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Temple Of Rock

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Temple Of Rock
Temple Of Rock, inakustik, 2011
Michael Schenker Guitar
Michael Voss Vocals
Herman Rarebell Drums
Pete Way Bass
Wayne Findlay Keyboards
Additional Musicians:
Robin Mcauley, Doogie White Vocals
Rudolf Schenker Guitar
Michael Amott, Leslie West Guitars on Guitar Battle
Don Airey, Paul Raymond Keyboards
Chris Glen, Neil Murray, Elliott Dean Rubinson Bass
Carmine Appice, Simon Phillips, Chris Slade, Brian Tichy Drums
Produziert von: Michael Schenker & Michael Voss Länge: 57 Min 52 Sek Medium: CD
1. Intro [Speech]8. Before The Devil Knows You're Dead
2. How Long 9. Stormin' In
3. Fallen Angel10. Scene Of Crime
4. Hanging On 11. Saturday Night
5. The End Of An Era12. Lovers Sinfony
6. Miss Claustrophobia13. Speed
7. With You14. How Long [3 Generations Guitar Battle Version]

Michael Schenker, der alte Rauschebart, kommt mal wieder mit einer neuen CD, wobei 'neu' in diesem Fall ein Euphemismus ist, kam die CD doch schon im September raus - aber eben erst kürzlich zu uns. So ist das manchmal - und warum 'Rauschebart'? Weil einiges ziemlich an einem vorbei rauscht und anderes einen ziemlichen Bart hat. Soll heißen, eine der besten Gitarren im Rock ist mal wieder etwas unter ihren Möglichkeiten geblieben, wobei dieser Output hier viel besser ist als das, was man sonst so in letzter Zeit eingeschenkert bekommen hat.

Mit einer kleinen Heerschar an Mitstreitern und Mietsklaven (wobei es wirklich besser wäre für Herrn MS, wenn er sich als Primus Inter Pares mal wieder in eine Band einfügen würde, wo sogar eventuell jeder gleichberechtigt schreibt und Stimme hat) gibt es den zu erwartenden Hard Rock'n'Roll'n'Heavy Rock.
Das ist mal nett-simpel gestrickt wie in Saturday Night (11 Strafminuten für so einen simpel Titelnamen); mal besser und treibend und drängend voller Rhythmuswechsel wie in Lovers Sinfony mit MacAuley an den Vocs, mal angedüstert in Speed mit Basser Chris Glenn.
Apropos Rhythmuswechsel - die Heerschar Drummer bekommt in How Long (Simon PhillIps), Fallen Angel und Hanging On in Gestalt von Hermann Rarebell gut zu tun, und letzterer darf insbesondere bei Hanging On mal ein paar ballernde Drumlyrizismen einwerfen und das macht das Ganze abwechslungsreich! Melodisch und textlich eher düster, ist der Track ein Highlight.
With You balladiert Wishbone-Ash-like mit sanften Gitarrenbögen. Before The Devil Knows You're Dead (das ist mal ein Titelname) mit dem famosen Doogie White an den Vocs - ja, so könnte das ganze Album sein; voller Druck, mit größter Klarheit beim Gitarrenstatement - eine Homage an Dio.

Langweilig wird es nicht wirklich, und das Gitarrenduell mit u.a. Leslie West in How Long [3 Generations Guitar Battle Version] ist auch unterhaltsam - aber die großen Schenker Solos und Tracks - die fehlen eher. Dennoch - er ist auf dem richtigen Weg, auch produktionstechnisch, der heilige Michael.

Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 09.12.2011


 
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