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| 25th Anniversary - Best Of Re-Recorded, SPV, 2003 |
| Bobby Ingram |
Lead & Acoustic Guitars, Background Vocals |
| Phil McCormack |
Lead Vocals, Harmonica |
| Russ Maxwell |
Lead & Rhythm Guitars |
| John Galvin |
Keyboards, Programming, Background Vocals |
| J.J. Strickland |
Bass, Background Vocals |
| Shawn Beamer |
Drums, Percussion |
| Produziert von: Bobby Ingram |
Länge: 75 Min 34 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Flirtin' With Disaster | 10. The Creeper |
| 2. Bounty Hunter | 11. Jukin' City |
| 3. Gator Country - (Dixie) | 12. Goodbye To Love |
| 4. Whiskey Man | 13. Bloody Reunion |
| 5. Fall Of The Peacemakers | 14. 25teh Anniversary Song |
| 6. Satisfied Man | 15. Epitaph / Memories / The Great Beyond |
| 7. Beatin' The Odds | 16. Dreams I'll Never See |
| 8. One Man's Pleasure | 17. Boogie No More |
| 9. Big Apple | |
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Da ist er wieder, mein Freund Harvey, der alte Stinkstiefel, der immer dann auftaucht, wenn ich in meinen Jugenderinnerungen schwelge.
Kaum leg ich "Best Of Re-Recorded" auf, schießt er schon ins Zimmer und bricht in keifendes Geblöke aus: "Soso, der Herr hört mal wieder seine MOLLY HATCHET-Tribute Band und hat auch noch Spaß dabei."
Hat er, Harvey-Schatz!
Das ist nun der status quo der legendären, ruhmreichen, grandiosen, unfassbaren Southern Rock Band MOLLY HATCHET: Sie spielen Songs aus ihrer eigenen Vergangenheit neu ein und unter den meisten dieser Göttergaben stehen Namen wie Brown, Hlubek, Thomas, Roland oder Farrar (und der ist auf dem Cover auch noch prompt falsch geschrieben). In der heutigen Besetzung der Band tauchen die bekanntlich nicht mehr auf und man fragt sich fragt sich fragt sich...
Aber Unsinn, wir wissen es alle, seit Jahren sind Hatchet eine one man show die auf den Namen Bobby Ingram hört und so ist es nunmal, wenn es die Großväter nicht mehr gebacken kriegen, dann müssen halt die Schwiegersöhne ran und auch wenn es bedauerlich ist, dass die "neue" Band solche Werke nicht mehr hinbekommt, Ingram hat verdammt noch mal alles Recht dieser Welt, mit dem Namen UND den Songs zu tun was er will.
Und, oh ja, er und die Jungs tun es grandios! Gut, über die Songauswahl kann man diskutieren, so würde ich beispielsweise den Lau-Rocker Satisfied Man ausmustern und One Man's Pleasure und Big Apple hatten im Original deutlich mehr Swing und Sailor fehlt (erwartungsgemäß, leider) und The Great Beyond..., na ja.
Und jetzt Schluss mit dem Gemecker, Harvey! "25th Anniversary Best Of Re-Recorded" ist nämlich eine Hammerscheibe geworden! Vorausgesetzt, man kann sich an ein paar Dinge gewöhnen, zum Beispiel an Phil McCormack bzw. seine Stimme, Bobby's stets und immer dominierende Gitarre, die logischerweise zu Lasten der früheren 3-Gitarren-Kaskaden geht, die monströse Lautstärke dieser CD (ich weiß, auch meine Stereoanlage hat einen Lautstärkeregler, aber der dreht sich immer automatisch nach rechts) und die permanente Vollgasmentalität, die MOLLY HATCHET 2003 den alten Songs verpassen.
So bloody, so Reunion... Auf diesen 75 Minuten ist zusammen was zusammen gehört und das ist Southern Rock, brutalstmöglicher Boogie und alle Klischees, die diese Musik ausmachen. Es donnert, pfeift und drückt aus allen Ecken, dass einem wirklich Hören und Sehen vergeht.
Apropos Bloody Reunion. Ich hab so was noch nicht gehört. Feingeister sollten diesen Song überspringen, denn brachialeren Boogie'n'Roll kann man mit 2 Gitarren nicht bieten. Oder wie der Bayer sagt: Ja leckst mi am Arsch.
Granaten gleicher Güte sind Flirtin' With Disaster, Bounty Hunter, Beatin' The Odds, Boogie No More (hier ein besonderer Dank an den Herzdoktor von Mr. Ingram) oder Whiskey Man. Das sind bekanntermaßen schon im Original keine Kinderlieder gewesen, aber was in der Neufassung aus den Boxen bricht, grenzt teilweise an Körperverletzung. Ich meine, manchmal ist es doch schön, jemandem die Fresse zu polieren, oder?
Unvermeidlich ist natürlich Dreams I'll Never See und selbst da fegt die Lucy gewaltig die Besenkammer.
So, jetzt haben wir also diese CD hier liegen, der eine oder andere Traditionalist wird meutern, aber für einfach denkende und rockende Menschen wie mich wird sie ein Standardwerk werden.
Bleibt eigentlich nur noch die Frage, was diese CD eigentlich soll. Ein Statement anlässlich des 25. Jubiläums? Das Ende einer Ära? Das Eingeständnis eigener kreativer Probleme? Wir wissen es nicht und es sind die gleichen Fragen, die sich auch nach den Konzerten mit DEEP PURPLE stellten.
Hoffen wir das Beste und gehen zurück in die Ausgangstellung: Beine breit und headbangen!
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