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| Vicious Cycle, Sanctuary Records, 2003 |
| Johnny Van Zant |
Lead Vocals |
| Garry Rossington |
Guitars |
| Hughie Thomasson |
Guitars |
| Rickey Medlocke |
Guitars, Vocals |
| Billy Powell |
Keyboards |
| Michael Cartellone |
Drums |
| Leon Wilkeson |
Bass (Lucky Man & The Way) |
| Ean Evans |
Bass |
| Dale Krantz-Rossington & Carol Chase |
Background Vocals |
| Kid Rock |
Vocals (Gimme Back My Bullets) |
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Länge: 70 Min 40 Sek |
Medium: CD |
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| 1. That's How I Like It | 9. Mad Hatter |
| 2. Pick 'Em Up | 10. Rockin' Little Town |
| 3. Dead Man Walkin' | 11. Crawl |
| 4. The Way | 12. Jake |
| 5. Red White & Blue | 13. Life's Lessons |
| 6. Sweet Mama | 14. Lucky Man |
| 7. All Funked Up | Bonus Track: |
| 8. Hell Or Heaven | 15. Gimme Back My Bullets |
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Es mag Fakt und sicherlich Grund zur Freude sein, stolz auf eine dreißig Jahre lang währende Bandgeschichte mit erhobenem Haupt zurückblicken zu können.
Ich kenne keine andere Band, die es geschafft hat, trotz kaum noch aufzuzählender Rückschläge, wie z.B. Todesfällen (Echt?), Drogengeschichten, interner Streitigkeiten oder fortwährendem Tourstress mit derart qualitativ hoher Musik, Dinge kontinuierlich wieder gerade zu rücken.
So gelang es auch dem aktuellen LYNYRD SYKYNYRD Line-Up, den Tod von Bassist Leon Wilkeson, sowie eine Herzoperation von Gary Rossington zu kompensieren und mit "Vicious Cycle" das fünfte Studioalbum (wenn man "Endangered Species" ausklammert) in der Zeit nach Ronnie Van Zant zu präsentieren.
Seit ihrem Werk von 1991 sind mittlerweile auch schon 12 Jahre vergangen. Nach der starken letzten "Edge Of Forever"-CD, auf der bei vielen Stücken auf das Grundmuster alt bewährter Songs zurückgegriffen wurde, nähert man sich nach meiner Ansicht mit den neuen Liedern wieder eher der anderen, etwas melodischeren Jubiläumsscheibe, "Twenty".
So sind gleich sechs der vierzehn Songs (Red White & Blue, Hell Or Heaven, Mad Hatter, Crawl, Life's Lessons, Lucky Man) im Balladen- bis Midtempobereich anzusiedeln, aber wie immer mit tollen Gitarrenparts veredelt. Für mich als Vertreter ruhigerer Töne natürlich recht angenehm, obwohl die Mamasöhnchen-Mentalität von Johnny Van Zant mittlerweile ein wenig nervt.
Aber Boogiefreunde und Fans von straightem Southern Rock werden natürlich auch reichhaltig entlohnt. Pick 'Em Up (klasse Duett mit Rickey Medlocke), Sweet Mama oder Jake haben diesen unverwechselbaren Honky-Tonk-Touch, wo knackige Gitarren und Billy Powells unnachahmliche Pianoeinlagen ihren Stempel aufsetzten.
Beim Opener That's How I Like It, All Funked Up und Rockin' Little Town geht die Post wie gewohnt richtig ab und der typisch gitarrengetränkte, stampfende Rock jagt einem wohlige Schauer über den Rücken. Bläsereinlagen und weibliche Backgroundvocals halten sich angenehm im Rahmen. Ob das abschließende Gimme Back My Bullets als Hip-Hop-Hardcore-Rock-Bonus-Track zusammen mit Kid Rock dem Ganzen eine moderne Note verpasst, sollte jeder selbst beurteilen; ich tendiere doch eher dann dazu, die Austaste zu betätigen oder wieder zum Anfang zurückzuschalten.
Wie dem auch sei, LYNYRD SKYNYRD ist wieder ein ausgezeichnetes Stück Southern-Rock gelungen.
Zu befürchten ist allerdings, dass die Band das ganze Jubiläumsgedönse einmal mehr dazu benutzt, um die bereits bis zum Erbrechen gebrachten alten Klamotten im Live-Repertoire erneut aufzuwärmen. Ich meine, es ist nach fast zwölf Jahren an der Zeit, sich zur eigenen Identität selbstbewusst zu bekennen und den Fokus auf die aktuellen Lieder zu richten.
That's how I would like it!
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Hölle Hölle Hölle! That's How I Like It! Skynyrd legen los wie der Leibhaftige selbst - gut, das völlig ausgelutschte Intro mal beiseite gelassen - aber das geht wieder tierisch ab. Nur, was stört mich dann nach ca. 90 Sekunden? Klingt das nicht irgendwie insgesamt ausgelutscht? Hatten wir das nicht schon alles, nur frischer? Egal, die Nummer rockt geil.
Honky Tonk! Pick 'Em Up and lay 'em down. Und was für ein geiles Duett mit Medlocke! Aber was zum Geier sollen die 'ausgelutschten' Bläser? Macht nix, rockt immer noch wie Sau.
Ja, wenn man sich die Gitarren der neuen CD von LYNYRD SKYNYRD mal unterm Kopfhörer gibt, dann hört man es, wie genial so ein three-piece kommen kann. Hughie, Rickey und Gary können das. Natürlich.
Aber warum kommt es unter "Normalbedingungen", also im Auto oder im heimischen Wohnzimmer so dermaßen verwässert? Warum so saft- und kraftlos und schlapp? Warum dominieren ab Song #4, The Way, so schreckliche Keyboards, Geigen und Bläser? Warum sind auf der CD 15 Songs? Warum dieses Einheitsgedöns auf den hohen Saiten, Rickey? Warum eine textliche Unglaublichkeit wie Red White & Blue (selbst wenn das kurze Schlusssolo wirklich klasse ist)? Warum singt Johnny dauernd von Mami? Warum sind die Balladen allesamt produziert wie Zuckerwatte? Warum sind die Boogienummern so einfallslos (um nicht zu sagen einfältig)? Warum müssen die Boogie-Licks in Sweet Mama (sic!) von den Bläsern stammen? Warum klingen die Bläser zum größten Teil wie Plastik? Warum warum warum, zur Hölle...
"Situation normal all funked up". Witzige Idee und einer der wenigen wirklich spannenden Songs auf "Vicious Cycle". Mächtig heavy und trotzdem dynamisch (was allerdings zum großen Teil auf das Konto von Schlagzeuger Michael Cartellone geht).
Eine große und gelungene Verbeugung vor Leon Wilkeson ist Mad Hatter. Für mich war Wilkeson immer der Sympathikus der verbliebenen Originalbesetzung. Irgendwie ist es bezeichnend für diese Band und ihren "Lebenswandel", dass immer mal wieder einer "aufgibt". Aber die Maschine dampft weiter... ohne Rücksicht... ohne Gnade. Trotzdem, eine wirklich schöne Nummer.
Wisst Ihr (Leser), ich liebe LYNYRD SKYNYRD. Aber diese Platte langweilt mich. Nach einem frischen, wenngleich völlig austauschbaren, Honky Tonk wie Rockin' Little Town kommt sogleich eine Nummer wie Crawl, die von mir aus auf dem nächsten Van Zant-Brothers-Album sein könnte (weil ich die eh für überflüssig halte). Aber bei SKYNYRD haben derartige Sülzmelodien nichts verloren! Da helfen auch die Heavy-Soli nichts, das ist einfach für'n Eimer.
Jake entschädigt. Rockt toll und die Gitarren sägen. Aber auch hier: We've had it all before!
Skynyrd sind eine SO große Band, mit SO großen (aktuellen) Mitgliedern und einer noch viel größeren Vergangenheit. Warum fällt ihnen nichts mehr ein?
Wir haben das Jahr 2003 und ich habe Alternativen zu LYNYRD SKYNYRD! Da gibt es junge und heiße Bands, die genau die Musik machen, die ich liebe und die dazu keine grauenhaften Produktionen brauchen, keine Wände von Streichern und Synthesizern, Bands die rocken und Einfälle haben. "Vicious Cycle" ist um exakt 7 Songs zu lang und der Rest ist auch größtenteils nicht wirklich neu.
Sorry, ich habe mich immer tierisch darauf gefreut, live endlich neue Songs zu hören, aber von dieser Platte fallen mir höchstens zwei Wunschnummern ein: Mad Hatter und einer der Boogies (egal welcher - klingen eh gleich).
P.S.: Zu der unsäglichen Fassung von Gimme Back My Bullets mit Kid Rock kann und mag ich nicht viel sagen. Der Typ ist ein elender Kreischhals und nervt nur. Wenn schon, dann hätten sie konsequent sein sollen und, beispielsweise wie weiland AEROSMITH, einen wirkliche innovativen Künstler/Band an diesen Klassiker lassen sollen. Entweder, oder!
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