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Savior sorrow

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Savior sorrow
Savior sorrow, Filthy Hands/Megaforce Records, 2006
David 'Gravy' FeltonGuitar
Jeff 'Jeffry Nothing' HatrixVocals
Jack 'Big Penis' KilcoyneBass
Tom 'Shmotz' SchmitzKeyboards
Steve 'Skinny' FeltonDrums
Rick 'Stitch' ThomasSamples, Turntables
Waylon 'Waylon' ReavisVocals
Produziert von: Steve Elliot & Mushroomhead Länge: 49 Min 10 Sek Medium: CD
1. 12 hundred7. Burn
2. Simple survival8. Just pretending
3. Damage done9. The need
4. Save us10. Cut me
5. Tattoo11. The fallen
6. Erase the doubt12. Embrace the ending

MUSHROOMHEAD kann man durchaus im weiteren Sinne der Metal-Szene zurechnen. Man sollte sich jedoch vor Augen halten, dass die meisten Angehörigen der MUSHROOMHEAD-Zielgruppe in der Familienplanung ihrer Eltern zur Blütezeit dessen was wir heute unter traditionellem Heavy Metal verstehen, noch keine Rolle gespielt haben dürften.

Der eine oder andere mag jetzt natürlich mitleidig lächeln und sich abschätzig von 'einer weiteren lärmigen Modern-Metal-Kapelle' abwenden, aber das MUSHROOMHEAD seit ihrer Gründung 1997 weltweit mehr als eine Million Alben absetzen konnten, verdient zumindest einen Hauch von respektvoller Kenntnisnahme.

Es entbehrt nicht einer gewissen Faszination mit welcher Kompromisslosigkeit sich die Jungs aus Cleveland jeglicher einengender stilistischer Fesseln verweigern und aus Heavy Metal, Rock, Electro, Doom und Alternative ihren - bisweilen theatralisch-atmosphärischen - modern-metallischen Sound generieren.

Die Aneinanderreihung wuchtiger Gitarrenriffs bei Kompositionen wie The fallen oder Save us sollte den Anhängern von BLACK LABEL SOCIETY Freudentränen in die Augen treiben. Damage done dagegen lässt einen erahnen, wie FAITH NO MORE oder die ELECTRIC BOYS geklungen hätten, wenn sie gleichzeitig mehr in Richtung Grunge und Hardcore experimentiert hätten. Tattoo geht sogar noch als Metalcore durch.

Wie so oft wenn es bei modern-metallsichen Klängen richtig zur Sache geht, wird auf schneidende Riffs und hüpfkompatible Rhythmik mehr Wert gelegt, als auf eine griffige Hookline und eine ansprechende Melodie. Einen gewissen Ausgleich schaffen MUSHROOMHEAD zwar durch elegische Alternativeanklänge in Songs wie Burn oder The need, und Simple survival hat sogar echtes Hitpotential.

Eine enorme stilistische Bandbreite ist zunächst einmal nichts Verwerfliches. Ich persönlich suche aber auch nach vielen Hördurchgängen immer noch den ominösen roten Faden, der "Savior sorrow" zu einer harmonischen Einheit verbinden könnte. Unter diesem Aspekt erscheinen die bisherigen kommerziellen Erfolge von MUSHROOMHEAD noch viel erstaunlicher.

Martin Schneider , (Impressum, Artikelliste), 12.12.2006

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