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| Schmutzige Liebe, Phoenix Records, 2003 |
| Heiko Boettner |
Schlagzeug |
| Sven 'bOOgie' Behrens |
Öko-, Strom- und Flaschenhalsgitarren |
| Chris Laut |
Bass, Mundharmonika, Hals |
| Produziert von: Ohrenfeindt & Ronnie Henseler |
Länge: 53 Min 09 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Fluchtwagenfahrer | 7. Parasit |
| 2. Harley-luja | 8. Wenn der Regen fällt |
| 3. Schmutzige Liebe | 9. Sternenstaub |
| 4. Es wird Tag auf St. Pauli | 10. Unterwegs im Namen des Herrn |
| 5. Heut' Nacht | 11. Schläft wie 'ne Katze |
| 6. Kann ich Dich nach Hause fahrn? | |
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Geht doch! Nachdem ich das Demo schon vor über einem Jahr in die Finger bekam, liegt jetzt die offizielle CD vor. Gleiche Songs in geänderter Reihenfolge, besserer - weil druckvollerer - Sound und immer noch ist es geiler Rock'n'Roll für Biker, Trinker und Romantiker. Und: Was mir in meinem Boogie-Wahn irgendwie entgangen war, Chris Laut und seine zwei Kumpane haben nicht nur Vollgas-Rock, sondern auch eine grandiose Intensität und mehr als bemerkenswerte Texte - jenseits vieler witziger Nonsenssprüche - am Start.
Natürlich steht der pure Rock-Spaß im Vordergrund, die Slide sägt, der Bass wummert, Chris Laut kräht wie der Bon vom Millerntor, die Riffs fliegen einem um die Ohren, wahlweise im Boogieformat oder in zentnerschweren Stoner-Stiefeln.
Ist's das Alter, ist's die Midlife Crisis oder einfach nur ein sentimental-wach-verträumter Augenblick? Auf jeden Fall nehmen mich einige Texte ordentlich mit. "...Du bist das geilste seit der Erfindung des geschnittenen Brots..." oder "wenn sie lächelt wird's heller in jedem Raum, wenn sie laut loslacht geht die Sonne auf" (Sternenstaub, Schläft wie 'ne Katze) geht unter die Haut. Rock & Roll besteht eben nicht nur aus "drei, vier, auf die Mütze". Man lernt nie aus.
Bevor jetzt alle weinen: Wir reden von Good Time-Rock'n'Roll in der Tradition von AC/DC oder ROSE TATTOO oder meinetwegen George Thorogood. Aber eben etwas vielschichtiger. Wenn's fetzt, dann fetzt's, wenn's schmachtet, dann ohne Schmalz und die deutschen Texte tun den Rest. Man versteht sie nunmal direkt und muss sich nicht mit langwierigen Übersetzungen quälen. Und außerdem hebt keiner den Heinz-Rudolf-Kunze-Oberlehrer-Zeigefinger.
Mir fällt momentan keine aktive deutschsprachige Band ein, die so genau auf den Punkt kommt, so klasse rockt und so authentisch/ehrlich dabei ist. Schließlich sind sie ja Unterwegs im Namen des Herrn.
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