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| Beyond Magnetic, Vertigo/Mercury Records/Universal Music, 2012 |
| James Hetfield |
Vocals, Guitar |
| Kirk Hammett |
Guitar |
| Robert Trujillo |
Bass |
| Lars Ulrich |
Drums |
| Produziert von: Rick Rubin |
Länge: 29 Min 09 Sek |
Medium: EP |
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| 1. Hate Train | 3. Hell And Back |
| 2. Just A Bullet Away | 4. Rebel Of Babylon |
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Es gab durchaus einmal eine EP in der inzwischen dreißigjährigen Geschichte METALLICAs, die wirklich wichtig war, "The $5.98 E.P.: Garage Days Re-Revisited" nämlich. Aber das war 1987, lange vor den Grammys, MTV-Awards und Multimillionärsexzessen mitsamt psychologischer Betreuung und zugehörigen Entziehungskuren in luxuriösen Einrichtungen für die Upperclass. Inzwischen ist METALLICA in der "Rock and Roll Hall of Fame" angekommen, also im Museum. Kann da eine neue EP namens "Beyond Magnetic" noch irgendwie relevant sein?
Kann sie nicht, denn es handelt sich schlichterdings um übrig gebliebene Aufnahmen von "Death Magnetic", jenem Album, dem man auch drei Jahre nach Erscheinen nicht mehr als den Hui-bui-ich-bin-der-böse-Schwiegersohn Effekt attestieren kann, das dennoch im Grunde gar nicht so miserabel war, wie es der hier tätige Schlechtschreiber in seiner ersten Enttäuschung bewertet hat.
Vier "Rough Mixes" sind es also, die uns nun im Nachgang präsentiert werden. Wer dabei auf eine Renaissance irgendwelcher Garagen-Tage hofft, darf sich gleich wieder setzen, denn wenn es sich hier um angeraute Aufnahmen handelt, möchte man die polierte Version gar nicht hören. Genau so wie es hier klingt, muss eine Produktion von Rick Rubin knallen, so hätte "Death Magnetic" ins Schaufenster gestellt werden müssen. Bleibt also nur noch die Qualität der Songs zu bewerten. Drei mal sieben, ein mal acht Minuten kommen zu Gehör, schlecht ist das nicht, von zurecht bisher nicht veröffentlichtem Ausschuss kann man nicht sprechen - von künftigen Klassikern allerdings auch nicht. Es ist typische METALLICA-Ware mit allen Trademarks und allen Schwächen dieser Band. Vor allem Hate Train geht mächtig nach vorne los, bollert, krawallt und lässt eine hübsch schräge Gitarrenbreitseite aufs gequälte Ohr los, die drei anderen Nummern sind unspektakulärer, zwischendurch sogar leicht öde, fangen sich aber immer wieder in sauberen Gitarrenmärschen der ganz alten Schule.
Angenehm fällt auf, dass Rob Trujillo durchgehend sehr präsent abgemischt ist und Ulrich verblüffend passsicher trommelt - rough Mixes… wer's glaubt.
Die Motivation dieser EP dürfte eher nicht die Präsentation einer möglichen Zukunftsorientierung der Band sein, dann wäre METALLICA nämlich eine reine Retro-Kapelle, was angesichts der Kulturinszenierung "Lulu" unwahrscheinlich ist. Vielmehr geht es wohl darum, den unzähligen Internetkopien dieser Songs den Garaus zu machen, denn ganz unbekannt waren sie nicht, die Mitglieder des offiziellen Fanclubs konnten sie schon geraume Zeit downloaden - und illegal bei den einschlägigen Tauschbörsen wieder uploaden.
Haben muss man "Beyond Magnetic" nicht zwangsläufig, "Garage Days Re-Revisited" ist mit seinen NWoBHM-Coverversionen ohne Zweifel viel, viel essentieller, aber als Häppchen für zwischendurch geht "Beyond…" gerne durch.
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