| Furry And Fine, Taxim Records, 2001 |
| Ola Kyttä |
Vocal, Harmonica, Bongos |
| Anders Johansson |
Lead Guitar |
| Kent Palsson |
Lead Guitar |
| Roger Johansson |
Bass |
| Hakan Persson |
Drums |
| Produziert von: Mr. Morning (recorded live in Studio 10. February 2001 - no overdubs) |
Länge: 79 Min 27 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Things Gonna Change (5:53) | 8. Willie (5:06) |
| 2. Junebug (5:35) | 9. Growing Ugly (2:47) |
| 3. Miss Sunshine (9:15) | 10. The Sink #1 (2:33) |
| 4. Go With The Flow (4:12) | 11. Working Man Sandwich (7:15) |
| 5. Straight Line (13:01) | 12. The Sink #2 (2:48) |
| 6. Going Back (13:55) | 13. Barking Professor (5:17) |
| 7. Intro (1:55) | |
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Mr. Morning, eine schwedische Band, weg von den Traditionen der allseits bekannten Größen des
Musikbusiness, die dieses Land bisher hervorgebracht hat.
„Organic Music from real people“ schreiben sie. Kein elektronischer Firelfanz.
Zitat Mr. Morning:
We play our own songs mixed with some great songs from
the rock and blues tradition,
and all this mixed up with a sense of humour and
free improvisations.
Mr Morning looks at the WHOLE part.
The bass is the belly.
Rhythm is the heart.
The melody is the head.
All this in a sound of a locomotive.
Once it started, you can hardly stop.
Always trying to reach furthur.
Yesterday, I don't remember.
Tomorrow, I don't know.
You don't need any gurus or some strange stuff, if the music is your medicine
and you all take part as actors and observers.
What's when magic and good vibes are coming to you.
Recht haben sie.
Things gonna change ist eine Reggaenummer, die dominiert wird von einer toll relaxten
Wah-Wah Gitarre, unterbrochen von gekonnt eingeworfenen Leadguitarpassagen. So macht mir Reggae Spaß.
Parallelen zum bouncing Phish Stil dann bei Junebug. Ja, so muß Jamsound klingen. Dieser
Song lebt von einem relaxten Rhythmus der mich durchschüttelt und mir mal wieder klarmacht, wieso ich diese
Art des Rock so mag.
Partystimmung dann auch beim neunminütigen Miss sunshine. Dem relativ eingängigen
Songbeginn mit einer angenehm klingenden Gitarre folgt ein abrupter Stilwechsel, eingeleitet von der Harmonica und
dann höre ich Pink Floyd. Ab Minute sieben dann wieder der Wechsel zum Tempo des Songbeginns. Sehr
gekonnte Choreografie.
Im gleichen Tempo geht es weiter mit Go with the flow. Harmonica Fans kommen hier auf ihre
Kosten.
Gespannt bin ich auf die folgenen beiden Nummern. Beide jammäßig über 13 Minuten lang. Hier
wird aber nichts in die Länge gezogen.
Straight line lebt von einem tanzbaren Fundament in dem sich jedes Mitglied der Band auf
angenehme Weise „austoben“ darf. Ruhiger und langsamer dann Going back. Ruhig und
langsam ist vielleicht der falsche Ausdruck. Es ist dieser seltene Rhythmus der eigentlich auf den ersten Blick ruhig ist,
aber nach den ersten Minuten eine Art der Schnelligkeit entwickelt (eine Schnelligkeit die sehr gekonnt von einer
erstklassigen Rhythmus-section dargeboten wird, wie sie eigentlich nur Jambands zu eigen ist) die eine gewisse
Eigendynamik hat.
Soweit die Tracks die auf dem Cover als „Songs“ gekennzeichnet sind. Nun folgt ein
zweiminütiges Intro zu den Titeln die die Band als „Jam“ bezeichnet. Toll und eigentlich viel zu
kurz ist dieses Intro. Aber halt, gerade läuft Willie – nahtloser Übergang. Gitarre,
Harmonica und Bass legen einen Teppich, auf dem es sich wunderbar jammen lässt. Yeah, gleicher Rhythmus und
es läuft schon wieder eine anderer Titel. Party für Ohren, Beine und auch der Rest des Körpers macht
mit. Mr. Morning hat es drauf.
Und es geht über in The sink #1. Jetzt merkt man, dass es sich um einen neuen Track
handelt. Das Tempo der letzten drei Songs klingt aus, es wird kurz ruhiger und etwas improvisativ. Wieder nahtloser
Übergang zu Working man sandwich. Dieser Titel lässt mich im Geist über 2 Jahrzehnte
zurückdenken an warme Sommernächte, mit Freunden eine Party feiern, auf einer Wiese liegen und die
Sterne beobachten. Sollte man mal wieder tun. Die Musik dazu gibt es ja nun schließlich auch wieder.
The sink #2 und Barking professor lassen das Album dann mit Raum für
jeden Musiker langsam ausklingen.
Also diese Scheibe wird für eine geraume Weile zu meinen Playerverstopfern zählen und ich kann nur
jedem raten diese schwedische Jamband einmal anzuhören. Gelegenheit ein Livekonzert zu besuchen gibt es
auch in Deutschland. Zumindest im Norden der Republik.
Danke auch nochmal von hier an Mr. Morning und ganz besonders an Kent, der mir diese CD unaufgefordert und
kostenlos zugesendet hat.
Nachtrag, 13.06.2002:
Seit Juli 2002 ist "Furry And Fine" endlich auch als reguläre CD
über TAXIM erhältlich.
Neben dem verbesserten Klang (obwohl der eigentlich schon vorher ohne Tadel
war), gibt es auch eine Änderung der Tracklist.
Herausgenommen wurde zum Glück nichts, aber die Reihenfolge der Songs ist
nun geringfügig geändert:
1: Straight Line
2: Things Gonna Change
3: Go With The Flow
4: Going Back
5: Miss Sunshine
6: Junebug
Der Rest, des Furry And Fine Jams ist natürlich unverändert, da diese
sieben Songs einfach nicht voneinander zu trennen sind.
Bleibt zu hoffen, dass die Jungs von MR. MORNING auch genügend Exemplare
verkaufen, denn schließlich fanden wir die Musik ja so gut um die Verbindung
zu TAXIM herzustellen.
Ulli Heiser, (Impressum, Artikelliste), 26.05.2001
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