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| Rock Montreal & Live Aid, Eagle Vision, 2007 |
| Freddie Mercury |
Vocals, Guitars, Piano |
| Brian May |
Guitars, Vocals |
| John Deacon |
Bass, Voclas |
| Roger Taylor |
Drums, Vocals |
| Gäste: |
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| Spike Edney |
Additional Keyboards, Guitar & Backing Vocals (Live Aid) |
| Produziert von: Paul Swimmer & Jim Beach / Roger Taylor & Brian May (Montreal) |
Länge: ca. 140 Min |
Medium: Do-DVD |
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| DVD 1 - "Queen Rock Montreal": | |
| 1. Intro | 15. Keep Yourself Alive |
| 2. We Will Rock You (Fast Version) | 16. Drum & Tympani Solo |
| 3. Let Me Entertain You | 17. Guitar Solo |
| 4. Play The Game | 18. Crazy Little Thing Called Love |
| 5. Somebody To Love | 19. Jailhouse Rock |
| 6. Killer Queen | 20. Bohemian Rhapsody |
| 7. I'm In Love With My Car | 21. Tie Your Mother Down |
| 8. Get Down Make Love | 22. Another One Bites The Dust |
| 9. Save Me | 23. Sheer Heart Attack |
| 10. Now I'm Here | 24. We Will Rock You |
| 11. Dragon Attack | 25. We Are The Champions |
| 12. Now I'm Here | 26. God Save The Queen |
| 13. Love Of My Life | Bonus: |
| 14. Under Pressure | Commentary by Brian May & Roger Taylor |
| DVD 2 - "Live Aid": | |
| 1. Bohemian Rhapsody | Live Aid Rehearsal: |
| 2. Radio Ga Ga | Bohemian Rhapsody |
| 3. Hammer To Fall | Radio Ga Ga |
| 4. Crazy Little Thing Called Love | Hammer To Fall |
| 5. We Will Rock You | Bonus: |
| 6. We Are The Champions | Interviews |
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Möglicherweise haben QUEEN in ihrer inzwischen 37jährigen Karriere nur einen Fehler gemacht: Sie nicht nach 21 Jahren wie vom Schicksal gewollt zu beenden sondern stattdessen 15 Jahre später mit Paul Rodgers ein "Comeback" zu starten. Man muss über die Qualitäten eines Paul Rodgers nicht sprechen, aber wer die wirklichen QUEEN nur ein einziges Mal live auf einer Bühne gesehen hat, wird wissen was gemeint ist. Ob man sich auf das für 2008 annoncierte neue Album freuen soll, bleibt jedem Fan selbst überlassen.
Bekanntlich gibt es diverse Möglichkeiten, QUEEN auf Bild- und Tonkonserve live zu erleben, nun kommt eine weitere hinzu, nämlich der schon seit 1984 auf Video erhältliche Konzertfilm "Queen - We Will Rock You", der nun unter dem Namen "Rock Montreal & Live Aid" (eben weil der gesamte Auftritt vom 1985er Live Aid Konzert auf einer zweiten DVD enthalten ist) in remasterter Form einmal mehr beweist, wer die wirklichen Champions waren.
Grundlage der Montreal-DVD sind zwei Auftritte vom November 1981, die im 35mm-Kinoformat gefilmt wurden. Die Band war hier letztmals ohne Keyboarder zu hören, was der Geschichte den zusätzlichen Reiz der frühen QUEEN-Phase verleit. Aber ganz egal ob mit oder ohne zusätzlichen Keyboarder, wenn Freddie Mercury und die Red Special von Brian May auf der Bühne erscheinen, erlebt man nach dem damals üblichen Lichtgewitter den Soundtrack vieler Rockerleben: We Will Rock You, was sonst.
Ganz überflüssig, solche Jahrhundertsongs noch vorzustellen, man muss sie einfach wirken lassen, immer und immer wieder. Und man muss sich die Performance dieser Band ansehen.
Robbie Williams wird heute als der perfekte Entertainer und Showman gepriesen, daran sieht man, dass der Mensch schrecklich vergesslich ist. Niemand wird jemals die Strahlkraft eines Freddie Mercury erreichen, niemand wird jemals Rockmusik auf solch hohem technischem und songwriterischem Niveau und mit solcher Leichtigkeit zwischen herzbewegendem Gefühl und brachialer Detonation spielen. Mercury hat das einzig echte Let Me Entertain You geschrieben!
Auf dem Wort "spielen" liegt eine besondere Betonung, denn QUEEN spielten nicht nur ihre Musik, sie spielten auch ganz exzellentes Theater. Mercury natürlich als Haupt- und Selbstdarsteller, als Gottvater aller Animateure, Brian May als wohl unverwechselbarster aller Rock-Gitarristen, John Deacon und Roger Taylor als unaufhaltsam dampfendes Kraftwerk. Dazu eine für damalige Verhältnisse gigantische Licht- und Bühnenshow, die 22 Songs der beiden Gigs (es fehlen zwei, die nicht mehr restaurierbar waren) und eineinhalb Stunden perfekte Unterhaltung prasseln auf den staunenden Zuschauer ein.
Natürlich kann man über die seltsamen Moden der frühen Achtziger schmunzeln, hervorstechend Deacons hellblaue Wusthaut und Mercurys Gesamtbild, aber ansonsten sind Musik und Performance so zeitlos stilbildend gewesen, dass auch ein Vierteljahrhundert später keinerlei Abnutzung zu vermerken ist.
Das alte Filmmaterial wurde beispielhaft digitalisiert und neu aufbereitet, der Sound ist in DTS-Surround und 5.1 Stereo bestechend, als Bonus kann man sich das Konzert von Taylor und May humorvoll kommentieren lassen, oder man singt einfach wie seinerzeit die 18.000 in der Halle mit.
Wenn Mercury in äußerst, ähm, interessanten Verkleidungen über die Bühne "pfaut" und dazu wie Apollons Muse Melpomene singt und, man muss das in aller Deutlichkeit sagen, aussieht wie ein Mensch gewordenes Fresko, ist alle Magie dieser Band wieder da. Großartig, unwiederbringlich.
Schön, dass auch Roger Taylor sein I'm In Love With My Car shouten darf und sein kurzes aber eindrucksvolles Schlagzeugsolo gezeigt wird. Natürlich muss auch May mit einem gewaltigen Solo ran. Bei Könnern dieser Klasse machen Soli einfach Laune. Orgien wie Bohemian Rhapsody auch. Man wird sich ertappen, die DVD plötzlich im Dauerbetrieb zu haben.
Über Bob Geldofs Live Aid Spektakel ist längst alles gesagt und bekannt. Wer es damals live am Fernseher miterlebt hat, wird einige der damaligen Performances nie mehr vergessen. Angefangen natürlich bei STATUS QUO, die nicht nur die Veranstaltung einleiteten sondern sie nach nur drei Minuten Rockin' All Over The World bereits zum unumkehrbaren Erfolg machten. Den besten Auftritt der 16 Stunden haben aber dennoch QUEEN abgeliefert - und jetzt gibt es ihn erstmals komplett auf DVD, weil nämlich der kurze Abendauftritt mit dem akustischen Is This The World We Created von Mercury und May mit dabei ist. Außerdem sind die Proben und ein Interview mit der gesamten Band zu sehen.
Wie müssen sich die Bands beim Anblick des proppevollen Wembley Stadion gefühlt haben? Wenn man die Augen des Vollprofis Mercury sieht, weiß man, dass selbst er ergriffen war. Der Blick geht angestrengt ins Nichts, bloß nicht zu genau hinschauen, mag er sich vielleicht gedacht haben. Kein Wunder, angesichts der tosenden Menschenmasse, die auch noch einen unbeschreiblichen Backgroundchor abgab. Radio Ga Ga vor einem solchen Publikum, das ultimative Gaga ist jedem Musiker sicher. Wer trotzdem noch eine Anmacheinlage wie vor dem alles zum Einsturz bringenden Hammer To Fall in der Kehle hat, ist ein ganz Großer. Eine Band auf ihrem absoluten Höhepunkt.
Es ist alter Wein in einem neuen Schlauch, aber wer seine alten Videos ausmustern möchte oder wer der Faszination QUEEN neu oder erstmals erliegen will: Das hier ist großes Kino!
Ländercode: Codefree
Ton: Digital Surround; PCM Stereo
Bild: 16:9 (Montreal); 4:3 (Live Aid)
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