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| 21, Nuclear Blast, 2012 |
| André Hilgers |
Drums |
| Victor Smolski |
Guitar |
| Peavey Wagner |
Bass, Vocals |
| Produziert von: Charlie Bauerfeind |
Länge: 57 Min 54 Sek |
Medium: CD |
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| 1. House Wins | 7. Destiny |
| 2. Twenty One | 8. Death Romantic |
| 3. Forever Dead | 9. Black And White |
| 4. Feel My Pain | 10. Concrete Wall |
| 5. Serial Killer | 11. Eternally |
| 6. Psycho Terror |
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Wenn eine Band ihre 21. musikalische Veröffentlichung "21" tituliert, ist das nicht gerade innovativ. Wenn allerdings die deutsche Metalinstitution RAGE nach 28 Jahren Bandgeschichte ihr 21. Album auf die Ladentheke wuchtet, dann geht auch der Titel in Ordnung.
Ich gebe zu, dass in meinem CD-Regal lediglich das Album "XIII" seinen Platz gefunden hat, alles andere von der nordrheinwestfälischen Metalschmiede konnte mich nicht so richtig begeistern und überzeugen. Anders mit "21". Die Scheibe bläst - wenn man das Spielcasino-Intro hinter sich gelassen hat - mit einer derartigen Wucht durch die Boxen, dass man die ordentlich geföhnte Frisur einem Neustyle unterziehen darf. Wenn auch das Orchester im Hintergrund fehlt, Twenty One kann im melodischen Aufbau Parallelen zum "XIII"-Oeuvre nicht von der Hand weisen. Wobei ich nicht weiß, ob das Orchester dieser Wucht standhalten könnte. Die Härteschraube bleibt permanent angezogen, teilweise so weit, dass Peavey Wagner in Serial Killers fast schon in todesmetallische Stimmband-Regionen abdriftet.
Beeindruckend ist und bleibt das technisch absolut hochwertige Gitarrenspiel von Victor Smolski. Nach dem Hören dieser CD werde ich nie wieder behaupten, dass ich auch nur ansatzweise Ahnung vom Gitarre spielen hätte. Was sich dieser Mann scheinbar mühelos aus den Handgelenken und Fingern zaubert, lässt mich mit offenem Mund zurück. Dabei meint er nicht mit vertrackten Hochschul-Skalenreitereien zu beeindrucken, sondern zelebriert klassisch orientierte Melodieverläufe im gesamtbrachialen Sound. Einwandfrei.
Dem steht der Rest des Trios in nichts nach, denn auch André Hilgers kann an den Trommeln für mächtig Druck und Wirbel sorgen. Peavey Wagner gehört an den 4-Saiten vielleicht nicht zu den filigransten Zupfern der Welt, aber Gesang und Bass gemeinsam in dieser Art und Weise effekt- und erfolgreich zu bedienen (ich weiß, im Studio kann man das nacheinander einspielen), zeugt schon von Erfahrung und Können.
Ich für meinen Teil habe keine Einwände zu vermelden, weiß aber natürlich auch nicht, was zwischen "XIII" und dem aktuellen Dreher von dem Ruhrgebietstrio so wirklich geboten wurde (natürlich sind mir ein paar einzelne Nummern untergekommen, die mich aber nicht richtig begeistern konnten). Für mich gibt's bei der Produktion, Musik und überhaupt alles in allem: beide Daumen nach oben.
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