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CD-Review:
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Ich hatte diese Review schon vor einiger Zeit fertig, aber erst ein Anruf von Moodys Managerin erinnerte mich daran - und ich begann nachzuschauen, aber die Review(s) waren nirgendwo zu finden. Wäre das allein noch kein Grund, die Review wieder zu veröffentlichen, denn - naja, lest selbst. Aber dann hörte ich auch noch, dass es demnächst eine Band namens MOODY MARSDEN's WHITESNAKE gäbe, mit beiden Herren in der Band UND Herrn Laurie Wisefield an der zweiten Gitarre UND Herr James (THUNDER) an den Drums… Ja, Laurie, der bei WISHBONE ASH für die besten Alben der Band sorgte und ein herausragender Gitarrist ist; ja, da war klar, dass diese Review als kleiner Erinnerungs-Stups doch noch veröffentlicht werden muss. Gooooood evening, Damen und Herren, and welcome to the superfight: Old Thom gegen Slick Mick! Im heutigen Superkampf der Guitarheroen des Rock sehen Sie auf der linken Seite Old Man Hoppler, Thom himself, an der Gitarre und supported vom THB Team. Thom ist ein in vielen Kämpfen gestählter Recke, ohne dass die Guitarboxwelt schon groß auf ihn aufmerksam geworden ist - wird Zeit, was Thom? Hahahaha… ok, give him a helping hand. Thanks, thanks. Also, Leute, auf einen fairen und gerechten Kampf. Und auf geht's… Da kommt Thom aus der linken Ecke und legt gleich mächtig los. Eine wahnwitzige Reihe von Uppercuts lässt Moody sogleich ins Wanken geraten. Mächtig-mächtig jagen die flinken Finger mit der gefürchteten Wah-Wah Technik Moody durch den Ring. Schwer angeschlagen von dieser Alien Invasion ist unser Slick Mick. Kann er sich über die Runden retten? Da, er bezieht Position, eins, zwei, rechts-links, einige Doubletten, dann sehr flexible, rhythmische Beinarbeit, harmonische Hiebe der Leadguitar halten Thom auf Distanz, jetzt dreht Mick sogar noch auf, die Hiebe perlen nur so auf Thom runter… doch da, was macht er, er nimmt sich zurück, er lässt es langsam angehen, Hoppler erholt sich, doch nein, Moody reißt sich zusammen und beendet diese erste Runde furios… Nein, was jetzt? Wieder nimmt er Tempo zurück! Das erinnert mich an einen anderen alten Kämpen, Andy Powell vom Wishbone Ash Team - genauso ein 'geschmackvoller Kämpfer'! Die Runde rockt wohl an Hoppler. Zweite Runde - Moody beginnt mit der oft gehörten Latino-Technik: Dia Hermoso. Sehr nett, aber nicht sehr wirkungsvoll. Moody ahnt, dass das nicht reicht, und legt leicht zu, doch diese Art zu kämpfen ist mehr was für die Ladies Beach Beauty Bar! Wie kontert Hoppler? Ah ja, machtvoll bluesig klingt dieser Timeride aus seinen Fäusten, lange, langezogene Gerade brechen Moodys Deckung auf. Doch, Moody punktet, weil nun auch Hoppler sehr melodisch ans Werk geht! Kann… ja, da, Hoppler gibt mehr, die Gitarre brilliert, doch die Rhythmusarbeit in den Beinen … die ist nur mäßig. Doch ein böses, bassiges Knurren läßt Moody verschreckt blicken. Sollte Hoppler auch diese Runde gewonnen haben? Moody sieht angeschlagen aus! Doch auch Hoppler läßt nach, seine boxerische Ausdruckskraft - reicht die für einen guten Blues? Die Schläge erinnern an die Technik der ersten Runde… Sollte Hoppler schon im ersten Track seine ganze Kunst gezeigt haben? Die Runde geht, wenn auch knapp, an Hoppler. Er muss sich anstrengen! Mit klassischen Riffs startet Thom in die dritte Runde, wieder ist die Beinarbeit etwas hölzern. Die Wah-wah Technik wird wieder in den Kampf gebracht - und wieder dieselbe Spieltechnik, die Schläge kommen schnell und perlend, doch die Abwechlsung fehlt, und die Kampftechnik ist sprunghaft, es fehlt der Zusammenhang. Was kann Moody aufbieten? Ein heftiges Stück Funk! Kaum eine Steigerung zu dem Latinogeplänkel von Dia Hermoso, dennoch wieder sehr geschmackvoll! Ah, Moody gleitet durch den Ring, es ist eine Freude, ihm zuzusehen. Jetzt greift er kräftig an, auch er schießt ein paar heftige Gerade ab, aber sein ganzes Tun ist viel harmonischer und eingebetteter in das gesamte Auftreten - da, sogar die hoch geachtete Slidetechnik wird eingebracht; eine vom bekannten Thinking Man's Boxer Deodato abgeschaute 'E-Piano'-Schlagserie findet iht Ziel. Ja, Moody macht's, diese Runde geht an ihn, seine Variabilität bringt ihm den Sieg, ohne jedoch in allzu ruppigen Kampfstil Blut zu vergießen. Moody hält sich noch zurück. Jetzt aber, Thom, mach ihn fertig! Doch nein, was soll das? Der Silversurfer folgt der Alien Invasion in Kampftechnik und -aufbau! Wieder dieselben Schläge, nur leicht variiert. Hmmm, ob das reicht? Uh-oh, Moody ist's leid - jetzt wird er heftig in Galasphere. Das ist Hoppler ebenbürtig, ist ganz auf Vernichtung des Gegners angelegt, und eben viel abwechslungsreicher in dieser Runde als Hoppler. Klar an Slick Mick! Long live The Mood Man! Wormhole - ähm, schon vorbei! Jetzt bietet Moody Day Of Reckoning - jawoll, Mick, gut das. Sehr schön aufgebaut, schöne, verhaltene Steigerung, sehr Moody! Hoppler, wehr Dich! Evolution… und wieder die nun schon bekannte Technik, die Wah-wah soll's bringen, und die rhythmische Beinarbeit ist wieder nur mäßig ausgebildet. Ja, jetzt einige fette Riffschiebereien, doch letztlich kaum eine Änderung zur Technik davor. Dennoch: auch Hoppler erzielt eine sehr moody Stimmung - unentschieden. Hoppler holt aus - Bad Game. Langes Vorspiel, er tänzelt um Moody herum, wo soll's hingehen, Thom? Und da geht's los. Ne, nicht schon wieder dasselbe wie vorhin! Gaaaaaanz cool mit Hookerized von Old Man Mood gekontert. Runde an Micky 'Lee' Moody - howhowhowhow läßt er sich vernehmen. Man muss es vorweg nehmen: Auch im Weiteren bietet Hoppler - bis auf den Calimba Dance mit jeder Menge Drums und Rhythmus - keine Abwechslung. Das Gitarrenfeuer brennt zwar, aber es wärmt nicht. Moody bringt noch den Kaffeehausblues When Love Sneaks Up On You im gepflegten Depressionsmood, rockt den Ring mit der Slide im Slitheroe Kid - ohne sich kompositorisch groß aus dem Fenster zu lehnen - und bietet wieder gepflegte WISHBONE-ASH-Bluesgitarre im Closer Pax Columba - Hoppler liegt am Boden, am Ende konnte Moody mehr Abwechslung und Stimmung bieten, obwohl Hoppler heute sicher wesentlich mehr an stürmischer Technik drauf hatte. Dietrich Gastrock, (Artikelliste), 13.03.2010
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