzeug |
| Björn Westlund |
Flöte |
| Thomas Rode |
Oboe |
| Larry Elam |
Trompete |
| Raphaela Mayhaus |
1. Sopran |
| Ursula Ritter |
1. Alt |
| Stefan Pintev |
1. Violine |
| Rodrigo Reichel |
2. Violine |
| Dimitri Hoffmann |
Viola |
| Christoph Groth |
Cello |
| Katharina C. Brunners |
Kontrabass |
| Raphaela Mayhaus, Bettina Hunold, Ursula Ritter, Olaf Senkblei, Klaus Bülow, Gottfried Koch, Frederick Martin, Joachim Gebhardt und das Rosenberg Ensemble |
Chor |
| Das Deutsche Filmorchester Babelsberg |
Dirigent: Günther Joseck |
| Die Spielmann-Schnyder Philharmonie |
Dirigent: Christopher Clayton |
| Produziert von: Tilo Wolff |
Länge: 52 Min 55 Sek |
Medium: CD |
|
 |
 |
| 1. Fassade - 1. Satz | 5. Fassade - 2. Satz |
| 2. Der Morgen danach | 6. Liebesspiel |
| 3. Senses | 7. Stumme Worte |
| 4. Warum so tief | 8. Fassade - 3. Satz |
 |
Puh! Leicht verdaulich ist "Fassade" definitiv nicht, doch zweifellos haben Tilo Wolff und Anne Nurmi damit ihr
bisher ambitioniertestes und vielleicht bestes LACRIMOSA-Album abgeliefert.
Es empfiehlt sich wirklich für "Fassade" genügend Zeit zur intensiven Auseinandersetzung aufzubringen. Zu groß ist
sonst die Gefahr, dass man lediglich beim harten Liebesspiel kurz aufhorcht und einem all die anderen großen,
schwerer zugänglichen Momente dieses Werkes entgehen.
"Fassade" greift die vom Vorgängeralbum "Elodia" bekannten klassischen, choralen und orchestralen Elemente auf,
ist jedoch nicht einfach ein Gothic-Rock-Album, das um diese ergänzt wurde.
Wie kaum kein anderes modernes Epos
verdient es ohne wenn und aber die Bezeichnung Symphonie.
Das Rockinstrumentarium wurde in das Orchester als zusätzliche Klangfarben gleichberechtigt integriert und bildet
gemeinsam mit dem Chor eine mächtige Einheit. Auch der kompositorische Aufbau orientiert sich klar an klassischen
Vorlagen, so tauchen die musikalischen Hauptthemen immer wieder im Verlauf des Werkes auf.
Trotzdem funktioniert fast jedes Stück auch außerhalb des Gesamtkontexts. Das schon erwähnte Liebesspiel dürfte
Dank seiner Eingängigkeit, dem Zusammenspiel von Elektronik und harten Gitarren binnen kurzer Zeit zu einem Hit in den
einschlägigen Szenediscotheken werden.
Der Morgen danach überrascht mit seinem Tangorhythmus im Refrain,
Fassade - 1. Satz präsentiert die Fusion von Rockmusik und Klassik in nie dagewesener Perfektion und Dramatik.
Bei Warum so tief kommen die Liebhaber der melodramatischen Seite von Tilo Wolf voll auf ihre Kosten und mit
Senses hat Anne Nurmi eine Gothic-Ballade par Excellence beigesteuert.
Diese Vielseitigkeit macht das Album auch nach dem zwanzigsten Hördurchgang zu einem spannenden Abenteuer und beschert
dem Hörer immer wieder neue, bislang unentdeckte Details. Mit "Fassade" setzen LACRIMOSA Maßstäbe, an denen sich
die Mehrzahl der Künstlerkollegen die Zähne ausbeißen werden.
Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn: 
|