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| Virus, Locomotive Records, 2008 |
| Randy Piper |
Guitars |
| Chris Laney |
Guitars |
| Rich Lewis |
Vocals |
| Nalle "Grizzly" Pahlsson |
Bass |
| Johan Koleberg |
Drums |
| Produziert von: Chris Laney |
Länge: 38 Min 31 Sek |
Medium: CD |
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| 1. Cardiac Arrest | 6. Judgement Day |
| 2. Can't Stop | 7. Who's Next |
| 3. Don't Wanna Die | 8. Zombie |
| 4. Crying Eagle | 9. Shoot To Kill |
| 5. Unnatural High | 10. L.U.S.T. |
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Randy Piper erfand 1979 mit Blackie Lawless die Formation CIRCUS CIRCUS, aus der 2 Jahre später W.A.S.P. resultierte. 1988 gründete der Gitarrist Piper allerdings auch schon seine eigene Formation ANIMAL. Während sich die ganz großen und unvergessenen Hymnen auf Alben wie z. B. "The Headless Children" oder "The Crimson Idol" von W.A.S.P. befinden, unterstrich Piper auf seinem 2007 veröffentlichten Werk "Violent New Breed" ohne Frage, dass die Marke W.A.S.P. im Songwriting seiner eigenen Band tief verankert ist. Der Sound passt und schließlich sorgt die Stimme von Rich Lewis eben genau für das Feeling von Lawless und Co.
Nun darf man jedoch nicht den Fehler begehen und ANIMAL als müden Abklatsch oder gar als ein Wiederaufkochen alter abgelaufener Tage bezeichnen. Denn Randy Piper macht genau das, was wir uns von W.A.S.P. eigentlich gewünscht hätten. Während es Lawless in jüngster Vergangenheit nicht mehr so richtig gelingen will, eine adäquate Scheibe zu Tage zu fördern, erhalten wir auf "Virus" endlich wieder guten und hörenswerten Metal. Dieses dritte Album ist eine logische Fortsetzung der Veröffentlichung aus 2007, vielleicht ein wenig melodiöser, aber immer noch mit einer gehörigen Portion Power, Dynamik und Drive.
Die Lyrics orientieren sich überwiegend am inzwischen alltäglichen Wahnsinn. "Arbeiten bis zum Umfallen" (Cardiac Arrest) oder "gefährliche Gewohnheiten" sind das zentrale Thema in Songs wie Can't Stop und Unnatural High. Musikalisch powert die Band erneut von Beginn an straight nach vorne, gnadenlose Metal-Riffs kommen mit enormer Härte aus den Boxen. Die bereits angeführte Melodieführung kommt in einer Nummer wie Don't Wanna Die besonders zum Tragen. Dabei fällt auf, dass die Band in den eingängigen Stücken deutlich das Tempo zurückgefahren hat. Im Ergebnis macht dies den Rundling abwechslungsreicher und lässt den Hörer zwischendrin verschnaufen.
Natürlich wird in Crying Eagle und auch in dem späteren Judgement Day deutlich, dass hier nichts wirklich neu ist. Wie denn auch? Der Ursprung liegt in den 80er-Jahren, welcher allerdings zu der Überzeugung kommen lässt, dass diese Veröffentlichung damals wie heute positiven Anklang gefunden hätte.
Die einzige Frage, die man sich stellen mag ist die, ob sich innerhalb der 10 gebotenen Tracks etwas wirklich Herausragendes befindet. Sicherlich nicht. Und da die Gesamtspielzeit auch nicht gerade besonders üppig ausgefallen ist, erweckt die Coverversion Zombie von den CRANBERRIES zusätzlich lediglich den Eindruck eines Lückenfüllers. Schade, denn "Virus" ist ansonsten eine wirklich sehr hörenswerte Scheibe geworden, wo in den allermeisten Fällen der Daumen ganz klar nach oben zeigt.
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