HoR Logo kl CD-Review:

Logo Pyramaze

Immortal

Logo Home-of-Rock

Link Homepage:
Offizielle Pyramaze Homepage
Link Homepage:
Pyramaze @ MySpace.com
Link Kaufen:
www.amazon.de
Link Plattenfirma:
Locomotive Records
Mehr Info:
All Music Guide (englisch)

Unser Disclaimer
Immortal
Pyramaze
Immortal, Locomotive Records, 2008
Michael Kammeyer Guitars
Matthew Barlow Vocals
Morten G. Sørensen Drums
Jonah Weingarten Keyboards
Niels Kvist Bass
Toke Skjønnemand Guitars
Länge: 45 Min 27 Sek Medium: CD
1. Arise6. Legacy In A Rhyme
2. Year Of The Phoenix7. Caramon's Poem
3. Ghost Light8. The Highland
4. Touched By The Mara9. Shadow Of The Beast
5. A Beautiful Death10. March Through An Endless Rain

Kann man das Projekt PYRAMAZE überhaupt noch als dänisch-amerikanische Kooperation bezeichnen? Bedingt ja, denn auch wenn Lance King (Ex-BALANCE OF POWER) nicht mehr das Mikro schwingt, so ist es zumindest noch Keyboarder Jonah Weingarten, der die US-Flagge bei der Melodic-Power-Metal-Truppe hoch hält. Die moderne Technik macht es eben möglich, wir erinnern uns, dass der Kontakt zwischen den Dänen und dem Tastenmann damals über das Internet zustande gekommen ist. Damals, das war 2001/2002, als PYRAMAZE von Gitarrist Michael Kammeyer (Ex-DAMION) gegründet wurde. Der hatte seine Wurzeln eigentlich eher im düsteren Metall, war damit nicht ganz glücklich und versuchte mit PYRAMAZE melodische, aber auch leicht progressive Einflüsse in die eigene Musik einzubauen.
Nun gut, Lance King hat sich inzwischen verabschiedet, dafür hören wir Shouter Matthew Barlow (ICED EARTH). Der hatte seiner Stammtruppe den Rücken gekehrt, singt dort aber inzwischen wieder. So wird mit "Immortal" ein Album mit einem Sänger veröffentlicht, der bei PYRAMAZE schon wieder ausgestiegen ist. Schade, denn der macht auf diesem Silberling eine ausgesprochen gute Figur. Der gute Gesang passt ins Bild, immerhin kann man der Band bis dato eine stetig nach oben zeigende Formkurve attestieren. Schon das Debüt "Melancholy Beast" fuhr gute bis sehr gute Kritiken ein, in der Folge konnte man einige Newcomer-Preise gewinnen. Das zweite Werk "Legend Of The Bone Carver" war gar ein Konzeptalbum, und auch hier überwogen die positiven Meinungen. Gehen wir also davon aus, dass es gelingen wird, zukünftig für Matt Barlow einen adäquaten Ersatz zu finden.

Die einzelnen Kompositionen wirken inzwischen noch ausgereifter, die stilistische Eigenschaft "Progressive" möchte ich nicht groß verwenden, auch wenn dezente Ähnlichkeiten zu Künstlern wie KAMELOT ohne Zweifel vorhanden sind. Doch überwiegend hören wir einen melodischen, oftmals von ordentlichen und heftigen Double-Basses angetriebenen Power Metal, der keine großen Windungen und Verrenkungen macht. Das eröffnende, von den Keyboards gespielte Arise kommt sehr episch daher, und dann geht die Lucia auch schon ab. Year Of The Phoenix knallt heftig aus den Boxen und gesanglich kann sich Matt Barlow Gott sei Dank doch nicht dazu entschließen, wirkliche Growls loszulassen. Nein, er entscheidet sich schließlich für den eingängigen Gesang. Sowohl in den Strophen als auch in den Refrains passt er sich hervorragend dem Rest der Band an.
Tempo spielt sicherlich und erwartungsgemäß eine Rolle (Ghost Light), und dann folgt mit Legacy In A Rhyme naturgemäß die obligatorische Ballade. Die Nummer geht herrlich und fast nahtlos in Caramon's Poem über, welches mir persönlich am besten gefällt. Hier variieren vor allen Dingen die Rhythmik, der Sänger offenbart seine ganzen Stärken und PYRAMAZE drücken insgesamt mächtig nach vorne. Die gespielten Harmonien kommen schon fast hymnenartig beim Hörer an.
"Immortal" schließt mit March Through An Endless Rain genauso andächtig und beinahe emotional, wie es begonnen hat.

Die neue Scheibe von PYRAMAZE ist eine runde und gelungene Sache, und dürfte den Freund melodischen Power Metals auf alle Fälle begeistern.

Ralf 'Jogi' Ruhenstroth, (Impressum, Artikelliste), 17.05.2008

Sagt uns die Meinung zu diesem Artikel oder ergänzt oder verbessert ihn:


 
© Home of Rock 2001 - 2008, Impressum